Cádiz liegt an der Atlantikküste Spaniens und zählt zu den ältesten und eindrucksvollsten Städten des Landes. Wer Landausflüge in Cádiz auf eigene Faust plant, kann die historische Altstadt mit ihren engen Gassen und Plätzen rund um die Kathedrale individuell erkunden. Cádiz hat knapp 120.000 Einwohner und liegt auf einer Landzunge, die weit in den Atlantik hineinragt. Die Stadt wurde bereits vor rund 3.000 Jahren von den Phöniziern gegründet und gilt als eine der ältesten Städte Westeuropas. Die andalusische Hafenstadt verfügt über einen bedeutenden Hafen und ist dank ihres langen Sandstrandes ein beliebtes Reiseziel im Sommer. Attraktionen für Landausflüge sind insbesondere die Altstadt und der Strand. Tagestouren nach Sevilla und in die weißen Dörfer Andalusiens sind ebenfalls sehr beliebt. Cádiz ist ein tolles Ziel für Landausflüge in Westeuropa. Weitere Informationen findet man auf der Webseite von Cadiz Turismo. Letzte Aktualisierung: Mai 2026
Weitere Hafenportraits für Landausflüge in Westeuropa auf eigene Faust: A Coruña, Amsterdam (IJmuiden), Bilbao, Cherbourg, Le Havre, Lissabon, Porto, Rotterdam, Vigo, Zeebrügge
Cádiz auf eigene Faust – kurz & knapp für Kreuzfahrer
📍 Liegeplatz: Muelle Alfonso XIII oder Muelle Ciudad, direkt im Stadtzentrum
🚶 Entfernung ins Zentrum: Die Altstadt ist bequem zu Fuß erreichbar
✨ Top-Highlights: Altstadt Cádiz, Strände, Sevilla, Jerez de la Frontera, Weiße Dörfer
🗺️ Fortbewegung: in Cádiz bequem zu Fuß, im Umland mit Bahn oder Mietwagen
👀 Für Erstbesucher: Stadtbummel in Cádiz, Parque Genovés, Fahrt nach Sevilla
🔁 Für Wiederholer: Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda, weiße Dörfer
👉 Fazit: Cádiz zählt zu den ältesten Städten Westeuropas und lässt sich vom Hafen aus problemlos auf eigene Faust entdecken.
Kreuzfahrthafen Cádiz
Der Hafen von Cádiz ist ein wichtiger Kreuzfahrthafen in Spanien mit ca. 330 Schiffsanläufen pro Jahr. Die meisten Kreuzfahrtschiffe nutzen die Muelle Alfonso XIII und die Muelle Ciudad im Stadtzentrum. An beiden Liegeplätzen gibt es ein modernes Kreuzfahrt-Terminal mit den üblichen Einrichtungen. Weitere Informationen findet man auf der Webseite von Cruise Cadiz.
Das Kreuzfahrtterminal an der Muelle Alfonso XIII bietet Kreuzfahrtgästen einen komfortablen Empfang in Cádiz. Nach der jüngsten Erweiterung umfasst es 1300 m² mit einer offenen Halle, Check-in-Schaltern, Gepäckaufbewahrung, Tourist Information, kostenlosem WLAN, Souvenirläden und weiteren Services. Der Hafen verfügt über einen großen Parkbereich direkt am Terminal, der für organisierte Landausflüge genutzt wird und Platz für mehr als 16 Busse bietet. An der Straße vor dem Terminal gibt es einen Taxistand und eine Haltestelle der Stadtrundfahrten.
Ein kleineres Cruise Terminal befindet sich am benachbarten Ciudad Pier. Hier machen häufig kleinere und mittelgroße Kreuzfahrtschiffe fest. Diese Infrastruktur sorgt für eine bequeme Aufnahme der Kreuzfahrtgäste mit direktem Zugang zur Innenstadt über den Paseo de Canalejas und den Plaza de San Juan de Dios. Das Cruise Terminal umfasst 420 Quadratmeter.
