Livorno auf eigene Faust

»Landausflüge in Livorno auf eigene Faust planen und buchen«

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust zusammengestellt. Die moderne Hafenstadt in der Toskana hat knapp 160.000 Einwohner und liegt südlich der Arno-Mündung am Mittelmeer. Das einst unbedeutende italienische Städtchen verdankt seinen Aufstieg zu einer der wichtigsten Hafenstädte Italiens, dem Arno, der seine Mündung immer weiter von Pisa weg verlegte und so die ehemalige Hafenstadt Pisa zu einer Binnenstadt machte. Cosimo II. de Medici ließ daher im Jahre 1571 den Hafen von Livorno anlegen. Das war dann der Schlussstrich unter die große Geschichte Pisas und der Anfang der Hafenstadt Livorno. Die Bewohner Livornos waren schon immer bekannt für ihre praktische Einstellung zum Leben und für ihre Sparsamkeit. Für die Kunst war daher in dieser Stadt nie besonders viel Platz. Livorno ist eine Hafenstadt ohne viele Sehenswürdigkeiten. Dafür gibt es in der Region Toskana umso mehr zu sehen. Viele Landausflügler planen Landausflüge ins nahe Pisa, nach Lucca oder gar nach Florenz. Heute ist Livorno ein beliebtes Ziel von Mittelmeer Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer. Der beliebte Hafen von La Spezia liegt ca. 100 km weiter nördlich.

Landausflüge in Livorno auf eigene Faust
Landausflüge nach Pisa – Bild: Getty Images für Unsplash+

Italien ist bekanntlich Teil der EU. Mit allen Vorteilen, die das für die Landausflügler aus Deutschland mit sich bringt. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite von Turismo di Livorno. Stand: April 2025

Livorno Cruise Terminal

Kreuzfahrtschiffe legen im weitläufigen Porto di Livorno an. Dieser besteht teilweise noch aus dem Porto Mediceo, der bereits im 16. Jahrhundert von den Medici angelegt wurde. Hier können heute kleine und meist exklusive Kreuzfahrtschiffe innenstadtnah anlegen. Dann gibt es den neuen Bereich für Kreuzfahrtschiffe und Fähren, der Livorno 2000 genannt wird. Hier machen die meisten Kreuzfahrtschiffe fest.

Blick auf den großen Hafen
Blick auf den großen Hafen von Livorno – Bild: MedCruise Association

Die zahlreichen möglichen Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe sind mit Namen und Nummern in dieser Grafik verzeichnet. Auf dieser 2. Grafik erkennt man die Lage der Liegeplätze und Livorno Cruise Terminals im weitläufigen Hafen der Stadt.

In den beiden Livorno Cruise Terminals und im Fährterminal gibt es einen Informationsstand des Hafens und der Touristeninformation, kostenloses Wi-Fi, Stände lokaler Ausflugsanbieter, Autovermieter, Taxistände und etwas Gastronomie. Shuttlebusse fahren die Landausflügler ins Stadtzentrum. Und auch wenn das Kreuzfahrtschiff nicht direkt an einem der Cruise Terminals liegt, gibt es auf der Mole einen gewissen Service wie den Shuttlebus, Taxis oder einen mobilen Stand der Touristeninformation.

Landausflüge in Livorno buchen

Für den Tag in Livorno werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine „Geld-zurück“-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 15 Tage vor dem Ausflugsdatum. Mit extra buchbarer Flex-Option sogar bis 60 Minuten vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Livorno findet man bei GetYourGuide*.

Mobil in Livorno auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Livorno auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Livorno (ab Cruise Shuttle Stop):

  • Calambrone (Strände): 10 km
  • Pisa: 24,6 km
  • Viareggio (Strände): 45,1 km
  • Lucca: 50,5 km
  • Winzerdorf Bolgheri: 68,8 km
  • San Gimignano: 84 km
  • Florenz: 93 km
  • Siena: 128 km
Livorno auf einen Blick
Livorno auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Landausflugsziele in Livorno: 1-Fortezza Nuova, 2-Statue Quattro Mori, 3-Kathedrale, 4-Chiesa di San Ferdinando, 5-Cisternone, 6-Mercato Centrale, 7-Viertel Venezia Nuova, 8-Aquarium, 9-Terrazza Mascagni/ Der Cruise Shuttle Stop ist durch ein Bussymbol gekennzeichnet.

Zu Fuß

In Livorno darf man den Hafen nicht zu Fuß verlassen. Dafür gibt es Shuttlebusse. Das Stadtzentrum kann man gut zu Fuß besichtigen. Das gilt auch für Pisa, Lucca und Florenz. Die drei „Perlen der Toskana“ kann man vom Bahnhof aus zu Fuß erkunden. Dazu unten mehr.

Shuttlebusse

Kostenlose Shuttlebusse bringen die Landausflügler aus dem weitläufigen Hafengelände heraus. Die Fahrt dauert ca. zehn Minuten. Die übliche Shuttlebus-Haltestelle ist an der Piazza Municipio/Ecke Via Claudio Cogorano im Stadtzentrum von Livorno. Manchmal haben die Reedereien auch einen eigenen, kostenpflichtigen Shuttlebus.

