Viele Kreuzfahrtgäste sind auf der Suche nach kostengünstigen Alternativen zu den Landausflügen der Reedereien. In diesem Beitrag zeigen wir, wie man Landausflüge in Valletta (Malta) auf eigene Faust gestalten kann. Mit Hafeninformationen, Verkehrsoptionen, lohnenswerten Landausflugszielen und Angeboten lokaler Landausflugsveranstalter. Vorab einige Informationen zu diesem schönen Kreuzfahrtziel. Valletta ist die Hauptstadt von Malta und liegt auf einer Halbinsel zwischen den Naturhäfen Grand Harbour und Marsamxett Harbour. Die Ritter vom Johanniterorden bauten Valletta zu einer Festung aus. Die Straßen wurden rasterartig angelegt, sodass der Seewind ungehindert durch die Straßen wehen konnte. Die stark befestigte historische Stadt ist sehr gut erhalten und beherbergt eine Fülle historischer Sehenswürdigkeiten. Die Inselgruppe der Maltesischen Inseln liegt ca. 100 km südlich von Sizilien und ist ein Topziel für Landausflüge im Mittelmeer. Seit 2004 ist das Land Teil der Europäischen Union. Weitere Informationen findet man auf der Webseite Visit Malta. Bei Heritage Malta gibt es Informationen und Tickets für viele Sehenswürdigkeiten. Letzte Aktualisierung: März 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge im Mittelmeer auf eigene Faust: Ajaccio, Barcelona, Cagliari, Cannes, Catania, Civitavecchia/Rom, Genua, Gibraltar, Heraklion, Ibiza, Istanbul, Katakolon, Kefalonia, Korfu, Kusadasi, La Spezia, Limassol, Livorno, Malaga, Mallorca, Marseille, Messina, Mykonos, Neapel, Olbia, Palermo, Piräus (Athen), Rhodos, Salerno, Santorin, Souda (Chania), Tanger, Valencia
Kreuzfahrthafen Valletta: Wo legen die Schiffe an?
Kreuzfahrtschiffe laufen in den Grand Harbour ein und machen in der Regel im Bereich der Valletta Waterfront fest. Hier gibt es zwei Hauptliegeplätze für große Kreuzfahrtschiffe. An Spitzentagen machen große Kreuzfahrtschiffe gelegentlich auch auf der anderen Seite des Grand Harbours fest. In diesem Fall fahren kostenlose Shuttleboote zur Valletta Waterfront. Für kleinere Kreuzfahrtschiffe gibt es Ausweichmöglichkeiten auf beiden Seiten des Grand Harbours. Weitere Informationen findet man auf der Webseite des Valletta Cruise Ports.
Insgesamt gibt es sieben mögliche Liegeplätze (s. Karte unten) für Kreuzfahrtschiffe im Grand Harbour und mittlerweile mehr als 350 Schiffsanläufe und fast 1 Million Passagiere im Jahr. Der Kreuzfahrthafen von Valletta könnte in Zukunft weiter wachsen. Die Betreiber wünschen sich im Rahmen des geplanten Grand Harbour Revival Plans Platz für ein neues Home-Port-Terminal. Hier könnten dann die Kreuzfahrtschiffe abgefertigt werden, die Kreuzfahrten ab/bis Valletta anbieten.
Der Kreuzfahrtterminal in Valletta wird Valletta Waterfront genannt. Die historische Anlage besteht aus 19 Lagerhallen aus dem 18. Jahrhundert. Sie wurden aufwendig restauriert und zu einem Ensemble aus historischen Fassaden mit modernen Nutzungen umgestaltet. Die Gebäude haben typische Barockfassaden und sind sehr attraktiv. Heute sind hier Geschäfte und Restaurants untergebracht. Für Landausflügler gibt es an der Valletta Waterfront Taxistände, Autovermietungen oder Stadtrundfahrten. Landausflügler nutzen den Barrakka Lift, um den Höhenunterschied zur Altstadt zu überwinden.
Landausflüge auf Malta buchen
Für den Tag in Valletta auf Malta werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Valletta findet man bei GetYourGuide*.
Der Frühling naht und mit ihm eine besondere Oster-Aktion bei Meine Landausflüge* (s. oben): Vom 23. März bis zum 6. April erhalten Sie bis zu 15 % Rabatt auf ausgewählte Landausflüge.