Die beiden Cruise-Terminals liegen sehr zentral, sodass man bequem in die Stadt laufen kann. Es gibt auch Transportmöglichkeiten wie Taxis, Stadtrundfahrten und öffentliche Busse, die Verbindungen zu weiter entfernten Zielen bieten. Auch der Bahnhof von Cádiz ist zu Fuß erreichbar.
In den Trockendocks der Navantia-Werft in Cádiz werden viele Kreuzfahrtschiffe überholt. Das größte Trockendock kann auch die gigantischen Kreuzfahrtschiffe der Oasis-Klasse von Royal Caribbean aufnehmen.
Landausflüge in Cádiz buchen
Für den Tag in Cádiz werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.
Landausflüge in kleinen Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie (inkl. ERGO Reiseversicherung) und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine Geld-zurück-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 24 Stunden vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Cádiz findet man bei GetYourGuide*.
Mobilität in Cádiz auf eigene Faust
Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Cádiz auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Cádiz (ab Cruise Terminal an der Muelle de Cruceros):
- Kathedrale: 850 Meter
- Torre Tavira: 850 Meter
- Parque Genovés: 1,4 km
- Strand La Caleta: 1,7 km
- Castillo de San Sebastián: 2,5 km
- Jerez de la Frontera: 36,6 km
- Sanlúcar de Barrameda: 49,7 km
- Tarifa: 106 km
- Gibraltar: 121 km
- Sevilla: 122 km

Karte der Cruise Terminals und Sehenswürdigkeiten in Cádiz: 1. Muelle Alfonso XIII (Hauptliegeplatz), 2. Muelle Ciudad, 3. Plaza de San Juan de Dios, 4. Kathedrale, 5. Markthalle, 6. Torre Tavira, 7. Playa Caleta, 8. Parque Genovés
Zu Fuß durch die Altstadt
Die Wege sind kurz und man kann die Altstadt von Cádiz auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Hier ein Stadtplan mit vier Vorschlägen für einen Stadtrundgang. Die Routen sind auf dem Straßenpflaster markiert. Cádiz ist eine wunderschöne Stadt mit prachtvollen Gebäuden, schönen Plätzen und wunderbaren Parks. Hier kann man sich auch einfach treiben lassen.
Shuttlebusse der Reedereien
Da die Kreuzfahrtschiffe im Stadtzentrum liegen, gibt es in Cádiz keine Shuttlebusse. Es gibt einfach keinen Bedarf dafür.
Öffentliche Busse in Cádiz
Das öffentliche Busnetz von Cádiz wird von der Betreibergesellschaft Tranvía de Cádiz a San Fernando y Carraca (tranviadecadizasanfernandoycarraca.es) bedient. Die Líneas Urbanas de Cádiz bestehen aus fünf Buslinien (1, 2, 3, 5, 7), die alle an der Plaza de España in unmittelbarer Hafennähe starten. Die Buslinie Nr. 2 fährt von der Plaza de España einmal um die Altstadt herum und dann durch die modernen Stadtteile. Eine gute Möglichkeit für alle, die in Cádiz auf eigene Faust zu den endlosen Stränden (Playa de la Victoria) fahren möchten. Die Einzelfahrscheine kosten 1,40 Euro und können im Bus erworben werden. Das Bezahlen mit einer kontaktlosen Bankkarte oder Apple/Google Pay ist in den Stadtbussen von Cádiz derzeit nicht möglich.
Taxis, Uber & Co
Im Bereich der Liegeplätze der Kreuzfahrtschiffe warten Taxis auf Kundschaft. Normale Taxifahrten in der Stadt werden durch das Taxameter abgerechnet. Die größte Taxizentrale nutzt die App PideTaxi. Auch die Uber-App ist in Cádiz verfügbar. Landausflügler können die App nutzen, um bequem Taxis oder private Fahrdienste zu buchen und sich schnell und einfach durch die Stadt zu bewegen.
