Valencia auf eigene Faust – Landausflüge für Kreuzfahrer

Landausflüge in Valencia individuell planen – die besten Tipps für Kreuzfahrtgäste

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Valencia auf eigene Faust zusammengestellt. Valencia ist die drittgrößte Stadt Spaniens und für Kreuzfahrer ein vielseitiges Ziel im westlichen Mittelmeer. Sehenswert ist die historische Altstadt rund um die Kathedrale. Ein besonderes Highlight ist zudem der herrliche Park im früheren Bett des Flusses Turia, den man nach wiederholten Überschwemmungen an den Stadtrand verlegt hat. Bekannt ist Valencia insbesondere für die moderne Architektur des einheimischen Architekten Santiago Calatrava. Die futuristische Ciutat de les Arts i les Ciències (Stadt der Künste und der Wissenschaften) gehört zu den bekannten Wahrzeichen der Stadt. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Touristeninformation. Letzte Aktualisierung: September 2026

Kurz & knapp für Kreuzfahrer

Wer Valencia auf eigene Faust entdecken möchte, findet hier die wichtigsten Informationen für Kreuzfahrer auf einen Blick.

📍 Liegeplatz: Valencia Cruise Terminal an der Muelle de Poniente
🚶‍♂️ Entfernung ins Stadtzentrum: ca. 6 km bis zur Altstadt
Top-Highlights: Altstadt, Stadt der Künste und der Wissenschaften, Jardín del Turia, Oceanogràfic, Bioparc und Naturpark Albufera
🏖️ Nächster Strand: Playa de las Arenas, ca. 2 km vom Passagierterminal
🗺️ Fortbewegung: Shuttlebusse, öffentliche Busse, Taxis & Ridesharing, Fahrräder
👀 Für Erstbesucher: Altstadt und Stadt der Künste und der Wissenschaften lassen sich durch den Jardín del Turia gut miteinander verbinden.
💶 Gut zu wissen: Spanien gehört zur EU – bezahlt wird mit dem Euro und EU-Roaming gilt ebenfalls

👉 Unsere Einschätzung: Valencia ist ein sehr guter Hafen für Landausflüge auf eigene Faust. Bei einem ersten Besuch würden wir die Altstadt mit der Stadt der Künste und der Wissenschaften verbinden. Wer lieber einen entspannten Tag verbringen möchte, findet mit den Stadtstränden eine gute Alternative. Für Familien bietet sich ein Besuch des Zoos Bioparc an. Naturfreunde können den Naturpark Albufera besuchen.

Kreuzfahrthafen Valencia

Valencia ist eine bedeutende Hafenstadt mit einem der größten Containerhäfen Spaniens und zahlreichen Fährverbindungen. Für Kreuzfahrtschiffe stehen im Valenciaport 2026 nur noch zwei reguläre Liegeplätze zur Verfügung: der Muelle Transversal und der Muelle de Poniente. Beide befinden sich direkt am Passagierterminal von Trasmed und können Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von weniger als 300 Metern aufnehmen. Die früheren Kreuzfahrtliegeplätze in der nördlichen Hafenerweiterung sind wegen des Baus eines neuen Containerterminals entfallen.

Zwei Kreuzfahrtschiffe am Trasmed-Terminal in Valencia
Kreuzfahrtschiffe am Valencia Cruise Terminal – Bild: MedCruise

Das Terminal Marítima de Valencia Trasmed am Muelle de Poniente dient als Fähr- und Kreuzfahrtterminal. Die beiden Kreuzfahrtliegeplätze sind 396 bzw. 330 Meter lang und liegen direkt am Terminal. Über Passagierbrücken gelangen die Kreuzfahrer vom Schiff in das Terminalgebäude. Hier gibt es unter anderem eine Touristeninformation, Gastronomie, einen Duty-free-Shop, WLAN und einen Taxistand. Wer Valencia auf eigene Faust erkunden möchte, kann mit einem öffentlichen Bus oder Taxi in Richtung Stadt fahren. Die Reedereien bieten zusätzlich häufig kostenpflichtige Shuttlebusse an.

Landausflüge in Valencia buchen

Für den Tag in Valencia werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Valencia findet man bei GetYourGuide*.

Mobil in Valencia auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Valencia auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben (ab Passagierterminal) zu beliebten Zielen für Landausflüge in Valencia:

  • Playa de las Arenas: 1,9 km
  • Aquarium L’Oceanogràfic: 2,2 km
  • Stadt der Künste und Wissenschaften: 2,5 km
  • Jardín del Turia: 5,2 km
  • Torre de Serranos: 5,5 km
  • Kathedrale von Valencia: 6,3 km
  • Lonja de la Seda: 6,5 km
  • Bioparc: 10,3 km
  • Albufera de Valencia (El Palmar): 18 km
Karte von Valencia für Kreuzfahrer mit dem Hafen und den wichtigsten Landausflugszielen
Karte von Valencia für Kreuzfahrer – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte von Valencia für Kreuzfahrer: 1. Stadt der Künste und der Wissenschaften mit dem Aquarium, 2. Jardín del Turia, 3. Altstadt Ciutat Vella, 4. Zoo Bioparc, 5. Strände von Valencia.

Für Kreuzfahrtschiffe gibt es in Valencia nur noch zwei Liegeplätze am Passagierterminal von Trasmed. Die früheren Kreuzfahrtliegeplätze in der nördlichen Hafenerweiterung sind wegen des Baus eines neuen Containerterminals entfallen.