Livorno auf eigene faust mit einem Shuttlebus erkunden
Shuttlebusse des Hafens – Bild: Porto di Livorno 2000

Öffentliche Busse

Das lokale Busunternehmen Autolinee Toscane betreibt die öffentlichen Busverbindungen in der Region. Für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust sind öffentliche Busse nützlich. Das einfache Busticket (Urbano capoluogo) kostet 1,70 Euro und ist 70 Minuten gültig. Kaufen kann man das Ticket in einem der zahllosen Tabacchi, an Automaten oder in einem der Zeitungskioske an der Piazza Grande. Wer möchte, sorgt für die Rückfahrt vor und kauft gleich zwei Fahrscheine. Diese Fahrkarten müssen im Bus abgestempelt werden. Seit Kurzem ist die kontaktlose Zahlung mit Kredit-/Debitkarten, Smartphones und entsprechenden Wearables möglich. Es werden MasterCard, Visa und American Express akzeptiert.

Wer zum Bahnhof Livorno Centrale möchte, geht von der Shuttlebus-Haltestelle über die Via Claudio Cogorano gut hundert Meter zur Piazza Grande und biegt (vor dem Dom) nach rechts in die Via Grande ein. Nach vielleicht 50 Metern kommt auf der rechten Straßenseite ein Geschäft von H&M. Davor ist eine Bushaltestelle mit der Bezeichnung Grande 4. Der Bus der Linie 1+ (vorher LAM Blu) fährt zum Bahnhof Livorno Centrale, der die Endhaltestelle dieser Buslinie ist. Die Fahrt dauert ca. zehn Minuten.

Der Bahnhof Pisa Centrale ist knapp 2 Kilometer vom berühmten Schiefen Turm entfernt. Wer möchte, kann die Strecke ebenfalls mit einem öffentlichen Bus in Angriff nehmen. Zuständig ist wieder die Busgesellschaft Autolinee Toscane. Direkt vor dem Haupteingang fahren Busse der Linie 1+ in Richtung der Endhaltestelle „Park Pietrasantina“. Von der Haltestelle „Torre 1“ kann man bereits die Spitze des Baptisteriums sehen. Direkt an der Haltestelle ist ein kleiner Markt. Dann geht man durch die Porta Nuova zur Piazza del Duomo. Das sind vielleicht hundert Meter.

Die Via Grande und die Kathedrale von Livorno
Die Via Grande und die Kathedrale von Livorno – Bild: iStock.com/Kirk Fisher

Die Bahn

Die Bahn ist ein interessantes Verkehrsmittel für alle, die ihre Landausflüge in Livorno auf eigene Faust gestalten möchten. Pisa, Lucca und auch Florenz sind mit dem Zug bequem und günstig erreichbar. Informationen über Bahnverbindungen findet man auf der Webseite der italienischen Bahn Trenitalia (trenitalia.com), die es auch in deutscher Sprache gibt. Die Bahnkarten kann man bei Trenitalia vorab online kaufen. Oder vor Ort am Schalter bzw. an den mehrsprachigen Automaten.

Die Bahnfahrt von Livorno Centrale nach Pisa Centrale dauert weniger als 20 Minuten und kostet im Regionalzug ca. 5,60 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Der InterCity ist nur wenige Minuten schneller, kostet aber das Dreifache. Wer nach dem Besuch von Pisa noch Zeit hat, könnte nach Lucca weiterfahren. Die wunderschöne toskanische Stadt ist nur knapp 20 Kilometer von Pisa entfernt und eine gute Alternative für den Rest des Tages. Die Fahrt mit dem Zug dauert etwa eine halbe Stunde. Vom günstig gelegenen Bahnhof in Lucca kann man die Altstadt bequem zu Fuß erreichen.

Die Bahnfahrt von Livorno Centrale nach Firenze S. M. Novella dauert bestenfalls 1 Stunde und 24 Minuten. Vom Kopfbahnhof Firenze Santa Maria Novella ist das Zentrum mit seinen berühmten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichbar. Die Kathedrale ist nur etwa 600 Meter vom Bahnhof entfernt. Bis zur Brücke Ponte Vecchio läuft man ca. 1,2 Kilometer. Wer gut zu Fuß ist, sollte die wunderschöne Altstadt von Florenz auf eigene Faust zu Fuß erkunden.

An Spitzentagen liegen mehrere Kreuzfahrtschiffe im Hafen
An Spitzentagen kann es voll werden in Livorno – Bild: MedCruise Association

Taxis

An den Livorno Cruise Terminals und auf der Mole warten Taxis. Die Fahrer möchten gerne halbtägige oder ganztägige Landausflüge verkaufen und sind normalerweise nicht an „einfachen“ Fahrten interessiert. Wer eine Fahrt zum Bahnhof anfragt, muss unserer Erfahrung nach mit einer (Abwehr-)Gebühr von mindestens 25 Euro rechnen. Das Consorzio Taxi Livorno (taxiforcruisers.com) hat eine Webseite mit diversen Routenvorschlägen, die man auch vorab buchen kann. Im Stadtgebiet werden Fahrten durch das Taxameter abgerechnet. Direkt an der Piazza Municipio (Haltestelle der Shuttlebusse) gibt es einen Taxistand. Die Fahrt zum Bahnhof kostet ca. 10 Euro.