Die Fahrer bieten am Hafen natürlich bevorzugt Taxitouren zu Zielen der Umgebung an. Die Angebote werden auf Schildern beworben. Eine Taxitour nach Sevilla kostet ca. 250 Euro und für die Tour nach Jerez de la Frontera zahlt man ca. 130 Euro. Die bekannteste Taxizentrale ist die Firma Radio Taxi Cadiz. Hier kann man sich vorab informieren und vielleicht schon eine Reservierung tätigen.
Hop-on Hop-off Touren
Die Firma City Sightseeing bietet eine Stadtrundfahrt mit den bekannten roten Doppeldeckerbussen an. Die nächstgelegene Haltestelle (Nr. 2) befindet sich an der Plaza de la Hispanidad. Das ist direkt beim Cruise Terminal an der Muelle de Cruceros. Man sieht die roten Busse bereits vom Schiff aus. Wer möchte, kann die Tickets bei Tiqets* vorab erwerben.
Die Busse fahren einmal rund um die Altstadt herum, am endlosen Strand entlang und zur Mall El Corte Inglés am Fuß der großen Schrägseilbrücke Puente de la Constitución de 1812. An insgesamt 14 Haltestellen im Stadtgebiet kann man aussteigen und später in einen der nachfolgenden Busse wieder einsteigen. Planmäßig kommt alle 30 Minuten ein Bus an jeder Haltestelle vorbei. Die Busse sind mit Audioguides in mehreren Sprachen ausgestattet, die informative Kommentare zu den Sehenswürdigkeiten und Attraktionen liefern, während der Bus an ihnen vorbeifährt.
Mit der Bahn ins Hinterland
Den Hauptbahnhof von Cádiz kann man in ca. 15 bis 20 Minuten bequem zu Fuß erreichen. Fahrplan-Informationen findet man auf der Webseite der spanischen Bahn Renfe (renfe.com) oder sogar bei Bahn.de. Die Fahrt nach Sevilla Santa Justa dauert meistens ca. 100 Minuten und nach Jerez de la Frontera ist man gut 30 Minuten unterwegs.

Mietwagen in Andalusien
In einer Großstadt wie Cádiz gibt es zahlreiche Autoverleiher. Am Bahnhof (und damit in Hafennähe) haben mehrere Anbieter eine Niederlassung. Darunter Hertz und Europcar. Über die gut ausgebauten Straßen und Autobahnen kann man die Ziele der Umgebung gut mit einem Mietwagen erreichen. Insbesondere die Autobahnen sind nicht so voll wie bei uns. Der Süden Spaniens ist kein Transitland wie Deutschland.
Cádiz auf eigene Faust: Die besten Highlights für Kreuzfahrtgäste
In diesem Hafen gibt es eine Vielzahl von Ideen und Zielen zur Gestaltung eines erlebnisreichen Tages an Land. Man kann einfach in Cádiz bleiben und durch die schöne Altstadt bummeln oder die Strände genießen. Oder man macht sich auf den Weg, das andalusische Hinterland zu erkunden. Insbesondere Sevilla und Jerez de la Frontera locken viele Landausflügler an. Dies sind die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Cádiz auf eigene Faust.
Karte der Sehenswürdigkeiten für Landausflüge in Cádiz: 1. Plaza de San Juan de Dios, 2. Kathedrale, 3. Markthalle, 4. Torre Tavira, 5. Iglesia del Oratorio de San Felipe Neri, 6. Castillo de San Sebastian, 7. Castillo de Santa Catalina, 8. Parque Genovés, 9. Puertas de Tierra, 10. Plaza de las Flores, 11. Calle Ancha (Einkaufen), 12. Calle Columela (Einkaufen), 13. Gran Teatro Falla, 14. Museo de Cádiz
Stadtbummel in Cádiz auf eigene Faust
Cádiz ist perfekt für Spaziergänge. Wir empfehlen einen Gang durch die Straßen, Plätze und Gärten der historischen Altstadt. Von den beiden Liegeplätzen im Stadtzentrum geht man nur wenige Minuten bis zur Altstadt. Ideal für einen Stadtrundgang in Cádiz auf eigene Faust.