Mobil in Valletta (Malta) auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Valletta (Malta) auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Valletta (Malta). Berechnet haben wir die Entfernungen ab/bis Valletta Waterfront:
- St. John’s Co-Cathedral in der Altstadt von Valletta: 1 km (über den Barrakka Lift)
- Mosta Rotunde: 9,7 km
- Marsaxlokk: 10 km
- Mdina: 12,2 km
- Blaue Grotte: 12,6 km
- St. Peter’s Pool: 12,6 km
- Dingli Cliffs: 14,6 km
- Golden Bay: 20,8 km
- Popeye Village: 23,9 km
Karte des Kreuzfahrthafens von Valletta: 1. Wine Wharf Quay (kleine Kreuzfahrtschiffe bis 153 Meter), 2. Quay 1-2 (Hauptliegeplatz an der Valletta Waterfront für Kreuzfahrtschiffe bis 307 Meter), 3. Quay 3 (Kleine Kreuzfahrtschiffe bis 230 Meter), 4. Quay 4-5 (Hauptliegeplatz für große Kreuzfahrtschiffe bis 352 Meter), 5. Deep Water Quay (Ausweichliegeplatz für Kreuzfahrtschiffe bis 333 Meter), 6. Lab Wharf Quay (Ausweichliegeplatz für Kreuzfahrtschiffe bis 360 Meter), 7. Boiler Wharf Quay (Ausweichliegeplatz für Kreuzfahrtschiffe bis 294 Meter), 8. Barrakka Lift, 9. Lascaris Water Taxi Station, 10. Busbahnhof
Valletta zu Fuß entdecken
Man kann das Zentrum von Valletta auf eigene Faust zu Fuß erreichen. Von der Valletta Waterfront läuft man ca. 500 Meter bis zum Barrakka Lift. Dieser führt hinauf zu den Upper Barrakka Gardens. Die Fahrt dauert nur wenige Sekunden und kostet 1 Euro pro Fahrt.

In der Altstadt angekommen, sind die Entfernungen kurz. Von den Upper Barrakka Gardens geht man zum Beispiel ca. 400 Meter bis zur St. John’s Co-Cathedral.
Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
Öffentliche Busse sind ein geeignetes Verkehrsmittel für den Tag in Valletta auf eigene Faust. Es gibt zum Beispiel gute Busverbindungen nach Mdina und Marsaxlokk. Fahrpläne findet man im Internet oder an den Haltestellen. Beim Fahrer kauft man die Tickets im Sommer für 2,50 Euro. Im Winter ist es 50 Cent günstiger. Neuerdings kann man auch kontaktlos mit einer Kreditkarte oder einer Smartphone-App zahlen. Das ist natürlich noch bequemer.
Der zentrale Busbahnhof (Valletta Bus Station) ist vom Hafen aus bequem zu Fuß erreichbar. Von der Valletta Waterfront geht man ca. 1,5 km. Wer nicht laufen mag, nimmt einen Bus der Linie 130. Die Haltestellen „Waterfront“ und „Kurcifiss“ befinden sich in unmittelbarer Nähe der Hauptliegeplätze. Vom Busbahnhof kann man auch bequem in die Stadt hineinlaufen. Der Weg führt vorbei an der Triton Fountain und durch das City Gate (Bieb il-Belt).
Hop-on Hop-off in Valletta
Stadtrundfahrten sind eine weitere Alternative für den Tag in Valletta auf eigene Faust. Direkt am Valletta Cruise Port bieten zwei Unternehmen Stadtrundfahrten (Hop-on-Hop-off-Touren) an. Es gibt eine lokale Firma und die bekannten roten Busse der Firma City Sightseeing, ein internationales Unternehmen, das man aus vielen Kreuzfahrthäfen kennt. Man kann die Busse nicht übersehen. Beide Anbieter haben eine Nordtour und eine Südtour im Programm. Wer möchte, kann die Tickets vorab hier* buchen. Bitte vorher die Bewertungen prüfen. Wenn große Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, würden wir auf diesen Service verzichten. Dann sind die Busse total verstopft.
Wer möchte, kann vor der St. John’s Co-Cathedral eine Bimmelbahn nehmen. Diese Malta Fun Trains (maltafuntrains.com) starten zu jeder vollen und halben Stunde und kosten 7 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Die Rundfahrt durch die Altstadt von Valletta dauert eine halbe Stunde.