Stadtrundfahrten

Wer eine Stadtrundfahrt machen möchte, kann Livorno auf eigene Faust mit den bekannten roten Hop-on Hop-off Busse der Firma City Sightseeing erkunden. Diese starten in der Via Claudio Cogorano, und zwar in etwa dort, wo die Shuttlebusse vom Schiff halten. Man kann an allen derzeit acht Haltepunkten aussteigen und mit einem der folgenden Busse weiterfahren. Leider kommt nur alle 60 Minuten ein Bus an den Haltestellen vorbei. Man muss sich also gut überlegen, wo man aussteigen will. Diesen Service gibt es von April bis November eines jeden Jahres. Wer möchte, kann vorab hier ein Ticket* erwerben.

Bustransfers

Es gibt private Shuttle-Dienste und Transferunternehmen, die maßgeschneiderte Verbindungen zwischen Livorno und Pisa anbieten. Diese sind oft etwas teurer als die Bahn, bieten aber direkten und oft komfortableren Service. Angebote und Beschreibungen findet man bei GetYourGuide*.

Die Kanäle von Livorno
Die Kanäle von Livorno – Bild: Mariangela RIbeiro auf Pixabay

Mietwagen

Mietwagen können direkt im Hafen angemietet werden. Hier gibt es Servicestellen von Hertz (sifracar.com), Europcar und Avis. Wer einen Wagen gemietet hat, kann diesen auf einem Mietwagenparkplatz in der Nähe des Kreuzfahrtschiffes übernehmen und aus dem Hafen herausfahren. Wir würden einen Mietwagen vorab reservieren.

Highlights für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust

Die meisten Landausflügler machen sich auf den Weg nach Pisa, Florenz oder Lucca. Diese drei toskanischen Städte haben alle eine Ära von politischer und kultureller Größe erlebt und gelten auch heute noch als das Tor zur Renaissance, einem der goldenen Zeitalter der Kunst und Architektur. Wer eine lange Anfahrt nicht scheut, könnte auch Siena und San Gimignano erreichen. Hier ein Überblick über die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust.

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Livorno
Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Livorno – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Livorno: 1-Pisa, 2-Livorno, 3-Florenz, 4-Calambrone (Strand), 5-Viareggio (Strand), 6-Winzerdorf Bolgheri, 7-Siena, 8-San Gimignano

Landausflüge in Livorno

Die Hafen- und Industriestadt Livorno hat für Urlauber relativ wenig zu bieten. Nichtsdestotrotz kann man in der Stadt natürlich einige schöne Stunden verbringen. Wenn man an der Piazza Municipio/Ecke Via Claudio Cogorano aus dem Shuttlebus steigt, sind es nur gut hundert Meter zur Piazza Grande mit der kleinen Cattedrale di San Francesco. Die Via Grande erstreckt sich über 750 Meter vom Hafen bis zur riesigen Piazza della Repubblica. Am Beginn der Via Grande am Hafen steht die Statue Quattro Mori, die als ein Wahrzeichen der Stadt gilt. Wenn man von der Via Grande nach rechts in die Via del Cardinale einbiegt, erreicht man nach wenigen hundert Metern die große Markthalle Mercato Centrale. Hier könnte man auch etwas essen. Livorno wurde von den Medici stark befestigt. Über die ehemaligen Wassergräben kann man heute schöne Bootstouren unternehmen. Südlich vom Stadtzentrum befindet sich das Aquarium von Livorno. Direkt nebenan lädt die elegante Terrazza Mascagni zum Verweilen ein. Wer Strände sucht, wird nördlich der Stadt fündig. Hier gibt es kilometerlange Sandstrände. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust.

Fortezza Nuova

Die Fortezza Nuova ist eine Festungsinsel in der Innenstadt, ca. 400 Meter von der Haltestelle der Shuttlebusse entfernt. Um sie herum liegen Kanäle des Viertels Venezia Nuova. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts ließen die Medici die Fortezza Nuova bauen, damit die Stadt vor Angriffen sicher war. Sie war einst ein Teil eines größeren Abwehrsystems. Im 19. Jahrhundert verlor sie ihren militärischen Wert – später nutzte man sie als Gefängnis. Nun ist die Fortezza Nuova ein öffentlicher Park. Die großen Grünflächen und die alten Mauern machen sie zu einem Platz, an dem sich Besucher der Stadt gerne aufhalten. Von den Mauern der Festung aus blickt man gut auf die Stadt und die Kanäle, die dem Viertel seinen besonderen Reiz geben.

Fortezza Nuova in Livorno
Fortezza Nuova in Livorno – Bild: iStock.com/Jovannig

Cattedrale di San Francesco

Die unscheinbare Cattedrale di San Francesco in Livorno ist die Hauptkirche der Stadt. Sie steht auf der Piazza Grande, ganz in der Nähe der Shuttlebushaltestelle. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts bauten die Medici das Gotteshaus im Stil der Spätrenaissance. Im 18. Jahrhundert folgte eine Erweiterung und sie erhielt barocke Elemente. Im Zweiten Weltkrieg gab es starke Schäden. Ein Wiederaufbau folgte, der ihr Aussehen weitgehend erhielt. Im Inneren gefällt die Kathedrale mit hohen Säulen und mit Kunstwerken – darunter sind Gemälde von Jacopo Ligozzi. Geweiht ist die Kirche dem hl. Franz von Assisi. Sie ist jetzt nicht nur ein Ort für Gebete, sondern auch ein Wahrzeichen der Stadt.