Zu Fuß unterwegs

Das Stadtzentrum von Valencia ist vom Kreuzfahrthafen ca. 6 km entfernt und damit für einen Stadtbummel zu Fuß zu weit. Auch die Stadt der Künste und der Wissenschaften liegt noch etwa 2,5 km vom Passagierterminal entfernt. Wer Valencia auf eigene Faust erkunden möchte, sollte deshalb zunächst mit einem Shuttlebus, öffentlichen Bus oder Taxi in Richtung Stadt fahren.

Trotzdem ist Valencia durchaus eine Stadt für Fußgänger. In der historischen Altstadt und im Jardín del Turia kann man wunderbar spazieren gehen. Der Jardín del Turia erstreckt sich über 9 km im ehemaligen Flussbett des Río Turia. Wer möchte, kann von der Altstadt durch den Jardín del Turia bis zur Stadt der Künste und der Wissenschaften laufen. Oder umgekehrt natürlich.

Gibt es Shuttlebusse?

Viele Reedereien bieten kostenpflichtige Shuttlebusse vom Kreuzfahrthafen ins Stadtzentrum an. Dafür kann man derzeit mit etwa 15 bis 20 € pro Person rechnen. Bei AIDA kostete der Shuttle im Mai 2026 zum Beispiel 16 € pro Person.

Die Shuttlebusse halten häufig in der Carrer del Guadalaviar. Die Haltestelle befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Jardín del Turia schräg gegenüber den Serranos-Türmen (historisches Stadttor und Zugang zur Altstadt). Fahrpreis und genauer Haltepunkt können je nach Reederei variieren. Informationen bekommt man an Bord.

Die Serranos-Türme sind das Tor zur Altstadt von Valencia
Die Shuttlebusse setzen die Landausflügler oft bei den Serranos-Türmen ab – Bild: Tegeler

Öffentliche Busse

Die städtischen Busse der EMT Valencia sind eine preiswerte Möglichkeit, um vom Kreuzfahrthafen in die Stadt zu fahren. Für Kreuzfahrer sind insbesondere die Buslinien 4 und 95 interessant. Die beiden Linien fahren am Hafen von unterschiedlichen Straßenseiten ab:

  • Die Buslinie 4 fährt von der Haltestelle „Pont de les Drassanes – Terminal marítima“ direkt in Richtung Innenstadt. An der Plaça de la Reina im Herzen der Altstadt kann man aussteigen. Sie ist deshalb eine gute Wahl für Kreuzfahrer, die direkt in die historische Altstadt fahren möchten.
  • Die Buslinie 95 fährt von der Haltestelle „Manuel Soto Enginyer – Comandància Marina“ am Hafen in Richtung Stadt. Sie fährt zunächst zur Stadt der Künste und der Wissenschaften und anschließend am Jardín del Turia entlang in Richtung Innenstadt. Eine gute Ausstiegsmöglichkeit für die Altstadt ist die Haltestelle „Pont de Fusta“ in der Nähe der Serranos-Türme.

Ein Einzelticket für die Busse der EMT Valencia kostet 2 €. Man kann es direkt im Bus bar beim Fahrer oder kontaktlos mit Kredit- oder Debitkarte an der Einstiegs-Validiermaschine bezahlen. Das normale Einzelticket gilt für eine Fahrt ohne Umstieg. Alternativ kann man mit der EMTicket-App ein Einzelticket für ebenfalls 2 € kaufen. Dies gilt eine Stunde und erlaubt in dieser Zeit beliebig viele Umstiege zwischen den Bussen der EMT Valencia. Für einen normalen Landausflug reicht die einfache Bezahlung direkt im Bus meistens aus.

Valencia auf eigene Faust mit dem öffentlichen Bus erkunden
Mit dem Bus ins Zentrum – Bild: Gil Xanders auf Unsplash

Den Zoo Bioparc kann man vom Hafen ebenfalls gut mit dem Bus erreichen. Man steigt an der Haltestelle „Manuel Soto Enginyer – Comandància Marina“ in einen Bus der Linie 95 und fährt bis zur Haltestelle „Parc de Capçalera“. Die Fahrt dauert etwa 45 bis 50 Minuten. Von hier läuft man noch ca. 7 Minuten bis zum Eingang des Bioparc.

Taxis, Uber & Co

Eine bequeme Variante sind Taxis, die in Valencia weiß sind. Zu den großen Taxizentralen gehören Radio Taxi Valencia und Tele Taxi Valencia. Viele Taxis warten am Valencia Cruise Terminal auf Fahrgäste. Alle Taxis sind mit Taxametern ausgerüstet.

Am Kreuzfahrt- und Fährterminal gibt es normalerweise eine Tafel mit ungefähren Fahrpreisen zu beliebten Zielen. Als Richtwert kann man für eine Fahrt in Richtung Altstadt mit etwa 17 bis 20 €, zum Oceanogràfic mit etwa 12 bis 14 € und zum Bioparc mit etwa 22 bis 26 € rechnen. Vier Personen können sich ein Taxi teilen. Wenn die Taxifahrt am Hafen beginnt, kommt ein Hafenzuschlag hinzu. Dieser beträgt 2026 2,95 €. Das erklärt auch, warum die Rückfahrt zum Schiff etwas günstiger sein kann.

Uber, Cabify und Bolt sind in Valencia ebenfalls verfügbar. Die Fahrten werden über die jeweilige App gebucht und der Preis wird vor der Buchung angezeigt. Bei hoher Nachfrage können die Preise deutlich steigen. Über die Uber-App kann man in Valencia auch ein reguläres Taxi bestellen.

