Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Valletta auf eigene Faust zusammengestellt. Die Hauptstadt Maltas liegt auf einer Halbinsel zwischen dem Grand Harbour und dem Marsamxett Harbour. Kreuzfahrtschiffe machen im Grand Harbour unterhalb der historischen Altstadt fest. Mit dem Barrakka Lift erreicht man das Zentrum bequem zu Fuß. Valletta wurde im 16. Jahrhundert von den Rittern des Johanniterordens gegründet und zu einer stark befestigten Stadt ausgebaut. Die historische Altstadt gehört seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe und bietet auf kleinem Raum zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Auch viele Ziele im übrigen Malta sind vom Kreuzfahrthafen aus gut erreichbar. Weitere Informationen findet man auf der Webseite von Visit Malta. Bei Heritage Malta gibt es Informationen und Tickets für viele Sehenswürdigkeiten. Letzte Aktualisierung: September 2026
Kurz & knapp für Kreuzfahrer
Wer Valletta auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.
📍 Liegeplatz: Meistens Pinto Wharves an der Valletta Waterfront im Grand Harbour
🚶♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: ca. 500 Meter bis zum Barrakka Lift
✨ Top-Highlights in Valletta: St. John’s Co-Cathedral, Upper Barrakka Gardens, Großmeisterpalast, Republic Street und Fort St. Elmo
🏛️ Beliebte Ziele auf Malta: Mdina, Mosta, Three Cities, Marsaxlokk und Blaue Grotte
🏖️ Strände: Golden Bay, Għajn Tuffieħa (Riviera Bay) und Mellieħa Bay im Norden
🚌 Fortbewegung: Zu Fuß, Linienbusse, Taxi, Bolt, Uber, Fähren & Wassertaxis
💶 Gut zu wissen: Malta gehört zur EU – bezahlt wird mit dem Euro und EU-Roaming gilt ebenfalls
👉 Unsere Einschätzung: Valletta gehört für uns zu den unkomplizierten Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer. Wer zum ersten Mal hier ist, kann die Altstadt sehr gut auf eigene Faust erkunden. Durch den Barrakka Lift ist auch der Höhenunterschied zwischen Kreuzfahrthafen und Altstadt kein großes Problem. Wer Valletta bereits kennt, findet mit Mdina, den Three Cities, Marsaxlokk oder der Blauen Grotte zahlreiche Ziele für einen individuellen Landausflug.
Kreuzfahrthafen Valletta
Kreuzfahrtschiffe laufen in den Grand Harbour ein und machen meistens an den Pinto Wharves im Bereich der Valletta Waterfront fest. Die wichtigsten Liegeplätze für große Kreuzfahrtschiffe sind Quays 1–2 und Quays 4–5. Kleinere Schiffe können auch Quay 3 und Wine Wharf nutzen. Wenn mehrere Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig in Valletta liegen, kommen zusätzlich Deep Water Quay, Lab Wharf und Boiler Wharf als Ausweichliegeplätze infrage. Weitere Informationen und einen aktuellen Cruise Schedule findet man auf der Webseite des Valletta Cruise Ports. Eine Karte der Liegeplätze gibt es weiter unten.
Die Ausweichliegeplätze liegen nicht alle direkt an der Valletta Waterfront. Insbesondere der Boiler Wharf befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Grand Harbours bei Senglea. Je nach Liegeplatz und Reederei können Shuttleverbindungen angeboten werden. Darauf sollte man sich bei der Planung aber nicht verlassen. Vom Bereich Senglea/Three Cities gibt es außerdem Fährverbindungen und die traditionellen Dgħajsa-Wassertaxis über den Grand Harbour. Die genaue Liegeplatzzuweisung kann sich auch kurzfristig ändern.
Das Kreuzfahrtterminal befindet sich an der Valletta Waterfront. Die historische Anlage besteht aus 19 Lagerhallen aus dem 18. Jahrhundert, die aufwendig restauriert wurden. Die Gebäude mit ihren barocken Fassaden beherbergen heute Restaurants und Geschäfte. Für Landausflügler gibt es an der Valletta Waterfront unter anderem Taxis und Angebote für Stadtrundfahrten. Besonders praktisch ist der etwa 500 Meter entfernte Barrakka Lift, mit dem man den Höhenunterschied zur Altstadt bequem überwindet.
Landausflüge auf Malta buchen
Für den Tag in Valletta auf Malta werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Valletta findet man bei GetYourGuide*.