Plaza de San Juan de Dios
Sehr beeindruckend und repräsentativ ist die Plaza de San Juan de Dios, die sich zum Hafen hin öffnet. Viele Urlauber werden über diesen Platz in die Altstadt laufen. An der Plaza steht auch das prachtvolle Rathaus der Stadt aus dem Jahre 1799. Auch die barocke Iglesia de San Juan de Dios aus dem 17. Jahrhundert ist sehenswert. Wenn man über die Plaza de San Juan de Dios geht und hinten rechts in die Calle Pelota einbiegt, erreicht man nach vielleicht 200 Metern die Kathedrale.

Die Kathedrale von Cádiz
Die mächtige Kathedrale von Cádiz sieht man von vielen Orten in der Altstadt. Insbesondere die gelbe Kuppel ist sehr auffällig. Das mächtige Gotteshaus wurde im 18. Jahrhundert erbaut und liegt direkt am Atlantik. Den Westturm (Torre de Levante) kann man über einen Serpentinenweg (keine Stufen) erreichen und die Aussicht genießen. Der Eintritt für das Gotteshaus liegt bei 12 Euro. Für Rentner, Studenten und Kinder gibt es diverse Ermäßigungen. Enthalten sind die Besichtigung der Kathedrale, der Krypta, des Dommuseums und der Aufstieg auf den Turm. Wer auf den Turm möchte, sollte sich beeilen.
💡Unser Tipp: Wer den Turm besucht, sollte möglichst früh dort sein. Wenn die ersten Gruppen vom Schiff kommen, wird es schnell sehr voll. Vor der Kathedrale befindet sich eine größere Freifläche mit Gastronomie.
Calle Columela & Calle Ancha
Nach der Besichtigung der Kathedrale könnte man etwas Zeit für einen Einkaufsbummel mit einer Kaffeepause einplanen. Die Calle Columela und die Calle Ancha sind beliebte Fußgängerzonen mit Boutiquen, Souvenirläden und Modegeschäften. Die Calle Ancha ist die historische Hauptstraße mit breiter, eleganter Bebauung und vielen Geschäften, während die Calle Columela eher als lebendige Einkaufs- und Gastrostraße bekannt ist.
💡Unser Tipp: Die Calle Ancha wirkt besonders elegant mit ihren historischen Fassaden und den typischen andalusischen Balkonen. Ein guter Ort für schöne Fotos.
Mercado Central & Plaza de las Flores
Die Einkaufsstraße Calle Columela führt direkt auf die Plaza Topete. Dieser kleine Platz ist im Alltag fast ausschließlich als Plaza de las Flores bekannt. Hier gibt es sehr schöne Blumenstände. Straßenkünstler und Musiker unterhalten die Touristen.
Von der Plaza Topete geht es nur einmal um die Ecke zur Markthalle Mercado Central de Abastos. Man könnte ein wenig durch die Markthalle spazieren und das Angebot begutachten. Insbesondere das Angebot an Meeresfrüchten und Schinken ist riesig. Im oberen Geschoss gibt es Gastronomie. Wer Hunger hat, findet hier vielleicht etwas zu essen. Danach geht es weiter zum Torre Tavira, der nur 200 Meter entfernt ist.
Torre Tavira
Der ehemalige Wachtturm Torre Tavira aus dem 18. Jahrhundert befindet sich am höchsten Punkt der Altstadt. Auf dem Dach gibt es eine Camera obscura, die ein lebendiges 360°-Panorama der Stadt auf eine konkave Fläche projiziert. Es gibt mehrmals täglich Vorführungen. Vom Dach des Turms hat man einen fantastischen Rundblick auf die Dächer der Altstadt, die Kathedrale, das Meer und die Kreuzfahrtschiffe im Hafen. Der Eintritt liegt bei 8 Euro. Jetzt geht es an den Strand. Vom Torre Tavira läuft man ca. 800 Meter zum Stadtrand La Caleta.