Taxis, Uber & Co
Die White Taxis sind die offiziellen, weißen Taxis auf Malta. Diese Taxis sind reguliert, lizenziert und erkennbar am weißen Lack und dem Taxi-Schild. Die meisten Fahrten werden nach vorher vereinbartem Festpreis oder Zone/Distanz berechnet. Taxameter sind nicht weit verbreitet.
Auch am Kreuzfahrthafen und am Flughafen gibt es die Möglichkeit, Taxifahrten und Taxitouren zu festgelegten Preisen zu buchen. Die Fahrpreise werden auf Schildern veröffentlicht. An der Valletta Waterfront Promenade gibt es einen Taxi-Kiosk. Hier werden vier Taxitouren mit einer Dauer von 2 bis 5 Stunden angeboten. Natürlich kann man sich eine Tour selber zusammenstellen. Wird man sich mit den Verkäufern einig, bekommt man eine Karte mit den Daten der gebuchten Tour und läuft damit zum Taxistand in der Nähe. Mitreisende haben 200 Euro für eine dreistündige Taxi-Tour bezahlt.
Auf Malta, vor allem in Valletta, gibt es verschiedene Apps, mit denen man ein Taxi oder ein privates Auto bestellen kann. Bolt ist in Malta sehr bekannt und bietet schnelle Fahrten zu fairen Preisen. Auch eCabs ist ein lokaler Anbieter, der wie Bolt funktioniert, und für seine Verlässlichkeit und den guten Service bekannt ist. Bisher ist Uber auf Malta noch nicht so verbreitet.
Mietwagen auf Malta: Unabhängig die Insel entdecken
Es gibt an der Valletta Waterfront die Möglichkeit, das Elektroauto Renault Twizy zu mieten. Die Firma heißt Smarter Car Rentals (smartercarrentals.com). Der Tagespreis liegt bei 100 Euro. Auf Malta herrscht Linksverkehr. Es gibt sehr viele Autos und entsprechend dichten Verkehr. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 50 km/h innerorts und bei 80 km/h außerorts. Alternativ vermietet die Firma elektrische Roller (Smarterscoots).
Fähren und Wassertaxis in Valletta
Valletta liegt auf der Landzunge Monte Sciberras, die von den Naturhäfen Grand Harbour und Marsamxett Harbour begrenzt wird. Die beiden größten Naturhäfen des Mittelmeeres können mit Fähren bzw. Wassertaxis überquert werden. Kreuzfahrtschiffe liegen im Grand Harbour.
Auf der Höhe des Barrakka Lifts befindet sich die Lascaris Water Taxi Station. Hier kann man sich mit kleinen, hölzernen Wassertaxis zu den Three Cities fahren lassen. Konkret bis zur Il-Birgu Water Taxi Station in Vittoriosa. Die Gebühr beträgt 3 Euro. Es wurden auch Hafenrundfahrten im Grand Harbour für 10 Euro angeboten. Auf der anderen Seite der Altstadt kann man über den Marsamxett Harbour nach Sliema fahren. Der Fähranleger befindet sich unweit der großen Karmeliterkirche (mit ihrer auffälligen Kuppel).
Kutschfahrten in Valletta: Nostalgisch die Stadt erleben
Wer möchte, kann mit einer Kutsche durch die Altstadt fahren. Die traditionellen Kutschen werden Karozzin genannt und sind die älteste Form des öffentlichen Nahverkehrs in Valletta. Sie stehen an bestimmten Standplätzen, meist mit Überdachung, am Kreuzfahrthafen und in der Altstadt. Zum Beispiel bei Quay 4-5. Auch in Mdina gibt es diese Form der Fortbewegung.
Wer möchte, kann auch auf den Zustand der Pferde achten. Man muss ja Kutscher, die ihre Tiere schlecht behandeln, nicht auch noch belohnen. Eine einstündige Rundfahrt durch das historische Zentrum kostet angeblich ca. 50 Euro für 4 Personen. Verhandeln ist üblich.