Mobil in Valletta (Malta) auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Valletta (Malta) auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Valletta (Malta). Berechnet haben wir die Entfernungen ab/bis Valletta Waterfront:
- St. John’s Co-Cathedral in der Altstadt von Valletta: 1 km (über den Barrakka Lift)
- Mosta Rotunde: 9,7 km
- Marsaxlokk: 10 km
- Mdina: 12,2 km
- Blaue Grotte: 12,6 km
- St. Peter’s Pool: 12,6 km
- Dingli Cliffs: 14,6 km
- Golden Bay: 20,8 km
- Popeye Village: 23,9 km
Karte des Kreuzfahrthafens von Valletta: 1. Wine Wharf Quay (kleine Kreuzfahrtschiffe bis 153 Meter), 2. Quay 1-2 (Hauptliegeplatz an der Valletta Waterfront für Kreuzfahrtschiffe bis 307 Meter), 3. Quay 3 (Kleine Kreuzfahrtschiffe bis 230 Meter), 4. Quay 4-5 (Hauptliegeplatz für große Kreuzfahrtschiffe bis 352 Meter), 5. Deep Water Quay (Ausweichliegeplatz für Kreuzfahrtschiffe bis 333 Meter), 6. Lab Wharf Quay (Ausweichliegeplatz für Kreuzfahrtschiffe bis 360 Meter), 7. Boiler Wharf Quay (Ausweichliegeplatz für Kreuzfahrtschiffe bis 294 Meter), 8. Barrakka Lift, 9. Lascaris Water Taxi Station, 10. Busbahnhof
Zu Fuß unterwegs
Valletta kann man sehr gut zu Fuß erkunden. Von der Valletta Waterfront läuft man etwa 500 Meter bis zum Barrakka Lift. Der Aufzug überwindet den Höhenunterschied zwischen dem Grand Harbour und den Upper Barrakka Gardens in nur etwa 23 Sekunden. Eine Hin- und Rückfahrt am selben Tag kostet 1 Euro. Wer möchte, kann den Höhenunterschied natürlich auch zu Fuß überwinden. Für Kreuzfahrer ist der Barrakka Lift aber die bequemste und schnellste Verbindung vom Hafen in die Altstadt.

Oben angekommen, kann man praktisch alle Sehenswürdigkeiten Vallettas auf eigene Faust zu Fuß erreichen. Die Entfernungen sind überschaubar. Von den Upper Barrakka Gardens geht man zum Beispiel nur ca. 400 Meter bis zur St. John’s Co-Cathedral und 1,2 km bis zum Fort St. Elmo am Ende der Halbinsel.
Öffentliche Busse
Die öffentlichen Busse von Malta Public Transport sind ein gutes Verkehrsmittel für Landausflüge auf eigene Faust. Vom Busbahnhof in Valletta erreicht man unter anderem Mdina, Mosta, Marsaxlokk, die Blaue Grotte und viele Strände der Insel. Fahrpläne findet man an den Haltestellen, in der Tallinja-App oder auf der Webseite von Malta Public Transport.
Ein Einzelticket kostet im Sommer 2,50 Euro und im Winter 2 Euro. Das Ticket ist zwei Stunden gültig, sodass man innerhalb dieser Zeit kostenlos umsteigen kann. Bezahlt wird direkt beim Fahrer – bar (möglichst passend) oder kontaktlos mit Kreditkarte, Smartphone oder Smartwatch. Für zwei oder mehr Personen kann die 12 Single Day Journeys Card interessant sein. Sie kostet 19 Euro, enthält zwölf Fahrten und kann von mehreren Kreuzfahrern gemeinsam genutzt werden.
Der zentrale Valletta Bus Terminal liegt etwa 1,5 km von der Valletta Waterfront entfernt. Wer den Fußweg sparen möchte, kann vom Kreuzfahrthafen die Buslinie 130 bis zum Busbahnhof nutzen. Die Haltestellen „Waterfront“ und „Kurċifiss“ liegen in der Nähe der Hauptliegeplätze. Vom Busbahnhof gelangt man durch das City Gate direkt in die Altstadt.
Stadtrundfahrten
Auf Malta gibt es zwei Anbieter von Hop-on-Hop-off-Bussen. Sowohl die bekannten roten Busse von City Sightseeing Malta als auch die Busse der lokalen Firma Malta Sightseeing fahren mit offenen Doppeldeckerbussen und bieten eine Nord- und eine Südroute an. Die Busse sind eine bequeme Möglichkeit, mehrere weiter entfernte Ziele auf Malta miteinander zu verbinden. Die Nordrouten führen unter anderem nach Mosta und Mdina sowie in Richtung Golden Bay und Nordküste. Auf den Südrouten erreicht man Ziele wie die Three Cities, Marsaxlokk, die Blaue Grotte und die Tempelanlagen von Ħaġar Qim und Mnajdra. Beide Anbieter haben Haltestellen im Bereich der Valletta Waterfront. Tickets kauft man vor Ort oder vorab hier*.
Für Kreuzfahrer haben die Hop-on-Hop-off-Busse allerdings einige Nachteile. Eine komplette Runde dauert etwa drei Stunden und der dichte Verkehr auf Malta kann zusätzlich für Verspätungen sorgen. An Tagen mit mehreren Kreuzfahrtschiffen können die Busse zudem sehr voll werden. Wer unterwegs aussteigt, muss deshalb damit rechnen, dass im nächsten Bus nicht sofort wieder ein Platz frei ist. Wir würden mit Blick auf die Abfahrtszeit des Kreuzfahrtschiffs ausreichend Zeitreserve einplanen und nicht zu viele Stopps miteinander kombinieren.
Wer möchte, kann vor der St. John’s Co-Cathedral eine Bimmelbahn nehmen. Diese Malta Fun Trains (maltafuntrains.com) starten zu jeder vollen und halben Stunde und kosten 7 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Die Rundfahrt durch die Altstadt von Valletta dauert eine halbe Stunde. Ein Aus- und Wiedereinsteigen unterwegs ist nicht möglich.
Taxis, Uber & Co.
Die klassischen Taxis auf Malta sind weiß und stehen auch an der Valletta Waterfront bereit. Direkt am Kreuzfahrthafen gibt es einen Taxistand, an dem man Fahrten und individuelle Inselrundfahrten vereinbaren kann. Bei Rundfahrten sollte man Preis, Dauer und gewünschte Ziele vor der Abfahrt festlegen.