Monumento dei Quattro Mori

Das Monumento dei Quattro Mori in Livorno ist ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt. Es entstand am Ende des 16. Jahrhunderts. Damit ehrte man Großherzog Ferdinand I. de’ Medici, weil er Siege über die Barbaresken-Korsaren errungen hatte. Die Statue des Großherzogs schuf Giovanni Bandini. Sie kam 1601 an ihren Platz. Zwischen 1623 und 1626 ergänzte Pietro Tacca vier bronzene Figuren gefangener Korsaren – sie sind berühmt, da sie so echt aussehen. Eine Geschichte in der Gegend erzählt, es bringe Glück, wenn man den Ort findet, an dem man alle vier Nasen der Figuren auf einmal sieht.

Chiesa di San Ferdinando

Die Chiesa di San Ferdinando in Livorno, auch Crocetta-Kirche genannt, ist ein Barockbau vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Barnabiten bauten sie zu Ehren des Großherzogs Ferdinando de’ Medici. Das Äußere ist einfach, aber das Innere beeindruckt mit reichem Barock. Besonders sehenswert ist der Hauptaltar. Er hat eine Marmorgruppe von Giovanni Baratta, die die Befreiung der Sklaven zeigt – ein wichtiges Thema für die Kirche, weil sie sich um ehemalige Galeerensklaven kümmerte. An der Decke finden sich Fresken mit biblischen Szenen. Als eines der schönsten Beispiele für Barockkunst in Livorno gilt die Kirche trotz ihrer vergleichsweise geringen Größe. Ein schönes Ziel für einen Bummel in Livorno auf eigene Faust.

Das Zentrum von Livorno
Das Zentrum von Livorno – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Das Zentrum von Livorno: 1-Fortezza Nuova, 2-Statue Quattro Mori, 3-Kathedrale, 4-Chiesa di San Ferdinando, 5-Cisternone, 6-Mercato Centrale, 7-Viertel Venezia Nuova

Cisternone

Der Cisternone (große Zisterne) in Livorno ist ein besonderes Gebäude im Stil des Neoklassizismus. Wenn man mit dem Bus in Richtung Bahnhof fährt, kommt man daran vorbei. Pasquale Poccianti baute es zwischen 1829 und 1842 als Teil der Wasserversorgung der Stadt. Seine Bauweise erinnert an römische Tempel, etwa durch eine große Fassade, über der eine Kuppel halbrund geformt ist. Innen befinden sich große Gewölbe sowie Becken. Diese fingen das Wasser aus Quellen in der Umgebung auf. Heutzutage wird der Cisternone nicht mehr benötigt, um Wasser zu liefern – trotzdem ist er ein wichtiges Denkmal für Livorno.

Mercato Centrale

Der Mercato Centrale in Livorno (Mercato delle Vettovaglie) ist eine lebhafte und historische Markthalle, die im späten 19. Jahrhundert erbaut wurde. Das imposante Gebäude mit seiner eisernen und gläsernen Architektur beherbergt zahlreiche Stände, die eine Vielfalt an frischen Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse anbieten. Der Markt ist ein zentraler Treffpunkt für Einheimische und Besucher und ein schönes Ziel für einen Tag in Livorno auf eigene Faust.

Den Bezirk Venezia Nuova in Livorno auf eigene faust erkunden
Der Bezirk Venezia Nuova in Livorno – Bild: Cogitosergiosum auf Pixabay

Fossi Medicei

In Livorno gibt es die Fossi Medicei, ein Kanalnetz, das im 16. Jahrhundert unter den Medici entstand. Anfänglich dienten sie zur Verteidigung der Stadt, außerdem ließen sie Waren direkt zu den Lagerhäusern bringen. Die Kanäle umgeben das alte Viertel Venezia Nuova. Dieses erinnert mit seinen Brücken an Venedig. Als Hauptattraktion Livornos ziehen die Fossi Medicei viele Menschen an. Bei Bootstouren schauen sich viele Landausflügler die Stadt aus einer ungewöhnlichen Richtung an. Eine besondere Stimmung entsteht vor allem abends, da sich die Lichter der Altstadt im Wasser zeigen. Jedes Jahr findet auf den Kanälen das Effetto Venezia statt, ein Sommerfest mit Musik, Kunst sowie Essensständen.