Playa de La Caleta
Die feinsandige Playa de la Caleta liegt zwischen dem Castillo de San Sebastián (auf einer Landzunge) und dem Castillo de Santa Catalina mitten im Herzen der Altstadt. Duschen und Toiletten sind vorhanden. Sehr auffällig ist das ehemalige Badehaus Balneario de Nuestra Señora de la Palma y del Real. Das elegante, weiße Gebäude war mal ein Strandbad für die gehobene Gesellschaft. Heute wird es für kulturelle Veranstaltungen genutzt und ist Sitz eines Instituts für Meeresforschung.
Castillo de San Sebastián & Santa Catalina
Der Stadtrand wird von zwei Festungen eingerahmt. Das Castillo de San Sebastián ist eine Inselfestung am Ende einer 800 Meter langen Steinmole, direkt westlich der Playa de La Caleta. Hier hat man einen herrlichen Blick über die Bucht von Cádiz. Das Castillo de Santa Catalina liegt direkt am westlichen Rand der Playa de La Caleta. Es hat einen sternförmigen Grundriss mit dicken Steinmauern und kann kostenlos besichtigt werden. Von dem Castillo de Santa Catalina sind es nur 450 Meter zum herrlichen Parque Genovés, den man auf keinen Fall verpassen sollte.
💡Unser Tipp: Der Spaziergang über die lange Steinmole zum Castillo de San Sebastián lohnt sich allein schon wegen der fantastischen Ausblicke auf das Meer, die Altstadt und die Kathedrale.
Parque Genovés
Der Parque Genovés ist der botanische Garten von Cádiz und ist unser Lieblingsort in Cádiz. Die gepflegte Parkanlage gilt als eine der schönsten Grünflächen der Stadt und bietet mit ihren schattigen Wegen eine willkommene Abwechslung zu den oft engen Gassen der historischen Altstadt. Mehr als einhundert verschiedene Baumarten, zahlreiche Palmen, exotische Pflanzen und farbenfrohe Blumenbeete sorgen für eine fast tropische Atmosphäre.
💡Unser Tipp: Das kleine Café im Park (Café Bar El Parque) ist ideal für einen entspannten Café con Leche.
Verborgene Plätze
Wenn man durch die meist engen und dicht bebauten Gassen der Altstadt läuft, stößt man immer wieder auf schöne Plätze. Neben der Plaza de San Juan de Dios haben uns die grüne Plaza de Mina und die große Plaza de San Antonio besonders gut gefallen. Die grüne Plaza España mit Gartenanlage befindet sich in unmittelbarer Hafennähe. In der Mitte steht ein Denkmal für die verfassungsgebende Versammlung von Cádiz von 1812. Cádiz war damals kurzzeitig Hauptstadt Spaniens. Insgesamt geht man vom Parque Genovés vorbei an den genannten Plätzen bis zum Hafen ca. 1,2 km.
Was gibt es noch?
Im Stadtgebiet von Cádiz warten kilometerlange Sandstrände auf sonnenhungrige Landausflügler. Entlang der modernen Neustadt erstreckt sich ein breiter und mehr als acht Kilometer langer Sandstrand. Entlang der Strandpromenade gibt es viele kleine Strandrestaurants und Strandhotels. Hier verbringen auch viele spanische Familien ihren Urlaub. Der lange Strand wurde in unterschiedliche Abschnitte unterteilt. Zum Beispiel die Playa de la Victoria (3 Kilometer) oder die Playa de Santa Maria del Mar (1 Kilometer).
Das Stadttor Puertas de Tierra ist ebenfalls ein Rest der ehemaligen Stadtbefestigung und heute die Trennlinie zwischen Altstadt und Neustadt. Der Kontrast zwischen dem modernen Cádiz und der Altstadt könnte kaum größer sein.