Highlights für Landausflüge auf Malta auf eigene Faust
Wer zum ersten Mal auf Malta ist, wird sich vermutlich die Hauptstadt Valletta ansehen. Die kleinste Hauptstadt in der EU ist bereits seit 1980 Weltkulturerbe der UNESCO und kann vom Hafen aus zu Fuß erreicht werden. Bei langen Liegezeiten sind aber natürlich auch Landausflüge zu Zielen auf der ganzen Insel möglich. Malta ist glücklicherweise nicht sehr groß und die Entfernungen zu den Sehenswürdigkeiten im Hinterland von Valletta sind überschaubar. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Valletta auf eigene Faust.

Karte von Valletta für Kreuzfahrer: 1. Upper Barrakka Gardens und der Barrakka Lift, 2. St. John’s Co-Cathedral, 3. Fort St. Elmo, 4. Grand Master’s Palace, 5. Archäologisches Nationalmuseum, 6. Malta Experience, 7. Casa Rocca Piccola, 8. Lascaris War Rooms
Der Busbahnhof und der Fähranleger sind durch Symbole gekennzeichnet. Die schwarze Linie zeigt den Verlauf der Republic Street. Der Kreuzfahrthafen ist auf diesem Kartenausschnitt nicht zu sehen. Er befindet sich wenige hundert Meter weiter südlich.
Die Attraktionen in Valletta: Ein Stadtbummel für Landausflügler
Lohnende Ziele für die Kameras! Es macht Spaß, durch die Gassen und Straßen von Valletta zu schlendern. Man fühlt sich ein wenig in die Zeit der Kreuzritter versetzt. Die meisten Landausflügler erreichen die Altstadt mit dem modernen Barrakka-Lift. Wenn man oben aus dem Fahrstuhl steigt, geht man über eine Rampe in die Upper Barrakka Gardens. Die weiteren Sehenswürdigkeiten Vallettas sind von hier aus bequem zu Fuß erreichbar. Eine mögliche Route für einen Stadtbummel in Valletta auf eigene Faust stellen wir jetzt vor.
Die Upper Barrakka Gardens: Vallettas schönster Aussichtspunkt
Wenn man aus dem Barrakka-Lift heraustritt, befindet man sich in den Upper Barrakka Gardens. Die schöne öffentliche Parkanlage wurde auf dem höchsten Punkt der Stadtbefestigung angelegt und bietet traumhafte Ausblicke auf den Grand Harbour, die Three Cities und die Kreuzfahrtschiffe. Hier kann man ein schönes Foto machen.
Auf einer Terrasse unterhalb des Gartens sieht man die Kanonen der Saluting Battery. Täglich um 12 Uhr und um 16 Uhr wird eine Kanone abgefeuert. Das diente früher den Schiffen als Zeitangabe. Noch eine Ebene tiefer befinden sich die Lascaris War Rooms und ganz unten die Lascaris Water Taxi Station. Die Lascaris War Rooms sind eine ehemalige unterirdische Kommandozentrale aus dem Zweiten Weltkrieg, die heute als Museum besichtigt werden kann.
Republic Street: Das Herz von Valletta
Von den Upper Barrakka Gardens laufen wir 400 Meter zur Republic Street. Das ist die Hauptstraße von Valletta. Die Fußgängerzone verläuft schnurgerade auf dem Hügelrücken bis hinunter zum Fort St. Elmo an der Spitze der Halbinsel. Einige wichtige Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Valletta auf eigene Faust liegen direkt an dieser Straße, wie zum Beispiel das Archäologische Nationalmuseum, die St. John’s Co-Cathedral, der Großmeisterpalast oder die Casa Rocca Piccola.
Das Archäologische Nationalmuseum in Valletta: Ein Muss für Geschichtsfreunde
Bereits nach ca. 100 Metern erreichen wir das Archäologische Nationalmuseum Maltas. Es zeigt Maltas frühe Geschichte von der Jungsteinzeit bis zur phönizischen Periode. Das Museum ist in der prächtigen Auberge de Provence untergebracht, einem barocken Palast aus dem 16. Jahrhundert, der früher den Rittern des Johanniterordens diente. Das Museum kostet nur 5 Euro Eintritt und ist wirklich sehenswert. Wer Lust hat, kann hier ca. 60 bis 120 Minuten einplanen. Man sieht Werkzeuge, Gefäße und Figuren aus der Neolithikzeit, darunter die berühmte „Sleeping Lady“ aus dem Ħal Saflieni Hypogeum und die „Venus von Malta“ aus Ħaġar Qim.