Acquario di Livorno

Das Aquarium Livorno an der Uferpromenade nimmt seine Besucher mit in die Meereswelt. Dort leben über 300 Tierarten aus dem Mittelmeer sowie tropischen Gewässern. Bunte Fische, Quallen mit ihren Geheimnissen, anmutige Haie oder auch lebhafte Meeresschildkröten sind dort zu sehen. Ein Höhepunkt ist das Indo-Pazifik-Becken. Dort schwimmen Clownfische zwischen Anemonen, wobei sich große Muränen in Felsspalten verbergen. Zum Anfassen regen interaktive Becken mit Seesternen und Seeigeln an. Für den Schutz der Meere setzt sich das Aquarium ein und informiert in Ausstellungen über Plastikmüll und nachhaltige Fischerei. Es ist besonders für Familien und Naturinteressierte ein spannendes Ziel für Landausflüge in Livorno.

Terrazza Mascagni

Die Terrazza Mascagni liegt direkt am Meer und bietet einen tollen Ausblick auf das Meer. Der große Platz hat einen schicken Boden mit einem Schachbrettmuster, das aus über 34.000 Fliesen in Schwarz und Weiß besteht. Das Geländer aus 4.100 Balustern umrahmt die Terrasse elegant. Es verleiht ihr ein charakteristisches Aussehen. Neben dem schönen Ausblick gibt es nahegelegene Cafés und Restaurants, die Gerichte aus der Region verkaufen. Daneben liegt das Aquarium Livorno, was gut zu einem Besuch der Promenade passt. Die Terrazza Mascagni ist ein Wahrzeichen und ein schönes Ziel für Landausflüge in Livorno.

Terrazza Mascagni
Terrazza Mascagni – Bild: Lucia Parrillo auf Pixabay

Strand von Calambrone

Calambrone liegt weniger als 10 km nördlich von Livorno und hat einen breiten Strand mit feinem, goldenem Sand. Das seichte Wasser eignet sich gut für Familien mit Kindern. Einige Bereiche sind frei zugänglich, während andere zu Strandbädern mit Liegestühlen und Sonnenschirmen gehören. Oft weht der Wind, was den Strand bei Surfern sowie Kitern beliebt macht. Es gibt auch Restaurants sowie Bars, die Snacks wie auch Getränke servieren. Calambrone ist also ein guter Ort, um einen ruhigen Tag am Meer zu verbringen.

Landausflüge in Pisa

Pisa ist eine hübsche kleine Stadt am Arno mit ca. 90.000 Einwohnern und ein Topziel für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust. Ziel der Besuchermassen ist fast ausschließlich die Piazza del Duomo (Domplatz), die im Volksmund Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) genannt wird. Normalerweise vermutet man den Domplatz im Zentrum der Altstadt. Das ist in Pisa anders. Hier ist der Domplatz eine Grünfläche am nordwestlichen Stadtrand und beherbergt den berühmten „Schiefen Turm von Pisa“. Von Livorno aus erreicht man Pisa auf eigene Faust mit dem Zug oder einem organisierten Bustransfer*. Vom Bahnhof Pisa Centrale kann man einen Bus (s. oben) zum Domplatz nehmen. Bei Left Luggage Pisa (leftluggagetuscany.com) gibt es auch Mietfahrräder.

Piazza del Duomo
Piazza del Duomo – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Sehenswürdigkeiten auf der Piazza del Duomo (Piazza dei Miracoli): 1-Baptisterium, 2-Dom, 3-Schiefer Turm, 4-Friedhof Camposanto Monumentale/ Die Bushaltestellen der Linie 1+ vom (zum) Bahnhof

Piazza dei Miracoli

Die mittelalterlichen Gebäude auf der Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder/Domplatz) gehören wohl zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten überhaupt. Da sind der Dom Santa Maria Assunta, dessen schiefer Campanile (der Schiefe Turm), das Baptisterium (Taufkirche) und der Friedhof Camposanto Monumentale. Das Ensemble gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und lockt jedes Jahr Millionen Besucher an. Weitere Informationen gibt es bei Turismo Pisa. Eintrittskarten für die berühmten Bauwerke kann man auf dieser Webseite oder vorab auch bei Tiqets* buchen.

Der Schiefe Turm von Pisa

Der freistehende Glockenturm (Campanile) des Doms ist sicher eines der bekanntesten Gebäude der Welt. Die Ironie des Schicksals hat es gewollt, dass Pisa seinen Weltruf einer bautechnischen Fehlberechnung verdankt. Schon während der Bauzeit merkte man, wie der Boden nachgab. Der Turm wurde deshalb in veränderter Form fertiggestellt. Die Glocken haben nie geläutet, um das Bauwerk durch die Schwingungen nicht zu gefährden. Der berühmte Galileo Galilei soll den Turm 250 Jahre später benutzt haben, um seine Theorie der Schwerkraft zu beweisen.

Piazza dei Miracoli in Pisa
Feld der Wunder in Pisa – Bild: MSC Cruises

Vor ca. 20 Jahren wurde der Schiefe Turm durch starke Stahlseile und Bleiplatten gesichert und dessen Neigung auf 4 Grad reduziert. Dadurch soll das Bauwerk für die nächsten ca. 300 Jahre gesichert sein. Wer möchte, kann den berühmten Turm besichtigen. Man geht über 251 Stufen durch ein enges Treppenhaus, was die Zahl der Besucher deutlich einschränkt. Wir würden Tickets vorab erwerben.