Sehr praktisch sind auf Malta auch Fahrdienste wie Bolt, Uber und eCabs. Die Fahrt wird über die jeweilige App bestellt und der Preis wird vor der Buchung angezeigt. Dadurch eignen sich die Fahrdienste besonders gut für individuelle Landausflüge zu weiter entfernten Zielen wie Mdina, Marsaxlokk oder der Blauen Grotte. Bei Bolt und Uber kann man außerdem größere Fahrzeuge für Gruppen bestellen.
Wer mehrere Ziele auf Malta miteinander verbinden möchte, kann mit einem Taxi oder Fahrdienst auch eine individuelle Rundfahrt planen. Wegen des teilweise dichten Verkehrs auf Malta würden wir für die Rückfahrt zum Kreuzfahrtschiff ausreichend Zeit einplanen.
Mietwagen
Wer Malta auf eigene Faust mit einem Mietwagen erkunden möchte, findet direkt an der Valletta Waterfront eine interessante Möglichkeit. Smarter Car Rentals vermietet hier zweisitzige elektrische Renault Twizy. Die kleinen Fahrzeuge eignen sich gut für individuelle Rundfahrten auf der Insel und lassen sich wegen ihrer Größe relativ einfach parken. Leider muss man sich erst an den Linksverkehr gewöhnen.
Für Kreuzfahrer ist besonders praktisch, dass die Twizys am Hafen auch stundenweise gemietet werden können. Eine Stunde kostet 25 Euro, zwei Stunden 45 Euro, drei Stunden 70 Euro und vier Stunden 80 Euro. Für einen ganzen Tag werden 100 Euro berechnet. Die Reichweite beträgt bis zu etwa 80 km. Eine Reservierung vor der Kreuzfahrt ist möglich und insbesondere an Tagen mit mehreren Kreuzfahrtschiffen sinnvoll.
Smarter Car Rentals vermietet an der Valletta Waterfront außerdem elektrische SmarterScoots. Die zweisitzigen E-Scooter kosten ab 10 Euro pro Person und Stunde. Auch E-Bikes werden an der Valletta Waterfront angeboten.
Fähren und Wassertaxis
Vom Lascaris Wharf unterhalb der Upper Barrakka Gardens fährt eine reguläre Fähre über den Grand Harbour zu den Three Cities. Die Fähre legt in Cospicua (Bormla) an und verkehrt tagsüber etwa alle 30 Minuten. Die Überfahrt dauert nur ungefähr fünf Minuten. Eine einfache Fahrt kostet derzeit 3 Euro, Hin- und Rückfahrt 5 Euro. Mit einem gültigen Fährticket kann man am selben Tag den Barrakka Lift kostenlos nutzen. Das ist für Kreuzfahrer besonders praktisch, wenn man Valletta und die Three Cities miteinander verbinden möchte.
Eine schöne Alternative sind die traditionellen maltesischen Dgħajsa-Wassertaxis. Die kleinen Holzboote verkehren zwischen Valletta und den Three Cities und starten in der Nähe des Barrakka Lifts. Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten und kostet derzeit etwa 3 Euro pro Person und Strecke. Bezahlt wird in der Regel bar. Die Dgħajsas fahren nach Bedarf und können auch für kleine Rundfahrten durch den Grand Harbour genutzt werden.
Auf der anderen Seite Vallettas gibt es außerdem eine regelmäßige Fährverbindung über den Marsamxett Harbour nach Sliema. Die Fähre startet am Anleger Marsamxett unterhalb der Altstadt und benötigt ebenfalls nur wenige Minuten für die Überfahrt.
Pferdekutschen
Die traditionellen maltesischen Pferdekutschen werden Karozzini genannt und gehören seit dem 19. Jahrhundert zum Straßenbild Maltas. Auch in Valletta stehen die Kutschen an ausgewiesenen Kutschenständen und können für Rundfahrten gemietet werden. Eine einzelne Fahrt darf höchstens 45 Minuten dauern.
Für eine Rundfahrt sollte man derzeit mit etwa 45 bis 60 Euro pro Kutsche rechnen. Die Preise können variieren und werden häufig vor Ort vereinbart. Deshalb sollte man vor der Abfahrt den Gesamtpreis für die Kutsche, die Dauer und die geplante Strecke eindeutig absprechen.
Seit August 2026 gilt eine neue Hitzeschutzregel: Gibt der maltesische Wetterdienst eine offizielle „Red Alert – Extreme Heat“-Warnung heraus, dürfen die Pferdekutschen während dieser Zeit nicht fahren. Bitte achten Sie im Sinne der Tiere darauf, dass das Pferd einen gesunden Eindruck macht.
Highlights für Landausflüge in Valletta auf eigene Faust
Wer Valletta auf eigene Faust entdecken möchte, findet viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf engem Raum. Die historische Altstadt gehört seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe und kann vom Kreuzfahrthafen bequem zu Fuß erreicht werden. Wer zum ersten Mal hier ist, kann deshalb sehr gut einen Stadtbummel durch Valletta planen. Bei längeren Liegezeiten kommen aber auch viele Ziele im übrigen Malta für einen individuellen Landausflug infrage. Die Insel ist nicht sehr groß und die Entfernungen sind überschaubar.