St. John’s Co-Cathedral: Die prachtvolle Kathedrale von Valletta
Vom archäologischen Museum laufen wir 130 Meter zur St. John’s Co-Cathedral. Die Kathedrale wurde im 16. Jahrhundert von den Maltesern errichtet. Das Gotteshaus war die Konventskirche des Malteserordens und ist Johannes dem Täufer geweiht. Der Heilige ist der Schutzpatron des Ordens. Als Ko-Kathedrale wird das Gotteshaus bezeichnet, weil der Erzbischof von Malta in Mdina eine zweite Kathedrale hat.
Die St. John’s Co-Cathedral ruht im wahrsten Sinne des Wortes auf den Gebeinen der Malteserritter. Hunderte von ihnen liegen unter den mit meisterhaften Intarsien verzierten Marmorplatten begraben. Während die Kathedrale von außen betrachtet sehr schlicht gehalten ist, wurde das Innere des Gotteshauses prunkvoll ausgestattet. Sehenswert ist Caravaggios „Enthauptung Johannes des Täufers“. Das ist einziges signiertes Werk des Künstlers und sein größtes Altarbild. Die St. John’s Co-Cathedral ist ein Topziel für einen Stadtbummel in Valletta auf eigene Faust. Erwachsene zahlen 15 Euro Eintritt. Darin enthalten ist ein tragbarer Audioguide. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Kathedrale.

Der Großmeisterpalast in Valletta: Ein historisches Wahrzeichen
Das nächste Highlight unseres selbstgeführten Stadtbummels in Valletta ist wieder nur 170 Meter entfernt. Die Wege sind kurz in Valletta. Der 1571 fertiggestellte Grand Master’s Palace (Großmeisterpalast) ist der größte Profanbau der Stadt. Er wurde im 16. Jahrhundert errichtet und diente als Residenz der Großmeister des Malteserordens sowie als Verwaltungszentrum der Ritter. Massive Steinmauern, prunkvolle Balkone und wuchtige Torbögen vermitteln den Eindruck von der Macht des Ordens.
Nach umfassender Renovierung kann man heute einen Großteil des Palastes besichtigen. Dazu gehören das Wohnzimmer des Großmeisters, der Thronsaal, der Zimmersaal der Pagen und der Botschafterraum. Besonders beeindruckend ist die wiederentdeckte Uccelliera. Das war einst eine Art Wintergarten für exotische Vögel. Der Eintritt liegt bei 12 Euro.
Casa Rocca Piccola: Ein historisches Herrenhaus
Wir setzen unseren Weg auf der Republic Street fort und erreichen ca. 180 Metern die Casa Rocca Piccola. Das ist ein 400 Jahre alter Palast an der Republic Street, der bis heute von der Adelsfamilie Piro bewohnt wird. Die Familie hat die Räume für Besucher geöffnet und führt diese meistens auch persönlich durch das Gebäude. Man kann die privaten Gemächer der Familie besichtigen, was selten bei historischen Palästen möglich ist.
The Malta Experience: Ein multimediales Geschichtserlebnis
Jetzt verlassen wir die Republic Street und laufen ca. 400 Meter zum The Malta Experience. In einer spektakulären 45-minütigen Multivisionsschau wird die jahrtausendealte Geschichte Maltas erzählt. Im Eintrittspreis von 20 Euro ist der Besuch des Krankenhauses Sacra Infermeria enthalten. Zur ursprünglichen Ordenspflicht der Johanniter gehörte es, Kranke und Verwundete zu pflegen. Deshalb ließen sie nahe dem Fort St. Elmo an der Spitze der Halbinsel ein Hospital erbauen. Die Sacra Infermeria. Der größte Krankensaal war 155 m lang, 11 m breit und ebenso hoch. Die Ritter nahmen übrigens Patienten aller Glaubensrichtungen auf.
Direkt nebenan befindet sich der felsige Wuestenwinds Beach. Man rutscht über flache Felsen ins klare Mittelmeerwasser und genießt die Sonne. Woher der deutsch klingende Name kommt, wissen wir leider nicht.