Liegeplätze am Valencia Cruise Terminal
Liegeplätze am Valencia Cruise Terminal – Bild: Port Authority of Valencia

Hop-on Hop-off

Natürlich gibt es auch in Valencia Stadtrundfahrten. Bei der Firma The Red Bus (früher: Valencia Bus Turistic) kann man aus zwei Routen wählen. Die rote Route führt durch die Stadt und die grüne Route aus der Stadt hinaus zum Nationalpark Albufera de Valencia. Es handelt sich um sogenannte Hop-on Hop-off Busse. Man kann an jeder Haltestelle aussteigen und mit einem der nachfolgenden Busse weiterfahren. Leider gibt es keine Haltestelle am Cruise Terminal. Die nächstgelegene Haltestelle „Puerto“ befindet sich in der C/ de Joan Verdeguer und ist ca. 900 Meter vom Terminal entfernt. Wer möchte, kann die Tickets vorab bei GetYourGuide* reservieren.

Fahrräder

Man kann Valencia auf eigene Faust mit dem Rad erkunden. Die Stadt ist weitgehend flach und verfügt über ein großes Netz an Radwegen. Besonders schön ist eine Fahrt durch den Jardín del Turia. Durch das ehemalige Flussbett kann man von der Stadt der Künste und der Wissenschaften in Richtung Altstadt und weiter bis zum Bioparc radeln. Für Kreuzfahrer ist das Fahrrad deshalb eine interessante Möglichkeit, mehrere weit auseinanderliegende Sehenswürdigkeiten miteinander zu verbinden.

Fahrräder kann man bei zahlreichen Verleihern mieten. BikeAlao Marítim liegt etwa 15 Gehminuten vom Cruise Terminal entfernt. Besonders praktisch für Kreuzfahrer ist Sun and Bikes Valencia. Der Vermieter bietet nach Vorbestellung die Übergabe und Rücknahme der Fahrräder direkt am Hafen an. Daneben gibt es mit Valenbisi ein öffentliches Fahrradverleihsystem mit zahlreichen Stationen im Stadtgebiet. Vom Hafen läuft man ca. 1 km bis zur nächsten Station.

Valencia mit dem Rad erkunden
Valencia mit dem Rad erkunden – Bild: MedCruise

Valencia Tourist Card

Für Kreuzfahrer, die an einem Tag mehrere Sehenswürdigkeiten besuchen und häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchten, kann die Valencia Tourist Card interessant sein. Die Karte beinhaltet unter anderem die kostenlose Nutzung der EMT-Stadtbusse sowie von Metro und Straßenbahn. Auch die für Kreuzfahrer wichtigen Buslinien 4 und 95 vom Hafen sind damit abgedeckt. Zusätzlich ist der Eintritt in städtische Museen und Denkmäler wie die Lonja de la Seda sowie die Torres de Serranos und Torres de Quart kostenlos. Bei zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten gibt es Ermäßigungen, darunter Oceanogràfic, Bioparc, Touristenbus und Kathedrale.

Die Valencia Tourist Card für 24 Stunden kostet derzeit 15 Euro und wird bei der ersten Nutzung aktiviert. Beim Onlinekauf über Visit Valencia gibt es derzeit 10 Prozent Rabatt. Wer lediglich mit dem Bus vom Hafen in die Stadt und wieder zurückfahren möchte, benötigt die Tourist Card normalerweise nicht. Interessant wird sie vor allem, wenn man mehrere Fahrten mit dem Besuch einiger der enthaltenen Sehenswürdigkeiten verbindet.

Highlights für Landausflüge in Valencia auf eigene Faust

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Valencias gehören die historische Altstadt und die futuristische Stadt der Künste und der Wissenschaften mit dem berühmten Oceanogràfic. Dazwischen erstreckt sich im ehemaligen Flussbett des Turia ein rund neun Kilometer langer Park. Weitere beliebte Landausflugsziele sind der Bioparc, die Stadtstrände und der Naturpark Albufera südlich von Valencia.

Blick vorbei am Museu de les Ciències zur Veranstaltungshalle CaixaForum Valencia - Ágora und zur Brücke L’Assut de l’Or
Stadt der Künste und der Wissenschaften – Bild: Tegeler

Orientierung für Kreuzfahrer

Für Erstbesucher: Bei einem ersten Besuch würden wir die historische Altstadt mit der Stadt der Künste und der Wissenschaften verbinden. Wer dort nur die moderne Architektur anschauen möchte, kann beide Bereiche gut an einem Hafentag unterbringen. Für einen ausführlichen Besuch des Oceanogràfic sollte man dagegen deutlich mehr Zeit einplanen.

🏛️ Altstadt & Kultur: Wer vor allem die historische Seite Valencias kennenlernen möchte, kann sich auf die Ciutat Vella konzentrieren. Rund um Kathedrale, Mercat Central und Lonja de la Seda liegen viele Sehenswürdigkeiten dicht beieinander.

👨‍👩‍👧‍👦 Für Familien: Das Oceanogràfic und der Bioparc sind zwei sehr gute Ziele für Familien. Für beide sollte man ausreichend Zeit einplanen und sich bei einem normalen Hafentag besser für eines entscheiden.

🏖️ Strand: Für einen entspannten Strandtag bieten sich die Playa de las Arenas und die angrenzende Playa de la Malvarrosa an. Beide liegen deutlich näher am Kreuzfahrthafen als die Altstadt.

🌿 Natur: Der Naturpark Albufera südlich von Valencia ist ein schönes Ziel für Naturfreunde. Typisch sind Bootstouren auf der Lagune und die umliegenden Reisfelder. Aufgrund der Entfernung sollte man für diesen Ausflug mehr Zeit einplanen.