Orientierung für Kreuzfahrer
Valletta gehört zu den Kreuzfahrthäfen, bei denen man sehr unterschiedliche Möglichkeiten für den Tag an Land hat. Wer zum ersten Mal hier ist, sollte sich unserer Meinung nach ausreichend Zeit für die Hauptstadt nehmen. Wer Valletta bereits kennt oder einen langen Aufenthalt im Hafen hat, kann dagegen auch Ziele im übrigen Malta gut auf eigene Faust erreichen.
⭐ Erstbesucher: Ein Stadtbummel durch Valletta ist unsere erste Wahl. Upper Barrakka Gardens, St. John’s Co-Cathedral, Großmeisterpalast und Republic Street lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden. Wer noch Zeit hat, kann anschließend mit der Fähre oder einem Dgħajsa-Wassertaxi zu den Three Cities fahren.
🏛️ Kultur & Geschichte: Mdina ist eines der schönsten Ziele im Inselinneren und lässt sich gut mit der Rotunde von Mosta verbinden. Wer sich für die Vorgeschichte Maltas interessiert, findet mit den Tempelanlagen und dem Hypogäum weitere außergewöhnliche Ziele.
🌊 Südküste: Die Blaue Grotte und das Fischerdorf Marsaxlokk lassen sich gut miteinander kombinieren. Für diese Tour würden wir wegen der begrenzten Zeit im Hafen eher ein Taxi, einen Fahrdienst oder einen organisierten Landausflug wählen.
🏖️ Strand: Für einen reinen Strandtag kommen vor allem Golden Bay, Għajn Tuffieħa und Mellieħa Bay infrage. Die schönen Sandstrände liegen allerdings relativ weit vom Kreuzfahrthafen entfernt.
🚕 Inselrundfahrt: Wer an einem Tag mehrere weiter auseinanderliegende Ziele sehen möchte, ist mit einem Taxi, Fahrdienst oder Mietfahrzeug flexibler als mit öffentlichen Bussen. Wegen des teilweise dichten Verkehrs sollte man für die Rückfahrt zum Kreuzfahrtschiff ausreichend Zeitreserve einplanen.
Stadtbummel in Valletta
Valletta lässt sich sehr gut bei einem Stadtbummel auf eigene Faust erkunden. Vom Kreuzfahrthafen laufen wir zunächst zum Barrakka Lift und fahren hinauf zu den Upper Barrakka Gardens. Von hier führt unsere Route durch die historische Altstadt mit der St. John’s Co-Cathedral, dem Großmeisterpalast und der Karmelitenkirche bis zum Fort St. Elmo an der Spitze der Halbinsel. Auf dem Rückweg laufen wir auf der Seite des Grand Harbour über das Siege Bell War Memorial und die Lower Barrakka Gardens zurück zu den Upper Barrakka Gardens. Für den Stadtbummel sollte man je nach Zahl und Dauer der Besichtigungen etwa einen halben Tag einplanen.
Karte für einen Stadtbummel in Valletta: 1. Barrakka Lift, 2. Upper Barrakka Gardens, 3. Republic Street, 4. Archäologisches Nationalmuseum, 4. St. John’s Co-Cathedral, 5. Großmeisterpalast, 6. Karmelitenkirche, 7. Casa Rocca Piccola, 8. Fort St. Elmo, 9. The Malta Experience, 10. Siege Bell War Memorial, 11. Lower Barrakka Gardens
Upper Barrakka Gardens
Wenn man aus dem Barrakka Lift heraustritt, befindet man sich praktisch schon in den Upper Barrakka Gardens. Die öffentliche Parkanlage liegt auf den mächtigen Befestigungsanlagen Vallettas und bietet einen schönen Blick über den Grand Harbour, die Three Cities und die Kreuzfahrtschiffe. Für uns ist das der ideale Ausgangspunkt für einen Stadtbummel durch Valletta auf eigene Faust.
Direkt unterhalb der Gärten befindet sich die Saluting Battery. Von Montag bis Samstag werden hier um 12 Uhr und um 16 Uhr Kanonen abgefeuert. Wer die Zeremonie aus der Nähe erleben möchte, kann die Batterie besichtigen. Der Eintritt kostet 3 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Kinder.
Noch tiefer unter den Befestigungsanlagen befinden sich die Lascaris War Rooms. Die ehemalige unterirdische Kommandozentrale spielte während des Zweiten Weltkriegs eine wichtige Rolle und kann heute als Museum besichtigt werden. Erwachsene zahlen 20 Euro Eintritt. Für einen normalen Stadtbummel würden wir die War Rooms eher als zusätzliche Besichtigung für Geschichtsinteressierte einplanen.
Republic Street
Von den Upper Barrakka Gardens laufen wir gut 200 Meter zur Republic Street. Die wichtigste Straße Vallettas durchquert die Altstadt vom City Gate bis in Richtung Fort St. Elmo und ist über weite Strecken Fußgängerzone. Für unseren Stadtbummel dient sie als Orientierung, denn viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegen direkt an der Republic Street oder nur wenige Schritte davon entfernt.
Wir folgen der Straße zunächst in Richtung St.-Georg-Platz. Unterwegs kommen wir am Archäologischen Nationalmuseum und an der St. John’s Co-Cathedral vorbei. Am St.-Georg-Platz befindet sich der Großmeisterpalast. Später setzen wir unseren Stadtbummel über die Karmelitenkirche und die Casa Rocca Piccola in Richtung Fort St. Elmo fort.