Der Dom von Pisa

Der Dom in Pisa, ein romanisches Bauwerk, besticht durch seine Fassade aus weißem Marmor. Sie scheint hell in der Sonne der Toskana. Im Inneren findet man ein Zusammenspiel goldener Mosaike sowie feiner Verzierungen. Die Apsis fesselt den Blick, während die Kanzel von Giovanni Pisano biblische Figuren zeigt. Das Bauwerk verbindet arabische, byzantinische sowie normannische Elemente. Als Symbol des früheren Reichtums Pisas steht der Dom im Zentrum der Piazza dei Miracoli – er lockt jedes Jahr viele Besucher an.

Das Baptisterium

Das runde Baptisterium von Pisa gilt als die größte Taufkapelle der Welt. Hier wurden die Menschen getauft, da diese vor der Taufe den Dom nicht betreten durften. Deshalb war ein zusätzlicher Bau notwendig. Das Baptisterium in Pisa ist mit einer Höhe von 54 Metern und einem Durchmesser von 107 Metern die größte Taufkirche der Christenheit. Im Inneren steht ein achteckiges Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert. Über Treppen kann man die Galerie erreichen und schöne Fotos vom benachbarten Dom machen.

Der Camposanto Monumentale

Die monumentale Friedhofsanlage bildet den nördlichen Abschluss der Piazza dei Miracoli. Im Vergleich zu den benachbarten Bauwerken wird der Camposanto weniger besucht, was eigentlich schade ist. Das rechteckige Bauwerk wirkt von außen recht schlicht. Im Inneren befindet sich eine Grünfläche, umgeben von einem langgestreckten Kreuzgang mit Rundbogenarkaden und einem hölzernen Dach. Begraben sind die Menschen nicht auf der Rasenfläche, sondern in spätantiken Sarkophagen aus Stein.

Landausflüge in Florenz

Die größte Stadt der Toskana steht in einer Reihe mit Rom und Venedig. Nur wenige Nationen, geschweige denn Städte, haben in verhältnismäßig kurzer Zeit derart viele Größen in Literatur, Kunst und Politik hervorgebracht wie Florenz. Zu den weltberühmten Namen zählen Dante, Giotto, Botticelli, Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Machiavelli. Das ist schon äußerst ungewöhnlich für eine Stadt, deren Blüte kaum drei Jahrhunderte währte. Überall gibt es Interessantes zu sehen: eine Nische mit verblasstem Heiligenbild, ein verwittertes Wappenschild, eine Gedenktafel oder jahrhundertealte Eisenringe zum Anbinden der Pferde und Halten der Fackeln.

Vom Hafen in Livorno erreicht man Florenz auf eigene Faust mit dem Zug oder einem günstigen Bustransfer*. Wer mit dem Zug aus Livorno kommt und am Hauptbahnhof Firenze S. M. Novella aussteigt, ist bereits mitten in der Stadt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind von hier aus gut zu Fuß erreichbar. Auch in Florenz gibt es einen Franchisenehmer der Hop-on Hop-off Touren von City Sightseeing mit zwei Routen. Eine davon startet neben dem Hauptbahnhof Stazione S. M. Novella. Wer möchte, kann das Ticket für die Stadtrundfahrt vorab hier* bestellen.

Florenz auf eigene Faust
Florenz auf eigene Faust – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Livorno nach Florenz: 1-Kathedrale Santa Maria del Fiore, 2-Mercato Centrale di Firenze, 3-Galleria dell’Accademia, 4-Palazzo Vecchio, 5-Uffizien, 6-Ponte Vecchio, 7-Basilica di Santa Croce, 8-Palazzo Pitti, 9-Giardino di Boboli

Kathedrale Santa Maria del Fiore

Die Kathedrale in Florenz, auch Dom Santa Maria del Fiore genannt, fällt im Stadtbild sofort auf. Sie entstand Ende des 13. Jahrhunderts und beeindruckt mit ihrer Größe. Ihre Fassade mit weißem, grünem sowie rosafarbenem Marmor ist ein Meisterwerk der florentinischen Gotik. Brunelleschis große Kuppel ist besonders bekannt. Sie gilt als architektonische Sensation der Renaissance. Wer zur Laterne hochsteigt, hat einen tollen Blick über Florenz. Im Inneren schauen sich Besucher Fresken, Skulpturen sowie das eindrucksvolle Chorgestühl an. Das Gotteshaus ist für jedermann frei zugänglich. Man betritt die Kathedrale durch die Portale an der herrlichen Marmorfassade. Mit Warteschlangen ist auch hier zu rechnen. Sonntags ist die Kathedrale geschlossen.

Man kann auf der englischsprachigen Webseite der Kathedrale aus drei zeitgebundenen Tickets wählen. Mit dem „Brunelleschi Pass“ für 30 Euro kann man alle Highlights des Doms besichtigen. Enthalten sind das Baptisterium, der Glockenturm, Brunelleschis Kuppel, das Museo dell’Opera del Duomo und die Reste der Kirche Santa Reparata (Vorgängerbau). Der „Giotto-Pass“ für 20 Euro beinhaltet alle Sehenswürdigkeiten außer der berühmten Kuppel. Nur 15 Euro kostet der „Ghiberti Pass“. Hiermit hat man Zugang zu allen Sehenswürdigkeiten außer der Kuppel und dem Glockenturm (Campanile). Der Dom selber ist kostenlos und in allen Ticketpaketen enthalten. Beim Kauf entscheidet man sich für ein Datum und ein Zeitfenster von 45 Minuten.