Stadt der Künste und Wissenschaften

Die Stadt der Künste und der Wissenschaften gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Valencias und liegt nur etwa 2,5 km vom Kreuzfahrthafen entfernt. Der futuristische Gebäudekomplex wurde überwiegend von dem aus Valencia stammenden Architekten Santiago Calatrava entworfen. Auch ohne eine der Einrichtungen zu besuchen, ist die außergewöhnliche Architektur mit ihren weißen Gebäuden, Wasserflächen und Brücken sehenswert. Die Tickets für die einzelnen Einrichtungen findet man auf der Webseite. Es gibt auch verschiedene Kombi-Tickets, die man bei GetYourGuide* buchen kann.

Karte der Stadt der Künste und der Wissenschaften
Karte der Stadt der Künste und der Wissenschaften – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte der Stadt der Künste und der Wissenschaften: 1. Palau de les Arts Reina Sofia, 2. L’Hemisferic, 3. Museu de les Ciències Principe Felipe, 4. L’Umbracle, 5. CaixaForum Valencia – Ágora, 6. L’Oceanogràfic, 7. Pont de l’Assut de l’Or

Zur Stadt der Künste und der Wissenschaften gehören mehrere futuristische Gebäude und eine markante Brücke:

  • L’Hemisfèric: augenförmiges Gebäude mit IMAX-Kino, 3D-Projektionen und Planetariumsprogrammen.
  • Museu de les Ciències: interaktives Wissenschaftsmuseum mit Ausstellungen und Experimenten für Kinder und Erwachsene.
  • L’Oceanogràfic: größtes Aquarium Europas mit verschiedenen Meereswelten und Tieren wie Haien, Pinguinen und Belugas.
  • Palau de les Arts Reina Sofía: Opern- und Veranstaltungshaus mit seinem markanten, schalenförmigen Dach.
  • L’Umbracle: begrünter Aussichtspromenaden- und Ausstellungsbereich mit Blick über den Gebäudekomplex. Darunter befindet sich ein großes Parkhaus.
  • L’Àgora / CaixaForum València: große multifunktionale Veranstaltungshalle mit markantem, schalenförmigem Dach.
  • L’Assut de l’Or: markante Schrägseilbrücke mit einem 125 Meter hohen Pylon über dem ehemaligen Turia-Flussbett.
Eingang des L'Oceanogràfic in Valencia
L’Oceanogràfic in Valencia – Bild: Tegeler

Besonders beliebt bei Kreuzfahrern und Familien ist das L’Oceanogràfic, das größte Aquarium Europas. In verschiedenen Bereichen werden die wichtigsten Meeresökosysteme der Erde dargestellt. Zu sehen sind unter anderem Haie, Rochen, Pinguine und Belugas. Für einen Besuch sollte man mehrere Stunden einplanen. Die Eintrittspreise und Öffnungszeiten variieren je nach Besuchstag. Tickets kann man vorab über die offizielle Webseite des Oceanogràfic reservieren.

Wer dagegen hauptsächlich die Architektur der Stadt der Künste und der Wissenschaften sehen möchte, benötigt deutlich weniger Zeit. Dann lässt sich der Besuch gut mit dem Jardín del Turia und der historischen Altstadt verbinden. Vom Kreuzfahrthafen erreicht man das Gelände mit dem Taxi oder mit der Buslinie 95. Auch mit dem Fahrrad ist die Strecke gut machbar.

Jardín del Turia

Der Jardín del Turia ist ein rund neun Kilometer langer Park, der sich quer durch Valencia zieht. Entstanden ist er im ehemaligen Flussbett des Turia. Nach einer verheerenden Überschwemmung im Jahr 1957 wurde der Fluss südlich an der Stadt vorbeigeleitet. Das trockengelegte Flussbett sollte ursprünglich für eine Stadtautobahn genutzt werden. Nach Protesten der Bevölkerung entstand hier stattdessen ab den 1980er-Jahren eine weitläufige Parkanlage.

Blick vom Turia-Park zur Stadt der Künste und der Wissenschaften
Der Turia-Park verbindet die Stadt der Künste und der Wissenschaften und die Altstadt – Bild: Tegeler

Heute findet man im Jardín del Turia Spazier- und Radwege, Grünflächen, Sportanlagen und Spielplätze. Alte Brücken überspannen weiterhin das ehemalige Flussbett und erinnern daran, dass hier früher der Turia floss. Zu den bekanntesten Anlagen im Park gehören der Gulliver-Park mit seiner riesigen begehbaren Gulliver-Figur und der Palau de la Música.

Für Kreuzfahrer ist der Jardín del Turia besonders interessant, weil er einige wichtige Sehenswürdigkeiten Valencias miteinander verbindet. Am südöstlichen Ende liegt die Stadt der Künste und der Wissenschaften. In Richtung Altstadt kommt man unter anderem an der Puente de las Flores und weiteren historischen Brücken vorbei. Am anderen Ende des Parks befinden sich der Parc de Capçalera und der Zoo Bioparc.

Wer die Stadt der Künste und der Wissenschaften mit der Altstadt verbinden möchte, kann einen Teil der Strecke durch den Jardín del Turia zu Fuß zurücklegen. Besonders gut eignet sich der Park aber für eine Fahrradtour, da man weitgehend abseits des Straßenverkehrs unterwegs ist.

Altstadt von Valencia

Die historische Altstadt von Valencia wird Ciutat Vella genannt und lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Hier liegen viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten dicht beieinander. Dazu gehören die Kathedrale, die Lonja de la Seda, der Mercat Central und die Serranos-Türme. Dazwischen findet man historische Plätze, Kirchen, kleine Gassen und das lebhafte Barrio del Carmen.