Archäologisches Nationalmuseum
Nach wenigen Minuten auf der Republic Street erreichen wir das Archäologische Nationalmuseum. Es befindet sich in der Auberge de Provence, einem ehemaligen Ordenshaus der Johanniter, und zeigt die frühe Geschichte Maltas von der Jungsteinzeit bis zur phönizischen Epoche. Zu den bekanntesten Ausstellungsstücken gehören die „Sleeping Lady“ aus dem Hypogäum von Ħal Saflieni und die „Venus von Malta“ aus Ħaġar Qim. Daneben sieht man Werkzeuge, Gefäße, Figuren und weitere Funde aus den vorgeschichtlichen Tempelanlagen Maltas. Der Eintritt kostet 5 Euro.
Für unseren Stadtbummel ist das Museum eine optionale Besichtigung. Wer sich für die vorgeschichtliche Geschichte Maltas interessiert oder später eine der Tempelanlagen besuchen möchte, findet hier einen guten Einstieg. Wer nur einen halben Tag für Valletta zur Verfügung hat, kann das Museum auch auslassen und direkt zur nahe gelegenen St. John’s Co-Cathedral weitergehen.

St. John’s Co-Cathedral
Vom Archäologischen Nationalmuseum laufen wir nur etwa 130 Meter zur St. John’s Co-Cathedral. Die im 16. Jahrhundert für den Johanniterorden errichtete Kirche wirkt von außen eher schlicht. Im Inneren erwartet Besucher dagegen eine ausgesprochen prunkvolle Ausstattung mit vergoldeten Wänden, Seitenkapellen und einem kunstvoll gestalteten Marmorboden.
Unter den reich verzierten Marmorplatten liegen zahlreiche Ritter des Johanniterordens begraben. Zu den bedeutendsten Kunstwerken der Kathedrale gehört Caravaggios „Enthauptung Johannes des Täufers“. Das monumentale Gemälde ist das größte Werk des Künstlers und das einzige, das er signiert hat.
Für uns gehört die St. John’s Co-Cathedral zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten für einen Landausflug in Valletta. Erwachsene zahlen derzeit 17 Euro Eintritt. Ein Audioguide ist im Preis enthalten. Da die Kathedrale stark besucht wird, würden wir das Ticket mit einem festen Zeitfenster nach Möglichkeit vorab online buchen. Sonntags und an Feiertagen ist die Kathedrale für Besichtigungen geschlossen.

Großmeisterpalast
Von der St. John’s Co-Cathedral laufen wir etwa 170 Meter bis zum St.-Georg-Platz mit dem Grand Master’s Palace. Der im 16. Jahrhundert errichtete Großmeisterpalast war über Jahrhunderte das politische Zentrum Maltas und diente zunächst den Großmeistern des Johanniterordens als Residenz. Heute ist der Palast Sitz des maltesischen Präsidenten.
Nach einer umfangreichen Restaurierung ist ein großer Teil des Palastes für Besucher zugänglich. Zu sehen sind unter anderem die prunkvollen Staatsräume, die Gänge des Piano Nobile und die wiederentdeckte Uccelliera. Sehenswert ist auch die Palace Armoury mit historischen Rüstungen und Waffen des Johanniterordens. Der Eintritt kostet 12 Euro für Erwachsene.
Für unseren Stadtbummel ist der Großmeisterpalast eine interessante, aber zeitaufwendigere Innenbesichtigung. Wer bereits die St. John’s Co-Cathedral ausführlich besichtigt hat, muss deshalb etwas auf die Zeit achten. Da der Palast weiterhin für staatliche Zwecke genutzt wird, können einzelne Räume kurzfristig geschlossen sein. Der Thronsaal ist derzeit bis auf Weiteres nicht zugänglich.
Karmelitenkirche
Vom St.-Georg-Platz am Großmeisterpalast machen wir einen kurzen Abstecher zur Karmelitenkirche. Die Basilica of Our Lady of Mount Carmel liegt nur etwa 240 Meter vom Großmeisterpalast entfernt. Ihre 42 Meter hohe ovale Kuppel prägt die Silhouette Vallettas und ist besonders von der Seite des Marsamxett Harbour gut zu erkennen. Die heutige Kirche entstand nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und wurde 1981 fertiggestellt. Im Inneren fallen vor allem die mächtige Kuppel und die roten Marmorsäulen auf. Der Eintritt ist frei. Da die Besichtigung nicht viel Zeit benötigt, lässt sich die Karmelitenkirche gut in unseren Stadtbummel einbauen.
Casa Rocca Piccola
Von der Karmelitenkirche laufen wir nur wenige Minuten zur Casa Rocca Piccola an der Republic Street. Der mehr als 400 Jahre alte Stadtpalast wird bis heute von der maltesischen Adelsfamilie de Piro bewohnt. Bei einer Besichtigung sieht man historische Wohnräume und unterirdische Luftschutzräume aus dem Zweiten Weltkrieg. Erwachsene zahlen 13 Euro Eintritt. Geführte Touren auf Englisch starten stündlich, alternativ gibt es Audiotouren auf Deutsch. Für unseren Stadtbummel ist die Casa Rocca Piccola eine interessante Alternative zum Großmeisterpalast, wenn man einen noch bewohnten historischen Stadtpalast kennenlernen möchte.