Landausflüge in Livorno nach Florenz
Blick über Florenz – Bild: Darrenquigley32 auf Pixabay

Ponte Vecchio

Der Ponte Vecchio ist die älteste Brücke über den Arno und zugleich wohl eine der berühmtesten Brücken überhaupt. Schon seit 1345 gibt es auf der Brücke viele Geschäfte. Früher waren es die Metzger, heute sind es Goldschmiede. Nur in der Mitte der Brücke kann man auf den Fluss Arno schauen. Über der Ladenzeile befindet sich ein überdachter Übergang, der Teil des sogenannten Vasarikorridors ist. Dieser verbindet den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti. Der Großherzog Cosimo I. de Medici konnte so sicher zwischen den Herrschaftssitzen pendeln. Der Ponte Vecchio ist häufig sehr voll, aber natürlich kostenlos.

Uffizien

Die Uffizien in Florenz sind sehr bedeutende Kunstmuseen. Das Gebäude war ein Bürokomplex für die Medici. Heute beherbergt es eine große Sammlung an Gemälden sowie Skulpturen. Darin sind Meisterwerke der italienischen Renaissance zu sehen – etwa Botticellis „Geburt der Venus“ oder Leonardos „Verkündigung“. Einen Überblick über die Kunst vom Mittelalter bis zum Barock bekommt man hier. Besucher sehen Werke von Michelangelo, Raffael, zusätzlich Caravaggio.

Die Galerie der Uffizien ist riesig und – wie sollte es anders sein – sehr gut besucht. Montags ist geschlossen. Mit einem Florenz Pass (s. oben) hat man bevorzugten und freien Eintritt. Ansonsten kann man die zeitgebundenen Eintrittskarten auf der Webseite des Museums für 29 Euro (im Winter 16 Euro) erwerben. Führungen und Ohne Anstehen-Tickets für die Galerie der Uffizien gibt es auch hier*.

Ponte Vecchio in Florenz
Ponte Vecchio in Florenz – Bild: Pixabay

Palazzo Vecchio

Der Palazzo Vecchio steht auf der Piazza della Signoria und war der Sitz des Stadtparlaments von Florenz. Mit dem markanten Arnolfo-Turm überblickt er die Stadt. Die Fassade aus grobem Stein zeigt Stärke sowie Macht. Im Inneren gibt es prunkvolle Säle mit Fresken ebenso wie Skulpturen. Diese erzählen Geschichten der Florentiner Republik ebenso wie der Herrschaft der Medici. Michelangelo und Leonardo da Vinci arbeiteten hier. Heutzutage dient der Palazzo Vecchio sowohl als Rathaus wie auch als Museum. Besucher können die prächtigen Räume erkunden, historische Kunstwerke bewundern und die reiche Geschichte dieses beeindruckenden Gebäudes erleben. Von dem Turm hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Tickets kann man vorab hier* erwerben.

Galleria dell’Accademia

Ein weiteres weltberühmtes Kunstmuseum ist die Galleria dell’Accademia, die als erste Akademie für Malerei in Europa gilt. In den Räumen der Accademia steht seit 1873 der berühmte David von Michelangelo. Viele Menschen kommen nur hierher, um die bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte zu sehen. Auch hier ist das Problem der Warteschlangen gravierend. Wer unbedingt einmal den berühmten David mit eigenen Augen sehen möchte und keinen Florenz Pass hat, sollte vorab ein Ticket erwerben. Über die Webseite des Museums kann man ein zeitgebundenes Ticket für 20 Euro erwerben. Führungen mit Ohne-Anstehen Ticket gibt es hier*.

Eine gute Kopie des David steht übrigens im Palazzo Vecchio. Das Rathaus war der ursprüngliche Standort des Kunstwerks, bis dieses im 19. Jahrhundert aus Sicherheitsgründen in die Galleria dell’Accademia gebracht wurde.

Basilica di Santa Croce di Firenze
Basilica di Santa Croce di Firenze – Bild: Guy Dugas auf Pixabay

Basilica di Santa Croce di Firenze

Die Basilica di Santa Croce ist eine bedeutende Franziskanerkirche. Sie befindet sich nahe der Piazza Santa Croce und ist ein beeindruckendes Beispiel florentinischer Gotik. Der Bau begann im 13. Jahrhundert und wurde im 15. Jahrhundert vollendet. Die Fassade stammt allerdings aus dem 19. Jahrhundert. Im Inneren befinden sich zahlreiche Grabmäler berühmter Persönlichkeiten. Darunter sind Michelangelo, Galileo Galilei, Niccolò Machiavelli und der Dichter Ugo Foscolo. Santa Croce ist auch für ihre Kunstwerke bekannt. Giotto schuf hier Fresken, und Donatello schuf ein beeindruckendes Tabernakel. Sie birgt also ein reiches kulturelles Erbe und ist eine beliebte Sehenswürdigkeit.