Karte für einen individuellen Stadtbummel in Valencia
Karte für einen individuellen Stadtbummel in Valencia – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte für einen individuellen Stadtbummel in Valencia: 1. Serranos-Türme, 2. Barrio del Carmen, 3. Plaça de la Virgen, 4. Kathedrale/Plaça de la Reina, 5. Centro de Arte Hortensia Herrero, 6. Palacio del Marqués de Dos Aguas, 7. Plaça de l’Ajuntament & Estació del Nord, 8. Mercat Central, 9. Lonja de la Seda

Die blauen Zahlen markieren wichtige Ankunftspunkte für Kreuzfahrer: 1. häufige Haltestelle der Shuttlebusse bei den Serranos-Türmen, 2. Bus 95 (Pont de Fusta), 3. Bus 4 (Plaça de la Reina).

Stadtbummel durch die Altstadt

Ein guter Ausgangspunkt für unseren Stadtbummel in Valencia auf eigene Faust sind die Serranos-Türme am nördlichen Rand der Altstadt. Hier halten häufig die Shuttlebusse der Reedereien. Auch mit dem Taxi wurden wir bereits an den Serranos-Türmen abgesetzt. Wer mit der Buslinie 95 vom Hafen kommt, steigt an der Haltestelle „Pont de Fusta“ aus und läuft über die Pont dels Serrans zu den nur wenige Minuten entfernten Serranos-Türmen. Wer vom Hafen mit der Buslinie 4 kommt, kann den Stadtbummel alternativ an der Plaça de la Reina beginnen und die Route entsprechend anpassen.

Valencia Portal de Valldigna
Portal de Valldigna im Barrio del Carmen – Bild: Lunamarina–stock.adobe.com

Ohne längere Besichtigungen sollte man für den Stadtbummel etwa zwei bis zweieinhalb Stunden einplanen. Wer die Kathedrale, die Lonja und weitere Sehenswürdigkeiten von innen besichtigen möchte, ist eher drei bis vier Stunden unterwegs. Vom letzten Ziel, der Lonja de la Seda, sind es anschließend nur etwa 600 Meter zurück zu den Serranos-Türmen.

Serranos-Türme

Die Torres de Serranos wurden zwischen 1392 und 1398 errichtet und gehörten zu den wichtigsten Stadttoren der mittelalterlichen Stadtmauer. Die beiden mächtigen Türme flankieren den ehemaligen Zugang zur Altstadt und sind heute eines der Wahrzeichen Valencias. Von den oberen Terrassen hat man einen schönen Blick über die Dächer der Altstadt und den Jardín del Turia.

Für den Aufstieg sollte man gut zu Fuß sein. Einen Aufzug gibt es nicht und die verschiedenen Ebenen werden über Treppen erreicht. Wer die Valencia Tourist Card besitzt, kann die Serranos-Türme kostenlos besichtigen. Auch ohne Besichtigung sind die Türme ein guter Ausgangspunkt für einen Stadtbummel durch die Altstadt.

Blick auf die Torres de Serranos
Blick auf die Torres de Serranos – Bild: Dariusz auf Pixabay

Barrio del Carmen

Das Barrio del Carmen ist eines der ältesten und lebendigsten Viertel im historischen Zentrum von Valencia. Es liegt im Nordwesten der Ciutat Vella und wurde nach der Kirche und dem ehemaligen Kloster Carmen Calzado benannt. Das Viertel blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bis heute findet man hier Reste der arabischen Stadtmauer aus dem 11. Jahrhundert und der späteren christlichen Befestigungen. In den engen Gassen kann man sich einfach etwas treiben lassen. Wer mehr Zeit hat, findet im Viertel einige interessante Sehenswürdigkeiten:

  • Plaça del Tossal: kleiner Platz mit Bars und Cafés. In den umliegenden Gassen findet man viel Streetart.
  • Iglesia de San Nicolás: historische Kirche, die wegen ihrer reich bemalten Deckenfresken häufig als „Sixtinische Kapelle Valencias“ bezeichnet wird.
  • Centre del Carme Cultura Contemporània (CCCC): ehemaliges Kloster und heute Kulturzentrum mit wechselnden Ausstellungen in historischen Kreuzgängen.
  • Institut Valencià d’Art Modern (IVAM): bedeutendes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst.
  • Portal de la Valldigna: kleines mittelalterliches Tor in einer Seitengasse, das einst den Zugang zum maurischen Viertel markierte.
  • Casa de los Gatos: winziges „Katzenhaus“ in einer Hauswand und ein etwas verstecktes Fotomotiv.
Karte des Barrio del Carmen
Karte des Barrio del Carmen – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Karte des Barrio del Carmen: 1. Serranos-Türme, 2. Iglesia de San Nicolás, 3. CCCC (Centro del Carmen de Cultura Contemporánea), 4. Casa de los Gatos, 5. Institut Valencià d’Art Modern, 6. Portal de la Valldigna, 7. Plaza del Tossal, 8. Torres de Quart

Plaça de la Virgen und Kathedrale

Die Plaça de la Virgen gehört zu den schönsten historischen Plätzen Valencias. Hier stehen die Basílica de la Virgen de los Desamparados, der Palau de la Generalitat und die Kathedrale. In der Mitte des Platzes befindet sich der Turia-Brunnen, dessen Figuren den Fluss Turia und seine wichtigsten Bewässerungskanäle darstellen. An Sonntagen sind alle Tische besetzt und die Menschen essen Paella Valenciana aus riesigen Pfannen. Meeresfrüchte gehören übrigens nicht in die traditionelle Paella Valenciana. Von den Serranos-Türmen erreicht man die Plaça de la Virgen durch die Gassen der Altstadt in wenigen Minuten.