Fort St. Elmo
Wir folgen der Republic Street weiter bis zum Fort St. Elmo an der Spitze der Halbinsel. Die Festung bewacht die Einfahrten zum Grand Harbour und zum Marsamxett Harbour und spielte insbesondere während der Großen Belagerung von 1565 eine wichtige Rolle.
Heute befindet sich im Fort das National War Museum, das die Militärgeschichte Maltas von der Bronzezeit bis in die jüngere Vergangenheit zeigt. Der Eintritt für Fort und Museum kostet 10 Euro. Für die Besichtigung sollte man mindestens 1,5 Stunden einplanen. Bei einem Stadtbummel durch Valletta würden wir das Museum deshalb nur besuchen, wenn ausreichend Zeit vorhanden ist.
The Malta Experience
In der Nähe von Fort St. Elmo befindet sich The Malta Experience. Die etwa 45-minütige Multivisionsshow erzählt die Geschichte Maltas von der Frühzeit bis in die Gegenwart. Zum Besuch gehört auch die Sacra Infermeria, das ehemalige Krankenhaus des Johanniterordens. Für unseren Stadtbummel in Valletta auf eigene Faust ist The Malta Experience eine optionale Besichtigung. Wer Valletta zum ersten Mal besucht, würde die verfügbare Zeit unserer Meinung nach eher für die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten nutzen. Bei einem längeren Aufenthalt kann die Show aber eine interessante Ergänzung sein.
Rückkehr zum Kreuzfahrtschiff
Vom Fort St. Elmo laufen wir auf der Seite des Grand Harbour zurück in Richtung Kreuzfahrthafen. Unterwegs kommen wir am Siege Bell War Memorial vorbei und erreichen wenig später die Lower Barrakka Gardens. Von der kleinen Parkanlage hat man noch einmal einen schönen Blick über den Grand Harbour und die Three Cities.
Anschließend geht es entlang der Befestigungsanlagen zurück zu den Upper Barrakka Gardens. Mit dem Barrakka Lift fahren wir hinunter zur Valletta Waterfront und laufen zurück zum Kreuzfahrtschiff. Damit endet unser Stadtbummel durch Valletta auf eigene Faust.
Landausflüge auf Malta
Auch außerhalb von Valletta bietet Malta viele interessante Ziele für einen Landausflug auf eigene Faust. Die Insel ist relativ klein, sodass man während eines längeren Hafenaufenthalts auch weiter entfernte Sehenswürdigkeiten gut erreichen kann. Allerdings sollte man die Fahrzeiten nicht unterschätzen, da der Verkehr rund um Valletta und in den touristischen Regionen teilweise dicht sein kann.
Zu den beliebtesten Zielen gehören die ehemalige Hauptstadt Mdina, die Rotunde von Mosta und die Three Cities auf der gegenüberliegenden Seite des Grand Harbour. An der Südküste kann man die Blaue Grotte mit dem Fischerdorf Marsaxlokk verbinden. Geschichtsinteressierte finden mit den vorgeschichtlichen Tempelanlagen und dem Hypogäum außergewöhnliche Ausflugsziele. Für Landschaft und Meer bieten sich die Dingli Cliffs sowie die Strände im Norden und Westen Maltas an. Wer mehrere Ziele an einem Tag miteinander verbinden möchte, ist mit einem Taxi, einem Mietfahrzeug oder einem organisierten Landausflug meist flexibler als mit öffentlichen Bussen.

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Malta: 1. Valletta, 2. Three Cities, 3. Mdina, 4. Blaue Grotte, 5. Rotunde von Mosta, 6. Marsaxlokk, 7. Popeye Village, 8. Dingli-Cliffs, 9. Ħaġar Qim
Die bekanntesten Strände auf Malta haben wir blau markiert: 1. Golden Bay, 2. Mellieħa Bay, 3. St. Peter’s Pool
Mdina
Mdina liegt etwa 12,2 km westlich von Valletta und gehört für uns zu den schönsten Landausflugszielen auf Malta. Die ehemalige Hauptstadt wird wegen ihrer ruhigen, engen Gassen auch „Silent City“ genannt. Durch das monumentale Stadttor gelangt man in die weitgehend autofreie Altstadt mit ihren hellen Kalksteinhäusern, kleinen Plätzen, Kirchen und Adelspalästen.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört die barocke St. Paul’s Cathedral an der zentralen Pjazza San Pawl. Sehenswert sind außerdem der Vilhena Palace direkt hinter dem Stadttor und der Palazzo Falson, eines der ältesten Gebäude der Stadt. Wir würden uns aber auch etwas Zeit nehmen, einfach durch die schmalen Gassen zu bummeln. Am Bastion Square erreicht man die mächtigen Stadtmauern und hat einen weiten Blick über große Teile Maltas.
Von Valletta erreicht man Mdina auf eigene Faust mit mehreren öffentlichen Buslinien. Die Busse halten in Rabat unmittelbar vor den Toren der Altstadt. Wer mehr von Malta sehen möchte, kann Mdina sehr gut mit der benachbarten Stadt Rabat und der Rotunde von Mosta verbinden.