Stadtbummel in Jerez de la Frontera
Jerez de la Frontera lässt sich von Cádiz aus sehr gut auf eigene Faust mit der Bahn erreichen. Die Züge fahren regelmäßig und benötigen ca. eine halbe Stunde. Die aktuellen Fahrzeiten findet man auf der Webseite der spanischen Bahngesellschaft Renfe.
Karte der Landausflugsziele im Zentrum von Jerez de la Frontera: 1. Alcázar de Jerez de la Frontera, 2. Kathedrale, 3. Plaza del Arenal, 4. Mercado Central de Abastos, 5. Calle Larga, 6. Bodegas (Tío Pepe, Gonzalez Byass) 7. Tablao Flamenco Puro Arte
Alcázar & Kathedrale
Von der Estación de Jerez de la Frontera kann man die Stadt sehr gut zu Fuß erkunden. Vom Bahnhof bis zum Alcázar de Jerez de la Frontera geht man 1,4 km. Die maurische Festung wurde später von Christen erweitert und kann heute besichtigt werden. Der Eintritt liegt bei 5 Euro. Man sieht mächtige Mauern, Wehrtürme, arabische Bäder und einen schönen Garten im Innenhof des Palastes. Gegen Aufpreis bietet eine Camera obscura einen Panoramablick auf Jerez.
Die große Catedral de San Salvador befindet sich direkt neben der maurischen Festung. An dieser Stelle befand sich früher eine Moschee, die nach der Reconquista durch eine Kirche ersetzt wurde. Der Stilmix aus Gotik, Barock und Neoklassik ist beeindruckend. Vom Glockenturm (wenn geöffnet) hat man einen schönen Blick über die Altstadt.
Plaza del Arenal & Calle Larga
Von der Kathedrale läuft man ca. 350 Meter zur Plaza del Arenal. Der lebhafte Platz ist von Cafés, Bars und historischen Gebäuden umgeben und ideal für eine kleine Pause. Dann geht es weiter zur 250 Meter entfernten Markthalle Mercado Central de Abastos. Hier gibt es auch Tapas-Stände und Mini-Restaurants. Nur einen Steinwurf von der Markthalle entfernt beginnt die Fußgängerzone Calle Larga, die Hauptflaniermeile von Jerez. Die elegante Einkaufsstraße ist von prächtigen Fassaden und Stadtpalästen aus dem 19. Jahrhundert gesäumt.
Pferde & Flamenco
Wer noch mehr Zeit hat, kann zusätzlich die Königlich-Andalusische Reitschule besuchen oder eine Flamenco-Show erleben. Besonders bekannt ist das Tablao Puro Arte, eines der renommiertesten Flamenco-Lokale der Stadt. Die Nachmittagsvorstellungen beginnen häufig bereits gegen 16 Uhr. Ideal für viele Kreuzfahrtgäste mit langen Liegezeiten.
Sherry
Natürlich gehört auch eine Sherryverkostung zu einem Landausflug in Jerez de la Frontera. Die Stadt gilt als Heimat des weltberühmten Sherrys. Verkostungen (mit Führung) werden unter anderem in den berühmten Bodegas González Byass und Tío Pepe angeboten. Die historischen Weinkeller befinden sich zentral in der Altstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar. Neben González Byass laden auch andere traditionsreiche Weingüter wie Bodegas Lustau oder Bodegas Fundador zu Verkostungen ein. Viele Angebote können vorab online reserviert werden.
Stadtbummel in Sevilla
Sevilla gehört zu den faszinierendsten Städten Andalusiens und eignet sich hervorragend für einen Landausflug ab Cádiz. Besonders bequem ist die Anreise mit dem Zug. In rund 100 Minuten erreicht man den Bahnhof Sevilla-Santa Justa im Zentrum der Hauptstadt Andalusiens. Die Kathedrale von Sevilla ist 2 km vom Bahnhof Santa Justa entfernt. Wer möchte, gönnt sich ein Taxi oder einen Uber. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann man nur Teilstücke überbrücken. In der Regel bieten deutsche Reedereien alternativ einen Landausflug mit dem Titel „Sevilla auf eigene Faust“ an. Die Busfahrt dauert ca. 2 Stunden pro Strecke und man hat 4 bis 5 Stunden Aufenthalt.