Fort St. Elmo: Militärgeschichte hautnah erleben
Fort St. Elmo ist eine sternförmige Festung an der Spitze der Sciberras-Halbinsel in Valletta. Ursprünglich im 16. Jahrhundert von den Malteserrittern errichtet, diente das Fort vor allem der Verteidigung gegen Angriffe vom Meer aus. Die massiven Steinmauern, Kanonenbatterien und die Bastionen zeugen noch heute von der militärischen Raffinesse der Malteser. Berühmt wurde das Fort St. Elmo insbesondere während der Großen Belagerung Maltas im Jahre 1565, als es monatelang standhielt und entscheidend zum Widerstand gegen die Osmanen beitrug. Fort St. Elmo kann besichtigt werden. Es beherbergt das National War Museum und öffnet ganzjährig für die Öffentlichkeit. Der Eintritt liegt bei 10 Euro.
Die Karmelitenkirche in Valletta: Ein barockes Meisterwerk
Von Fort St. Elmo laufen wir ca. 1 km zur Karmeliterkirche. Das ist eine markante römisch-katholische Kirche mit einer gigantischen, 42 m hohen, ovalen Kuppel, die die Skyline der Stadt und des Marsamxett-Hafens prägt. Man kann umsonst einen Blick hineinwerfen. Die Kuppel ist wirklich beeindruckend.
Rückkehr zum Kreuzfahrtschiff: Tipps für den letzten Abschnitt
Jetzt haben wir die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Maltas gesehen und machen uns langsam auf den Weg zurück zum Kreuzfahrtschiff. Bis zu den Upper Barrakka Gardens sind es nur 800 Meter. Ein schöner Stadtbummel in Valletta auf eigene Faust geht zu Ende. Für die Hauptstadt Maltas benötigt man insgesamt etwa einen halben Tag.
Landausflüge ab Valletta: Die besten Sehenswürdigkeiten auf Malta
Malta ist eine relativ kleine Insel mit vielen Sehenswürdigkeiten und einigen schönen Stränden. Die Insel wird mit ca. 3.000 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnigsten Reisezielen in Europa gezählt. Hier ein Überblick über die beliebtesten Ziele für Landausflüge auf Malta auf eigene Faust.

Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge auf Malta: 1. Valletta, 2. Three Cities, 3. Mdina, 4. Blaue Grotte, 5. Rotunde von Mosta, 6. Marsaxlokk, 7. Popeye Village, 8. Dingli-Cliffs, 9. Ħaġar Qim
Die bekanntesten Strände auf Malta haben wir blau markiert: 1. Golden Bay, 2. Mellieħa Bay, 3. St. Peter’s Pool
Besuch der Mdina: Maltas historische Hauptstadt erleben
Mdina war die erste Hauptstadt Maltas und liegt im Inselinneren, fast an der höchsten Stelle der Insel. Die Geschichte dieses stark befestigten Ortes reicht angeblich 4.000 Jahre zurück. Zu seiner Vormachtstellung gelangte Mdina in römischer Zeit, als die Stadt die Inselhauptstadt war. Das erste Highlight ist das wunderschöne Mdina Gate, das in der ersten Staffel von Game of Thrones als Kulisse für das Stadttor von Königsmund diente. Dann bummelt man über die Hauptstraße Triq il-Vitorja, genießt den Blick von den Stadtmauern und besucht die St. Paul’s Cathedral, Maltas wohl schönstes Gotteshaus. Der Legende nach soll der Apostel Paulus an dieser Stelle den römischen Statthalter Publius zum Christentum bekehrt haben. Von außen unsichtbar, von innen dagegen überwältigend, ist die riesige Kuppel, durch die Licht in die Kathedrale strömt. Heute leben nur 400 Menschen in den Gassen der autofreien Stadt Mdina. Sehenswert sind die bunt bemalten Haustüren und die vielen kleinen Geschäfte. Mdina ist ein Topziel für den Tag in Valletta auf eigene Faust.

Unser Tipp: Mdina kann man gut mit einem öffentlichen Bus erreichen. Los geht es an der Valletta Bus Station. Die Buslinien 51 bis 53 kommen zum Beispiel in Frage.