Megalithische Tempel und Hypogäum
Malta ist für seine mehr als 5.000 Jahre alten Megalithtempel bekannt. Besonders sehenswert sind Ħaġar Qim und Mnajdra an der Südküste. Beide Tempelanlagen liegen nur wenige hundert Meter voneinander entfernt und können gemeinsam besichtigt werden. Der Eintritt in den archäologischen Park kostet 10 Euro für Erwachsene.
Ein außergewöhnliches Ziel ist das Hypogäum von Ħal Saflieni in Paola. Die unterirdische Anlage wurde in der Jungsteinzeit als Kult- und Begräbnisstätte genutzt und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die täglich zugelassene Anzahl an Besuchern ist stark beschränkt. Eine frühzeitige Reservierung ist deshalb wichtig. Tickets gibt es bei Heritage Malta.
Rotunde von Mosta
Die Rotunde von Mosta gehört zu den bekanntesten Kirchen Maltas. Die mächtige Kuppel prägt das Stadtbild und zählt zu den größten freitragenden Kirchenkuppeln Europas. Im Inneren wirkt die Kirche durch den kreisrunden Grundriss und die gewaltige Kuppel besonders eindrucksvoll. Mosta lässt sich sehr gut mit Mdina und Rabat verbinden.
Berühmt wurde die Rotunde durch ein Ereignis im Zweiten Weltkrieg. Am 9. April 1942 durchschlug während eines Luftangriffs eine deutsche Fliegerbombe die Kuppel, explodierte aber nicht. Hunderte Menschen befanden sich zu diesem Zeitpunkt in der Kirche und blieben unverletzt. Eine Nachbildung der Bombe kann heute in der Sakristei besichtigt werden. Zum Besucherangebot gehört außerdem ein Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.
Blaue Grotte
Die Blaue Grotte gehört zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Maltas. Sie liegt an der felsigen Südküste bei Wied iż-Żurrieq und besteht aus einem großen Felsbogen und mehreren Meereshöhlen. Besonders am Vormittag sorgt das einfallende Sonnenlicht für intensive Blau- und Türkistöne im Wasser.
Die kleinen Ausflugsboote starten im Hafen von Wied iż-Żurrieq und fahren in etwa 20 bis 25 Minuten durch die Blaue Grotte und einige benachbarte Höhlen. Erwachsene zahlen derzeit 8 Euro. Die Boote fahren allerdings nur bei geeigneten Wetter- und Seebedingungen. Oberhalb der Küste gibt es außerdem einen Aussichtspunkt mit einem schönen Blick auf den großen Felsbogen.
Für einen Landausflug auf eigene Faust lässt sich die Blaue Grotte sehr gut mit den nahe gelegenen Tempelanlagen von Ħaġar Qim und Mnajdra verbinden.
Marsaxlokk
Marsaxlokk ist ein traditionelles Fischerdorf an der Südostküste Maltas und bekannt für seinen großen Naturhafen. Besonders typisch sind die zahlreichen bunt bemalten Luzzu-Boote, die im Hafenbecken liegen. Entlang der Uferpromenade findet man viele Restaurants und Cafés. Einen schönen Blickfang bildet die Pfarrkirche Our Lady of Pompei direkt hinter dem Hafen.
Besonders lebhaft ist Marsaxlokk am Sonntag, wenn entlang der Uferpromenade der große Fischmarkt stattfindet. Neben frischem Fisch werden auch Lebensmittel, Kleidung und Souvenirs angeboten. Unter der Woche ist es deutlich ruhiger und man kann besser durch den Hafenort und entlang der Promenade bummeln.
Marsaxlokk lässt sich gut mit der Blauen Grotte zu einem Landausflug an der Südküste verbinden. Wer beide Ziele an einem Tag besuchen möchte, ist mit einem Taxi, einem Mietfahrzeug oder einem organisierten Landausflug am flexibelsten.
Popeye Village
Das Popeye Village liegt in der Anchor Bay im Nordwesten Maltas. Das kleine Dorf wurde 1979 als Filmkulisse für den Film „Popeye“ mit Robin Williams gebaut und blieb nach Abschluss der Dreharbeiten erhalten. Heute kann man durch die bunten Holzhäuser der ehemaligen Filmkulisse bummeln. Dazu kommen Shows, ein kleines Kino und verschiedene Aktivitäten für Familien.
Im Sommer wird das Popeye Village zusätzlich zu einer kleinen Bade- und Freizeitattraktion mit Wasserangeboten, Liegen und Sonnenschirmen. Die Eintrittspreise und angebotenen Aktivitäten unterscheiden sich je nach Jahreszeit. Wer das Popeye Village besuchen möchte, sollte deshalb vorher auf der Webseite die aktuellen Angebote prüfen.
Für Familien mit Kindern kann das Popeye Village ein schönes Ziel für einen Landausflug auf Malta sein. Von Valletta ist die Anchor Bay allerdings relativ weit entfernt, sodass man für Hin- und Rückfahrt ausreichend Zeit einplanen sollte.
Dingli Cliffs
Die Dingli Cliffs bilden die eindrucksvollste Steilküste Maltas. Sie liegen an der Westküste bei Dingli und erreichen eine Höhe von bis zu 253 Metern über dem Meer. Von der Klippenkante hat man einen weiten Blick über das Mittelmeer und auf die kleine unbewohnte Insel Filfla. Ein beliebter Aussichtspunkt befindet sich bei der kleinen St. Mary Magdalene Chapel.