Karte der Highlights von Sevilla: 1. Kathedrale & Giralda, 2. Real Alcázar de Sevilla, 3. Altstadtviertel Barrio Santa Cruz, 4. Torre del Oro, 5. Plaza de España & Parque de María Luisa
Kathedrale von Sevilla & Giralda
Die größte gotische Kathedrale der Welt (UNESCO-Weltkulturerbe) wurde auf den Grundmauern einer ehemaligen Moschee erbaut. Das Mittelschiff hat eine Höhe von 42 Metern. Das Retabel (Altarbild) ist eines der größten und prachtvollsten der Christenheit. Das Grab von Christoph Kolumbus enthält tatsächlich Überreste des berühmten Entdeckers. Das hat ein DNA-Test bestätigt. Der berühmte Glockenturm (Giralda) war ursprünglich ein Minarett und ist 104 Meter hoch. 35 Rampen (statt Stufen) ermöglichen ein bequemes Hinaufgehen. Die Aussicht ist spektakulär. Auf der Webseite der Kathedrale kann man zeitgebundene Tickets für 13 Euro pro Person kaufen. Für 5 Euro bekommt man einen Audioguide.
Real Alcázar de Sevilla
Direkt nebenan befindet sich der Real Alcázar de Sevilla. Der maurische Palast wurde später von Christen erweitert und ist der älteste noch genutzte Königspalast Europas. Auf einer Fläche von mehr als 90.000 m² befinden sich Paläste, Innenhöfe und Gärten. Der Palacio de Pedro I ist das Herzstück des Alcázar. Besonders ist der Mudéjar-Stil, eine Mischung aus islamischer und christlicher Baukunst. Der Patio de las Doncellas ist der Hauptinnenhof des Palastes. Zu sehen sind reich verzierte Arkaden mit Stuckornamenten und arabischen Inschriften. Etwa 60.000 m² entfallen auf die aufwendig gepflegten historischen Gartenanlagen. Hier kann man zwischen Orangenbäumen, Palmen und Brunnen spazieren gehen.
💡Unser Tipp: Der Real Alcázar de Sevilla war auch Drehort von „Game of Thrones“ (Königspalast von Dorne).
Barrio Santa Cruz
Jetzt geht man ca. 400 Meter zum Altstadtviertel Barrio Santa Cruz. Es handelt sich um ein ehemaliges jüdisches Viertel und es befindet sich direkt östlich der Kathedrale und des Alcázar. In der Altstadt gibt es sehr schmale Gassen, weiß getünchte Häuser und verwinkelte Passagen. Kleine Innenhöfe und romantische Plätze machen das Barrio Santa Cruz zu einem der fotogensten Orte Sevillas. Es gibt zudem viele kleine Tapas-Bars. Ideal für einen Mittagsstopp.
💡Unser Tipp: Viele der kleinen Tapasbars bieten mittags günstige Menüs mit typisch andalusischen Gerichten an.
Plaza de España & Parque de María Luisa
Die riesige Plaza de España liegt ca. 1,5 km südlich der Altstadt rund um die Kathedrale. Der Platz ist ein Wahrzeichen des modernen Sevilla und wurde für die Ibero-Amerikanische Ausstellung 1929 gebaut. Es gibt einen halbkreisförmigen Palast und 52 Fliesenbänke, je für eine spanische Provinz. Prachtvolle Brücken sind ein idealer Fotospot. Der angrenzende Parque de María Luisa wurde ebenfalls zur Ausstellung von 1929 angelegt. Er ist eine große Oase mitten in der Stadt.