Die Kathedrale von Valencia wurde ab dem 13. Jahrhundert an der Stelle einer ehemaligen Moschee errichtet. Obwohl der gotische Baustil überwiegt, findet man romanische, gotische und barocke Elemente. Besonders bekannt ist die Kathedrale für den Santo Cáliz. Der als Heiliger Kelch verehrte Achatbecher wird in einer eigenen Kapelle aufbewahrt und soll der Überlieferung nach beim letzten Abendmahl verwendet worden sein. Der Eintritt in die Kathedrale kostet derzeit 10 € und beinhaltet einen Audioguide. Mit der Valencia Tourist Card gibt es 20 % Rabatt.

Die Kathedrale von Valencia mit dem freistehenden Glockenturm
Die Kathedrale von Valencia – Bild: iStock.com/VitalyEdush

Zur Kathedrale gehört der Glockenturm El Micalet, der auch Miguelete genannt wird. Über eine enge Wendeltreppe mit 207 Stufen kann man auf den gut 50 Meter hohen Turm steigen. Von oben hat man einen schönen Rundblick über die Dächer der Altstadt. Einen Aufzug gibt es nicht. Der Aufstieg kostet zusätzlich 3 € und ist nicht im Eintritt der Kathedrale enthalten.

Auf der anderen Seite der Kathedrale liegt die Plaça de la Reina mit der barocken Hauptfassade. Wer mit der Buslinie 4 vom Kreuzfahrthafen kommt, kann unseren Stadtbummel hier beginnen und die Route entsprechend anpassen.

Centro de Arte Hortensia Herrero

Das Centro de Arte Hortensia Herrero befindet sich im restaurierten Palau de Valeriola, einem Stadtpalast aus dem 17. Jahrhundert. Seit 2023 wird hier die private Kunstsammlung der valencianischen Mäzenin Hortensia Herrero gezeigt. Zu sehen sind mehr als 100 Werke international bekannter zeitgenössischer Künstler wie Anselm Kiefer, Anish Kapoor, Georg Baselitz, Tony Cragg und Andreas Gursky. Interessant ist auch das Gebäude selbst. Bei der Restaurierung wurden historische Bauteile und archäologische Funde erhalten und mit moderner Architektur kombiniert. Einige Kunstwerke wurden speziell für bestimmte Räume des Palastes geschaffen.

Wer sich für moderne Kunst interessiert, kann das Museum gut in den Stadtbummel in Valencia auf eigene Faust einbauen. Der Eintritt kostet derzeit 9 € bei vorheriger Onlinebuchung und 10 € an der Tageskasse. Wer keine Zeit für einen Museumsbesuch einplanen möchte, kann auf dem Weg zum Palacio del Marqués de Dos Aguas zumindest einen Blick auf den historischen Palast werfen.

Detail an der Fassade des Palacio del Marqués de Dos Aguas
Detail an der Fassade des Palacio del Marqués de Dos Aguas – Bild: Vicente Huerta Solá auf Pixabay

Palacio del Marqués de Dos Aguas

Der Palacio del Marqués de Dos Aguas gehört zu den auffälligsten historischen Gebäuden Valencias. Besonders sehenswert ist das reich verzierte barocke Alabasterportal aus dem 18. Jahrhundert. Im Inneren befinden sich die prächtig ausgestatteten Räume des ehemaligen Adelspalastes und das Museo Nacional de Cerámica y Artes Suntuarias González Martí. Bei einem Rundgang sieht man unter anderem historische Salons, Möbel, Gemälde und Kutschen. Hinzu kommt eine umfangreiche Keramiksammlung mit zahlreichen Exponaten aus Valencia und anderen Regionen Spaniens. Der Eintritt kostet regulär 3 €. Samstagnachmittags und sonntags ist der Eintritt kostenlos.

Wer für eine Besichtigung keine Zeit hat, sollte sich zumindest das außergewöhnliche Portal des Palastes ansehen. Der Palacio del Marqués de Dos Aguas liegt direkt auf unserer Route zwischen dem Centro de Arte Hortensia Herrero und der Plaça de l’Ajuntament.

Plaça de l’Ajuntament und Estació del Nord

Die Plaça de l’Ajuntament ist der zentrale Rathausplatz von Valencia und wird von zahlreichen repräsentativen Gebäuden umgeben. Besonders auffällig sind das Rathaus und der gegenüberliegende Palacio de Comunicaciones, das ehemalige Hauptpostamt mit seinem markanten Turm. Rund um den weitläufigen Platz findet man außerdem Geschäfte, Cafés und Restaurants.

Die Fassade des Rathauses von Valencia
Das Rathaus von Valencia – Bild: Peter Barbaix auf Pixabay

Nur wenige Gehminuten entfernt liegt die Estació del Nord. Der 1917 eröffnete Bahnhof wurde von dem valencianischen Architekten Demetrio Ribes entworfen und gehört zu den schönsten Jugendstilgebäuden der Stadt. Die Fassade und die Innenräume sind mit Keramik, Mosaiken und zahlreichen valencianischen Motiven geschmückt. Besonders häufig entdeckt man Orangen und Orangenblüten als Hinweis auf die Bedeutung des Orangenanbaus für Valencia.

Da die Estació del Nord weiterhin als Bahnhof genutzt wird, kann man einen Blick in die historische Eingangshalle werfen, ohne dafür einen Museumsbesuch einplanen zu müssen. Für unseren Stadtbummel ist der kurze Abstecher deshalb gut geeignet. Anschließend geht es zurück in Richtung Mercat Central und Lonja de la Seda.