Wer etwas mehr Zeit hat, kann entlang der Klippen spazieren und die Landschaft genießen. Für einen Landausflug würden wir die Dingli Cliffs allerdings mit weiteren Zielen verbinden. Durch die Lage im Westen Maltas bieten sich insbesondere Mdina und Rabat als Ergänzung an.
Three Cities
Die Three Cities liegen direkt gegenüber von Valletta auf der anderen Seite des Grand Harbour. Gemeint sind Vittoriosa (Birgu), Senglea (Isla) und Cospicua (Bormla). Die drei historischen Städte sind älter als Valletta und waren bereits ein wichtiges Zentrum des Johanniterordens, bevor die heutige Hauptstadt gegründet wurde.
Besonders viele Sehenswürdigkeiten findet man in Vittoriosa. Rund um die Birgu Waterfront kann man durch enge Gassen und das historische Viertel Collachio bummeln. Zu den wichtigsten Zielen gehören das mächtige Fort St. Angelo an der Spitze der Halbinsel und der Inquisitor’s Palace. In Senglea lohnt sich vor allem der Weg zu den Gardjola Gardens mit einem schönen Blick über den Grand Harbour und hinüber nach Valletta.
Besonders praktisch für Kreuzfahrer sind die traditionellen Dgħajsa-Wassertaxis. Die kleinen Boote fahren für 3 Euro von der Lascaris Water Taxi Station direkt zur Il-Birgu Water Taxi Station unweit des Palastes des Inquisitors. Alternativ fährt die reguläre Fähre von Valletta nach Cospicua. Die Three Cities lassen sich deshalb sehr gut auf eigene Faust erkunden und auch mit einem Stadtbummel durch Valletta verbinden.
Strände auf Malta
Malta ist keine klassische Badeinsel mit kilometerlangen Sandstränden. Die schönsten Sandstrände liegen überwiegend im Norden und Nordwesten der Insel und damit relativ weit vom Kreuzfahrthafen in Valletta entfernt. Für einen Strandtag sollte man deshalb ausreichend Zeit für Hin- und Rückfahrt einplanen. Ein gutes Hilfsmittel für die Wahl des passenden Strandes ist die Which Beach App. Die App listet alle Strände auf den Inseln auf und spricht wetter- und windabhängige Empfehlungen aus.
Der bekannteste Sandstrand Maltas ist wohl der Golden Bay Beach im Nordwesten. Es gibt einen großen Parkplatz und am Strand kann man Liegen und Sonnenschirme mieten. Sanitäre Anlagen und gastronomische Angebote sind ebenfalls vorhanden. Das Meer ist relativ flach, sodass der Strand auch bei Familien mit Kindern beliebt ist. Direkt an der Bucht befindet sich ein großes Resort. Wem es am Golden Bay Beach zu voll ist, findet eine Bucht weiter mit der Għajn Tuffieħa Bay eine landschaftlich besonders schöne Alternative. Der Weg zum Strand führt allerdings über eine längere Treppe.
Der längste und beliebteste Sandstrand Maltas ist der Mellieħa Bay Beach im Nordosten der Insel. Auch hier gibt es eine gute touristische Infrastruktur mit Liegen, Sonnenschirmen und gastronomischen Angeboten. Das Wasser ist lange flach und der Strand deshalb ebenfalls gut für Familien mit Kindern geeignet. Außerdem werden verschiedene Wassersportarten angeboten.
Eine ganz andere Möglichkeit ist der St. Peter’s Pool an der Südküste bei Marsaxlokk. Das natürliche Felsbecken hat keinen Sandstrand, ist aber wegen des klaren Wassers und der Möglichkeit, von den Felsen ins Meer zu springen, sehr beliebt. Eine klassische touristische Infrastruktur wie an den großen Sandstränden gibt es hier nicht.

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Fazit – Landausflüge in Valletta auf eigene Faust
Valletta ist ein hervorragender Kreuzfahrthafen für Landausflüge auf eigene Faust. Die Kreuzfahrtschiffe liegen unterhalb der historischen Altstadt und mit dem Barrakka Lift erreicht man das Zentrum schnell und bequem. Viele Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander und lassen sich bei einem Stadtbummel gut zu Fuß miteinander verbinden. Wer zum ersten Mal hier ist, kann sich deshalb problemlos einen großen Teil des Tages auf Valletta konzentrieren.
Auch außerhalb der Hauptstadt bietet Malta viele interessante Möglichkeiten. Mdina und Mosta lassen sich gut miteinander verbinden, während sich an der Südküste die Blaue Grotte, die Tempelanlagen und Marsaxlokk für einen individuellen Landausflug anbieten. Besonders unkompliziert sind die Three Cities, die man mit der Fähre oder einem Wassertaxi über den Grand Harbour erreicht. Für einen Strandtag kommen vor allem Golden Bay, Għajn Tuffieħa und Mellieħa Bay infrage.
Wer mehrere weiter auseinanderliegende Ziele an einem Tag besuchen möchte, sollte die Fahrzeiten auf Malta nicht unterschätzen. Mit einem Taxi, Fahrdienst oder Mietfahrzeug ist man in diesem Fall meist flexibler als mit öffentlichen Bussen. Insgesamt bietet Valletta damit sowohl für Erstbesucher als auch für Wiederholer sehr viele Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Tag auf eigene Faust.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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