Palazzo Pitti

Der riesige Palazzo Pitti auf der südlichen Seite des Arno war seit 1549 Residenz der Medici und Großherzöge der Toskana. Der Palast enthält heute zahlreiche Museen und Galerien und zählt zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Livorno. Zu sehen sind zum Beispiel die Gemäldesammlung (Galleria Palatina) der Medici, die Galerie für moderne Kunst, ein Silbermuseum, eine Kostümgalerie, ein Kutschenmuseum und die herzoglichen bzw. später königlichen Gemächer.

Dazu gibt es am Pitti-Palast sehr schöne Parkanlagen. Die Giardini di Boboli erstrecken sich über ca. 32.000 Quadratmeter und beherbergen ein Porzellanmuseum. Die Gärten bieten spektakuläre Aussichtspunkte auf Florenz. Der Besuch des berühmten Giardino di Boboli muss extra bezahlt werden. Dies ist eine Sehenswürdigkeit, wo man die Eintrittskarte auch noch spontan vor Ort kaufen könnte. Es gibt auch Kombitickets.

Landausflüge in Livorno nach Luca
Luca auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Sehenswürdigkeiten in Lucca: 1-Piazza dell’Anfiteatro, 2-Kirche San Michele in Foro, 3-Duomo di San Martino, 4-Torre Guinigi, 5-Casa di Puccini, 6-Porta San Pietro

Landausflüge in Lucca

Lucca war im 13. und 14. Jahrhundert noch mächtiger und ruhmreicher als Florenz und Pisa. Hinter ihren 4 Kilometer langen Stadtmauern kann man heute zahlreiche Marmorkirchen und Paläste bewundern. Der Marmor aus dem nahen Steinbruch von Carrara ermöglichte einen einzigartigen Baustil; Romanische Architektur mit zierlichen Loggias und feinen Skulpturen. Es gibt viel zu sehen und zu besichtigen. Lucca ist ein Topziel für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust. Die Stadt ist gut mit der Bahn erreichbar. Der Bahnhof liegt direkt neben der berühmten Altstadt.

Beginnen könnte man den Besuch bei der Kathedrale San Martino, die später mit weißem und schwarzem Marmor erweitert wurde. Das Zedern-Kruzifix im Dom soll Nicodemus geschaffen haben, kurz bevor Christus zu Grabe getragen wurde. Neben dem erzbischöflichen Palast hinter dem Dom steht die Kapelle der Santa Maria della Rosa, ein Prunkstück gotisch-romanischer Baukunst.

Blick auf Lucca
Blick auf Lucca – Bild: Silke auf Pixabay

Die Piazza Napoleone, Luccas größter Platz, wird ganz vom Palazzo della Prefettura beherrscht, in dem früher die Großherzöge der Toskana residierten. Geht man von der Piazza Napoleone ca. 200 Meter in nördlicher Richtung, gelangt man zur Kirche San Michele in Foro. Diese steht auf dem ehemaligen römischen Forum und wird von einer Statue des Erzengels Michael gekrönt. Die Bögen der zierlichen Loggia über dem Eingang sind ein Musterbeispiel toskanischer Architektur.

Auf der Einkaufsstraße Via Fillungo geht man vorbei an Juwelier- und Antiquitätengeschäften zur ovalen Piazza dell‘ Anfiteatro, die einst ein römisches Amphitheater war. Hier sollte man auch der nahegelegenen Basilika San Frediano einen Besuch abstatten. In diesem eher schmucklosen Gebäude ruht Santa Zita, die Schutzpatronin der Hausfrauen. Als würdigen Abschluss eines Lucca-Besuchs könnte man noch von den gut erhaltenen Stadtmauern aus die Aussicht auf die vielen Kirchen, Paläste und Glockentürme genießen.

Winzerdorf Bolgheri

Bolgheri, ein nettes Weindorf in der toskanischen Maremma, hat einen weltweiten Ruf für seine Rotweine. Die bekannte Zypressenallee führt direkt in den Ort. Dort stehen historische Gebäude, kleine Läden und freundliche Restaurants nebeneinander. Das milde Klima sowie der kalkhaltige Boden sind ideal für den Weinbau. Die Weine, oft „Super Tuscans“ genannt, sind kräftig, komplex oder genießen internationales Ansehen. In Bolgheri gibt es Weinproben, kulinarische Angebote – und man erlebt die toskanische Landschaft. Es ist ein Ort für Menschen, die gerne genießen.

Winzerdorf Bolgheri
Winzerdorf Bolgheri – Bild: Maksrossi auf Pixabay

Die Strände von Viareggio

Viareggio lockt mit breiten Sandstränden und feinem, goldenem Sand. Die Küste geht kilometerweit und bietet viel Platz zum Sonnen oder Entspannen. Viele Badeanstalten stehen am Strand. Bunte Sonnenschirme sowie Liegestühle formen das Bild. Gaststätten sowie Cafés laden ein, gut zu essen. Das Meer ist sauber und fällt flach ab, also gut für Familien mit Kindern. Für Spaziergänge bietet sich die Strandpromenade an. Viareggio ist ein Ort, an dem viele Leute einen schönen Badeurlaub verbringen. Ein schönes Strandziel für Landausflüge in Livorno auf eigene Faust.

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