Mercat Central

Der Mercat Central gehört zu den größten Markthallen Europas und ist schon wegen seiner Architektur sehenswert. Das Jugendstilgebäude wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und fällt durch seine Kuppeln, bunten Keramikfliesen, Glasfenster und die große Eisenkonstruktion auf. Im Inneren verkaufen zahlreiche Händler Obst und Gemüse, Fleisch, Käse, Gewürze, Süßigkeiten und andere regionale Produkte. Besonders interessant sind für Besucher die Stände mit Schinken, Käse und Spezialitäten aus Valencia. Auch kleine Snacks kann man hier bekommen.

Radfahrerin vor dem Mercat Central
Radfahrerin vor dem Mercat Central – Bild: iStock.com/espiegle

Wer den Mercat Central während eines Landausflugs besuchen möchte, sollte möglichst am Vormittag kommen. Die Markthalle schließt bereits am frühen Nachmittag und sonntags findet kein regulärer Marktbetrieb statt. Für unseren Stadtbummel eignet sich der Mercat Central gut für eine kleine Pause. Direkt gegenüber steht mit der Lonja de la Seda bereits die nächste wichtige Sehenswürdigkeit.

Lonja de la Seda

Die Lonja de la Seda (Seidenbörse) gehört zu den bedeutendsten historischen Bauwerken Valencias und steht seit 1996 auf der UNESCO-Welterbeliste. Der spätgotische Gebäudekomplex entstand überwiegend zwischen 1482 und 1533, als Valencia zu den wichtigen Handelsstädten des Mittelmeerraums gehörte. Besonders beeindruckend fanden wir die große Säulenhalle Sala de Contratación. Ihre hohen, spiralförmig gedrehten Säulen verzweigen sich unter dem Gewölbe und erinnern ein wenig an Palmen. Zum Gebäudekomplex gehören außerdem der Innenhof mit Orangenbäumen und das Consulado del Mar.

Der Eintritt kostet regulär 2 €. Samstags, sonntags und an Feiertagen ist der Eintritt kostenlos. Mit der Valencia Tourist Card kann man die Lonja ebenfalls kostenlos besichtigen. Da der Mercat Central direkt gegenüberliegt, lassen sich beide Sehenswürdigkeiten sehr gut miteinander verbinden.

La Lonja de la Seda
La Lonja de la Seda – Bild: ttinu–stock.adobe.com

Von der Lonja sind es anschließend nur etwa 600 Meter zurück zu den Serranos-Türmen. Dort erreicht man wieder die häufige Haltestelle der Shuttlebusse. Zur Haltestelle Pont de Fusta der Buslinie 95 sind es nur wenige Minuten weiter.

Bioparc Valencia

Der Bioparc ist ein moderner Zoo am nordwestlichen Ende des Jardín del Turia und insbesondere für Familien ein interessantes Ziel für Landausflüge in Valencia auf eigene Faust. Auf einer Fläche von rund zehn Hektar wurden verschiedene afrikanische Lebensräume nachgebildet. Zu sehen sind unter anderem Elefanten, Giraffen, Nashörner, Löwen, Flusspferde, Gorillas, Schimpansen und Lemuren. Das Besondere ist das Konzept der sogenannten „Zoo-Immersion“. Sichtbare Gitter und Zäune werden weitgehend vermieden. Stattdessen sind Felsen, Wasserläufe, Gräben und Vegetation in die Landschaft integriert. Die verschiedenen Bereiche orientieren sich unter anderem an der afrikanischen Savanne, den Feuchtgebieten, den Wäldern Äquatorialafrikas und Madagaskars.

Der Bioparc liegt ca. 10,3 km vom Kreuzfahrthafen entfernt. Mit der Buslinie 95 kann man vom Hafen bis zum Parc de Capçalera fahren. Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis zum Eingang. Bequemer und schneller ist ein Taxi. Laut der Preistafel am Kreuzfahrtterminal kann man für die Fahrt mit etwa 22 bis 26 € für bis zu vier Fahrgäste rechnen.

Valencias moderner Zoo Bioparc
Valencias moderner Zoo Bioparc – Bild: Twindesigner–stock.adobe.com

Für einen Besuch sollte man bei einem Landausflug mindestens drei bis vier Stunden einplanen. Deshalb würden wir den Bioparc eher als eigenen Schwerpunkt des Landgangs einplanen und nicht zusätzlich zu einem umfangreichen Stadtbummel. Die Eintrittspreise variieren je nach Besuchstag. Reguläre Tickets kosten derzeit ab 29,50 € für Erwachsene und ab 23,50 € für Kinder von 4 bis 12 Jahren sowie Besucher ab 65 Jahren. Beim Onlinekauf spart man 1 € pro Ticket. Bei der Buchung wählt man ein Datum und eine Einlasszeit.

Paella und die Fallas

Die Paella Valenciana ist das traditionelle Reisgericht der Region Valencia und hat ihren Ursprung in der Huerta und im Gebiet rund um die Albufera. Die klassische Variante wird mit Reis, Hähnchen, Kaninchen, grünen Bohnen, Garrofó-Bohnen, Tomaten, Paprikapulver, Safran und Olivenöl zubereitet. Häufig kommen Schnecken und etwas Rosmarin hinzu. Fisch und Meeresfrüchte gehören dagegen nicht in eine traditionelle Paella Valenciana. Besonders typisch ist die Zubereitung über einem Holzfeuer.

Die Fallas de Valencia gehören zu den wichtigsten Festen der Stadt und wurden 2016 von der UNESCO in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Bereits Anfang März finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Im Mittelpunkt stehen die eigentlichen Fallas-Tage Mitte März. In den Stadtvierteln werden große, oft satirische Figurenensembles aufgestellt, die sogenannten Fallas. Sie bestehen aus zahlreichen einzelnen Figuren, den Ninots. Während der Festtage prägen Umzüge, Musik, Feuerwerk und die täglichen Mascletàs das Stadtbild. Höhepunkt und Abschluss ist die Cremà am 19. März. In dieser Nacht werden die Fallas auf den Straßen und Plätzen verbrannt. Wer mit einem Kreuzfahrtschiff während der Fallas in Valencia liegt, erlebt die Stadt deshalb in einem Ausnahmezustand.