Megalithische Tempel auf Malta: Die ältesten Bauwerke der Menschheit
Maltas vorgeschichtliche Funde geben den Archäologen noch immer Rätsel auf. Kein Wunder, dass auch Laien angesichts der monumentalen Tempelanlagen aus der Jungsteinzeit in ehrfurchtsvolles Staunen versetzt werden. Mitten in Vallettas Vorort Paola liegt die am besten erhaltene Kultanlage Maltas, die Tempel von Tarxien. Die drei wichtigsten Sakralbauten des Komplexes stammen aus der Zeit von 3.000 v. Chr. bis 2.500 v. Chr. und wurden erst kurz vor dem 1. Weltkrieg entdeckt. Sie bestehen aus beeindruckend genau zugeschnittenen riesigen Steinblöcken und weisen prächtige, mit Reliefs verzierte Kultnischen auf. Auch die Innenwände schmücken Reliefs, auf welchen Opfertiere dargestellt sind. Es handelt sich allerdings um Kopien. Die Originale befinden sich im Archäologischen Museum in Valletta.
Nur einige hundert Meter neben dieser Anlage liegt eine weitere bedeutende archäologische Stätte. Das Hypogäum von Ħal-Saflieni, ein 1902 entdecktes unterirdisches Heiligtum, das ebenfalls aus der Zeit um 3000 v. Chr. stammt. Tausende von Menschen wurden in diesem dreistöckigen Höhlenlabyrinth mit kostbaren Grabbeigaben (Schmuck und Keramik) bestattet. Das durch Kohlendioxid (durch den Atem der Besucher) und Sickerwasser beschädigte Heiligtum musste in den 1990er-Jahren geschlossen werden. Heute ist die täglich zugelassene Anzahl an Besuchern stark beschränkt. Eine frühzeitige Reservierung ist deshalb wichtig. Tickets gibt es bei Heritage Malta.
Rotunde von Mosta: Die beeindruckende Kuppelkirche
Die Rotunde von Mosta ist eine katholische Kirche in der Stadt Mosta. Diese wurde wegen ihrer Kuppel berühmt, welche die weltweit viertgrößte freitragende Kirchenkuppel ist. Nur die Kuppeln des Petersdoms, der Kathedrale von Florenz und des Pantheons in Rom sind größer. Das antike Pantheon war dann auch Vorbild für diesen Bau. Auch die Ausstattung des Innenraums, der ganz in Blau, Gold und Weiß gestaltet wurde, ist sehenswert. Für die Besichtigung zahlt man 5 Euro.
Fun Fact: Während des Zweiten Weltkriegs durchbrach eine deutsche Fliegerbombe das Dach der Kirche, in der zu diesem Zeitpunkt etwa 300 Menschen versammelt waren. Glücklicherweise explodierte die Bombe nicht. In der Sakristei der Kirche kann man eine Kopie der Bombe sehen. Das Original wurde entschärft und ist im Kriegsmuseum von Valletta ausgestellt.
Die Blaue Grotte: Maltas Naturwunder
Die Blaue Grotte liegt im Südwesten Maltas bei der Stadt Zurrieq und ist eine beliebte Attraktion für Landausflüge in Valletta auf eigene Faust. Das kristallklare Meerwasser schimmert in der Sonne blau, was an den hier vorkommenden Blaualgen liegt. Man kann die Blaue Grotte von einem Aussichtspunkt sehr gut sehen oder mit einem der Ausflugsboote in mehrere Grotten hineinfahren. Die Boote starten einige hundert Meter entfernt in einer schmalen, fjordähnlichen Bucht. Hier gibt es auch zahlreiche Restaurants. Die halbstündige Bootsfahrt kostet 10 Euro.
Marsaxlokk: Das malerische Fischerdorf
Das Fischerstädtchen Marsaxlokk gilt als schönster Ort der Insel und ist ein Topziel für Landausflüge in Valletta auf eigene Faust. Die bunten Fischerboote, Luzzus genannt, schaukeln im Hafen vor der Kulisse der schönen Kirche „Our Lady of Pompei“. Den gefangenen Fisch kann man in zahlreichen Fischrestaurants am Hafen probieren. Wer am Sonntagvormittag kommt, kann am Hafen den größten Markt Maltas erleben. Marsaxlokk ist der perfekte Ort, um das authentische Malta zu erleben, und ein beliebtes Landausflugsziel.
Unser Tipp: Ein öffentlicher Bus (z.B. Linie 85) bringt Landausflügler in 35 Minuten vom Busbahnhof in Valletta hierher. Etwas südlich von Marsaxlokk befindet sich der wunderschöne St. Peter’s Pool. Das ist ein klarer, türkisfarbener Naturpool, der von Felsen umgeben ist und ideal zum Schwimmen und Entspannen ist.