Torre del Oro & Guadalquivir
Der Paseo Cristóbal Colón führt von der Plaza de España durch einen schönen Park bis zum Fluss Guadalquivir. Von hier könnte man ca. 1 km am Ufer entlang zum Torre del Oro (Goldturm) laufen. Dieser war ursprünglich ein Teil der maurischen Stadtmauer, die vom Alcázar bis zum Fluss verlief. Später lagerten hier die Spanier die Goldlieferungen aus Amerika. Ganz in der Nähe befindet sich die Stierkampfarena. Dann geht es mit einem Taxi oder einem Uber zurück zum Bahnhof.
Sanlúcar de Barrameda
Die weiße Stadt mit knapp 70.000 Einwohnern liegt an der Mündung des Flusses Guadalquivir, knapp 50 km nördlich von Cádiz. Der pittoreske kleine Ort ist bekannt für seinen Sherry. Man kann sehr schön durch das historische Zentrum bummeln, Tapas essen und eine Manzanilla kosten.
Mit dem Boot erreicht man von Sanlúcar de Barrameda aus den Parque Nacional de Doñana auf der anderen Seite des Flusses. Hier gibt es Feuchtgebiete, Sanddünen, Kiefernwälder sowie Strände und Lagunen. Das UNESCO-Biosphärenreservat ist ein wichtiges Überwinterungsgebiet für Zugvögel.
Conil de la Frontera
Conil de la Frontera ist eine weiße Küstenstadt an der Costa de la Luz. Die Altstadt mit ihren weiß gekalkten Häusern, blauen Fensterläden und bunten Blumen ist wunderschön. Deutsche Reedereien bieten oft einen Transfer an. Man kann ein wenig in der Altstadt bummeln und Zeit an den endlosen Sandstränden verbringen. Conil de la Frontera ist ein beliebtes Urlaubsziel mit vielen Strandhotels.
Sherry-Kellerei Osborne
Wer möchte, kann in Cádiz auf eigene Faust mit einer Fähre nach El Puerto de Santa María fahren. Die Fähre (Catamarán Bahía Cádiz) fährt direkt vom Terminal Marítima Cádiz. Das ist nur wenige hundert Meter vom Schiff entfernt, direkt auf der anderen Seite des Hafenbeckens (in der Nähe des Bahnhofs). Das Ziel ist das Terminal Marítima El Puerto de Santa María. Von hier geht man noch gut 300 Meter zur Bodega Osborne. Die Katamarane sind weniger als eine halbe Stunde unterwegs und die Fahrt kostet um die 5 Euro. Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Touristeninformation (Link s. oben). Die offizielle Webseite (catamaranbahiacadiz.com) gibt es leider nur in spanischer Sprache.
Die Bodega Osborne ist ein Familienunternehmen mit über 200 Jahren Tradition. Der berühmte Osborne-Stier ist mittlerweile zu einem Wahrzeichen Spaniens geworden. Die Gebäude des Unternehmens gelten als die „Kathedrale des Sherry“ mit schönen Innenhöfen und Gärten. Auf der Webseite des Unternehmens kann man diverse Aktivitäten und Verkostungen buchen.
Fazit: Landausflüge in Cádiz auf eigene Faust
Cádiz ist eine Stadt, die sich ideal für Erkundungen auf eigene Faust eignet. Vom Kreuzfahrthafen aus ist die Altstadt schnell zu Fuß erreichbar, sodass Landausflügler die engen Gassen, historischen Plätze und die beeindruckende Kathedrale ohne großen Aufwand entdecken können. Die Stadt bietet eine gelungene Mischung aus Geschichte, Parks und entspanntem Strandleben. Wer mehr von Andalusien sehen möchte, findet zahlreiche Möglichkeiten für Landausflüge in die Umgebung. Sevilla ist per Bahn in rund 100 Minuten erreichbar, Jerez de la Frontera liegt etwa 30 Minuten entfernt. Auch die weißen Dörfer Andalusiens lassen sich mit Bus, Mietwagen oder organisierten Landausflügen gut erreichen. Cádiz schafft es immer wieder, die Kreuzfahrer zu überraschen.
Petra Tegeler ist Kreuzfahrtexpertin seit über 20 Jahren und teilt ihre Erfahrungen aus mehr als 200 Häfen weltweit.
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