Die Fallas
Die Fallas im März sind ein weltberühmtes Frühlingsfest – Bild: Marcelo auf Pixabay

Valencias Stadtstrände

Wer möchte, kann in Valencia auf eigene Faust einen schönen Tag am Strand verbringen. Nur knapp 2 km vom Kreuzfahrthafen entfernt beginnt die Playa de las Arenas (Cabanyal). Nördlich schließt sich die breite Playa de la Malvarrosa an. Beide Stadtstrände wurden mit der Blauen Flagge ausgezeichnet und verfügen über eine gute touristische Infrastruktur.

Entlang der Strände verläuft eine lange Uferpromenade mit zahlreichen Restaurants und Cafés. In der Badesaison gibt es unter anderem Duschen, Toiletten sowie Liegen und Sonnenschirme. Besonders die Playa de las Arenas ist für Kreuzfahrer praktisch, weil sie deutlich näher am Hafen liegt als die Altstadt.

Vom Kreuzfahrthafen erreicht man die Playa de las Arenas je nach Liegeplatz in etwa 2 km. Wer nur einige Stunden am Strand verbringen möchte, kann deshalb ein Taxi nehmen oder die Strecke zu Fuß zurücklegen. Wer mehr Zeit hat, kann den Strandtag gut mit einem Bummel durch das nahe gelegene Cabanyal oder die Marina von Valencia verbinden.

Strand von Malvarrosa in Valencia
Strand von Malvarrosa in Valencia – Bild: tsolanes auf Pixabay

Naturpark Albufera

Südlich von Valencia erstreckt sich der Naturpark Albufera mit seiner großen Lagune, ausgedehnten Reisfeldern, Dünen, Pinienwäldern und naturbelassenen Stränden. Das Feuchtgebiet ist außerdem ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Wasservögel. Wer während eines Landausflugs eine ganz andere Seite Valencias kennenlernen möchte, findet hier ein interessantes Ziel abseits der Stadt. Für einen Ausflug zur Albufera sollte man mehrere Stunden einplanen. Wer eine Bootsfahrt mit einem Mittagessen in El Palmar verbinden möchte, macht daraus am besten einen eigenen Schwerpunkt des Landgangs.

Ein beliebter Ausgangspunkt ist das Dorf El Palmar mitten in den Reisfeldern. Von den kleinen Anlegestellen starten traditionelle Boote zu Rundfahrten über die Albufera. El Palmar ist außerdem für seine zahlreichen Reisrestaurants bekannt. Die Paella Valenciana hat ihren Ursprung in dieser Region und lässt sich deshalb gut mit einem Ausflug zur Albufera verbinden.

Vom Stadtzentrum erreicht man El Palmar mit der EMT-Buslinie 24. Sie fährt von Porta de la Mar über El Saler nach El Palmar. Vom Kreuzfahrthafen müsste man deshalb zunächst in Richtung Stadt fahren und umsteigen. Man fährt mit Bus 95 zur Stadt der Künste und der Wissenschaften und steigt an der Haltestelle „Les Arts“ in einen Bus der Linie 24 um.

Naturpark L'Albufera
Naturpark L’Albufera – Bild: Manuel Torres Garcia auf Pixabay

Eine bequeme Alternative ist der Albufera Bus Turístic. Die Ausflugsroute führt von Valencia nach El Palmar und beinhaltet eine Bootsfahrt auf der Albufera. Je nach Fahrplan kann man unter anderem bei der Stadt der Künste und der Wissenschaften zusteigen. Natürlich kann man vom Kreuzfahrthafen auch mit dem Taxi zur Albufera fahren.

Weitere Kreuzfahrthäfen im Mittelmeer

Unsere Hafenportraits für Ihre Landausflüge im Mittelmeer: Ajaccio, Barcelona, Cagliari, Cannes, Catania, Civitavecchia/Rom, Genua, Gibraltar, Heraklion, Ibiza, Istanbul, Katakolon, Kefalonia, Kusadasi, La Spezia, Limassol, Livorno, Malaga, Mallorca, Marseille, Messina, Mykonos, Neapel, Olbia, Palermo, Piräus (Athen), Rhodos, Salerno, Santorin, Souda (Chania), Valletta (Malta)

Fazit – Landausflüge in Valencia auf eigene Faust

Valencia ist ein sehr guter Kreuzfahrthafen für Landausflüge auf eigene Faust. Zwar liegt das Cruise Terminal einige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, mit Bus, Taxi oder Shuttlebus erreicht man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aber problemlos. Wer zum ersten Mal hier ist, kann durch die historische Altstadt bummeln und die Stadt der Künste und der Wissenschaften besuchen. Beide Bereiche lassen sich über den Jardín del Turia miteinander verbinden. Besonders gut geht das mit dem Fahrrad.

Auch abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten bietet Valencia viele Möglichkeiten. Familien können einen größeren Teil des Tages im Oceanogràfic oder im Bioparc verbringen. Für einen entspannten Strandtag liegen die Stadtstrände deutlich näher am Kreuzfahrthafen als die Altstadt. Wer lieber Natur erleben möchte, kann einen Landausflug zur Albufera mit einer Bootsfahrt und vielleicht einer Paella in El Palmar verbinden. Valencia gehört damit für uns zu den vielseitigen Kreuzfahrthäfen im westlichen Mittelmeer.

Petra im Devil's Bridge National Park auf Antigua

Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.

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