Popeye Village: Ein Familienausflug auf Malta
Das bunte Popeye Village wurde 1979 als Drehort der Popeye Filme im Norden Maltas errichtet. Die 19 bunten Holzhäuser und viele Requisiten kann man besichtigen. Stündlich werden kostenlose Bootstouren angeboten, weil man vom Wasser aus einen besonders schönen Blick auf das Dorf hat. Showeinlagen runden das Angebot ab. Das Popeye Village ist besonders kinderfreundlich, mit vielen Spielbereichen und Aktivitäten, die besonders für Familien attraktiv sind. Während der Hochsaison liegt der Eintritt bei 25 Euro. Für Kinder gibt es Rabatt.
Dingli Cliffs: Maltas spektakulärste Küstenklippen
Die Dingli Cliffs sind ein mehrere Kilometer langer Küstenabschnitt mit spektakulären Steilklippen. Diese ragen 250 m über den Meeresspiegel und sind damit der höchste Punkt Maltas. Man kann sich einfach auf eine der Bänke setzen und die Aussicht genießen. Es gibt aber auch schöne Wanderwege. Bei starken Winden kann man hier auch Paraglider beobachten.
Die Three Cities: Malta abseits der Touristenmassen
Die drei Städte Vittoriosa, Cospicua und Senglea liegen auf Halbinseln, die in den Grand Harbour hineinragen, und sind stark befestigt. An Spitzentagen weichen Kreuzfahrtschiffe manchmal hierher aus. Die drei Städte sind sehr alt und gut erhalten. Da die Zeit an Land meistens knapp bemessen ist, könnte man sich auf Vittoriosa beschränken. Malteser nennen die Stadt auch Birgu.
Ein Wassertaxi fährt für 3 Euro von der Lascaris Water Taxi Station hierher. Ideal für einen Landausflug in Valletta auf eigene Faust. Die kleinen Boote halten an der Il-Birgu Water Taxi Station unweit des Palastes des Inquisitors. Dieser ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit von Vittoriosa. Von Fort St. Angelo auf der Spitze der Halbinsel hat man einen schönen Blick auf Valletta und die Kreuzfahrtschiffe. Auch im Rahmen einer Hafenrundfahrt um Grand Harbour kann man die Three Cities vom Wasser aus erleben.
Strände auf Malta: Tipps für den perfekten Tag am Meer
Malta ist nicht unbedingt für seine Traumstrände bekannt. Einige schöne Stunden am Strand kann man aber auch hier verbringen. Die schönsten Strände liegen überwiegend ganz im Norden der Insel. Ein gutes Hilfsmittel für die Wahl des passenden Strandes ist die Which Beach App. Die App listet alle Strände auf den Inseln auf und spricht wetter- und windabhängige Empfehlungen aus.
Der bekannteste Sandstrand Maltas ist wohl der Golden Bay Beach im Nordwesten. Es gibt einen großen Parkplatz und am Strand kann man Liegen und Sonnenschirme mieten. Sanitäre Anlagen sind ebenfalls vorhanden. Das Meer ist flach, sodass der Strand auch für Familien mit Kindern geeignet ist. Ein riesiges Radisson Resort hat sich hier angesiedelt. Wem es am Golden Bay Beach zu voll ist, kann eine Bucht weiter zur Għajn Tuffieħa Bay gehen.
Der längste und beliebteste Sandstrand Maltas ist der Mellieħa Bay Beach im Nordosten der Insel. Der Golden Bay Beach ist nur knapp 7 km entfernt. Auch hier gibt es eine gute touristische Infrastruktur und perfekte Bedingungen für Familien mit Kindern. Wer möchte, kann viele Wassersportarten ausprobieren.
Ein verstecktes Naturbecken an der Südküste Maltas ist der St. Peter Pool bei Marsaxlokk. Es ist ein Felsenstrand ohne Sand, aber das kristallklare Wasser und die Möglichkeit, in die tiefen Wasserpools zu springen, machen ihn sehr beliebt.
Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-/Werbelinks. Wenn Sie bei uns buchen, bekommen wir einen kleinen Dankeschön-Bonus. Dieser hat keinen Einfluss auf den Preis, den Sie zahlen, und hilft uns, diese Website zu betreiben.
