Stavanger auf eigene Faust

»Landausflüge in Stavanger auf eigene Faust planen und buchen«

Hier haben wir Informationen für Landausflüge in Stavanger auf eigene Faust zusammengestellt. Die viertgrößte Stadt Norwegens hat einen bedeutenden Platz in der Geschichte des Landes. Durch den Sieg in der Schlacht von Hafrsfjord im Jahre 872 gelang dem Wikinger-König Harald Schönhaar der Zusammenschluss der verschiedenen Wikinger-Stämme zu einem Königreich. Das Stadtbild von Stavanger verbindet heute Tradition mit modernem Geschäftsleben. Sehenswert sind der alte Stadtkern Gamle Stavanger, die bunte Fargegaten und die Domkirche, die 1125 im romanischen Stil begonnen und später mit einem gotischen Choranbau vollendet wurde. Wirtschaftliche Bedeutung erhält die Stadt zuerst durch 70 Fischkonservenfabriken und leistungsfähige Schiffswerften. Und später durch das Nordseeöl. Von besonderem Reiz in der Umgebung von Stavanger ist der Lysefjord mit dem 600 Meter senkrecht abfallenden Felsplateau Preikestolen (Predigtstuhl). Jeden Sommer kommen viele Kreuzfahrtschiffe im Rahmen von Norwegen Kreuzfahrten hierher. Nur 80 Kilometer nördlich befindet sich der Hafen von Haugesund. Kristiansand liegt 230 Kilometer südöstlich.

Landausflüge in Stavanger auf eigene Faust
MSC Meraviglia in Stavanger – Bild: Tegeler

Norwegen ist ein Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), aber kein Mitglied der Europäischen Union (EU). Das Land ist Teil des Schengen-Raums, was bedeutet, dass es keine Grenzkontrollen zu anderen Schengen-Ländern gibt. Dies erleichtert die Reise für Bürger der EU. Als Nicht-EU-Mitglied hat Norwegen seine eigene Währung, die Norwegische Krone, und ist nicht Teil der Eurozone. Ein Euro entspricht derzeit ca. 11,71 NOK. Weitere Informationen findet man auf der Tourismus-Webseite der Region Stavanger. Stand: März 2025

Stavanger Cruise Terminal

Der Stavanger Cruise Port ist ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrtschiffe in Fjordnorwegen. Alle Anlegestellen liegen nah am Stadtzentrum. Daher erreichen Passagiere Sehenswürdigkeiten, Restaurants sowie Geschäfte einfach auf eigene Faust zu Fuß.

AIDAnova am Strandkaien
AIDAnova am Strandkaien – Bild: Tegeler

Die Bucht Vågen kann mehrere Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig aufnehmen. Auch die größten Kreuzfahrtschiffe können direkt im Stadtzentrum festmachen. Es gibt vier Liegeplätze, die für Kreuzfahrtschiffe geeignet sind. Diese heißen Strandkaien (309 Meter), Konserthuskaien (232 Meter), Skagenkaien (249 Meter) und Skansekaien (135 Meter). Wo das eigene Kreuzfahrtschiff festmachen wird, kann man vorab der Webseite des Hafens entnehmen.

Liegeplatz Nummer 1 in Stavanger ist Strandkaien. Hier machen die großen Kreuzfahrtschiffe fest. Die Touristeninformation ist nebenan in einem orangefarbenen Gebäude zu Hause. Hier bekommt man Stadtpläne und alle gewünschten Informationen. Fjord Cruises, RIB-Touren und Hop-on Hop-off Touren kann man in unmittelbarer Nähe buchen.

Landausflüge in Stavanger buchen

Für den Tag in Stavanger werden an Bord zahlreiche organisierte Landausflüge angeboten. Wer es individueller mag oder von den hohen Landausflugspreisen an Bord abgeschreckt wird, sollte sich die Angebote lokaler Veranstalter einmal ansehen.

Landausflüge in kleineren Gruppen mit Hafenabholung, Pünktlich-zurück-zum-Schiff-Garantie und (meist) deutschsprachigen Reiseleitern gibt es bei Meine Landausflüge* (s. oben). Für Sicherheit bei der Ausflugsplanung sorgen eine „Geld-zurück“-Garantie (bei Hafenausfällen) und eine kostenlose Stornierungsoption bis 15 Tage vor dem Ausflugsdatum. Mit extra buchbarer Flex-Option sogar bis 60 Minuten vor Ausflugsbeginn. Weitere Aktivitäten und Kreuzfahrtausflüge in Stavanger findet man bei GetYourGuide* oder bei Viator*.

Mobil in Stavanger auf eigene Faust

Das Thema Mobilität ist ein zentraler Punkt für alle Kreuzfahrer, die ihre Kreuzfahrtausflüge in Stavanger auf eigene Faust planen. Letztlich geht es um die Frage, wie man vom Hafen zu den gewünschten Landausflugszielen kommt. Dazu haben wir hier Informationen zusammengestellt. Vorab einige Entfernungsangaben zu beliebten Zielen für Landausflüge in Stavanger (ab Strandkaien):

  • Gamle Stavanger: 100 Meter
  • Stavanger Domkirke: 500 Meter
  • Øvre Holmegate: 750 Meter
  • Norwegisches Erdölmuseum: 850 Meter
  • Schwerter im Felsen: 5,4 Kilometer
  • Kloster Utstein: 24,7 km
  • Preikestolen BaseCamp: 39 Kilometer (durch den neuen Tunnel)
  • Månafossen: 68,6 km
  • Egersund: 74,9 km
  • Husky-Farm in Sirdal: 111 km
Der Hafen von Stavanger auf einen Blick
Der Hafen von Stavanger auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Der Hafen von Stavanger: 1(blau)-Hauptliegeplatz Strandkaien bei der Touristeninformation, 2(blau)-Konserthuskaien, 3(blau)-Skagenkaien, 4(blau)-Skansekaien

Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum: 1-Norwegisches Konservendosenmuseum, 2-Gamle Stavanger, 3-Stavanger Domkirke, 4-Valberget Utsiktspunkt, 5-Øvre Holmegate, 6-Norwegisches Erdölmuseum, 7-Fisketorget Stavanger

Zu Fuß

Das Zentrum von Stavanger gruppiert sich rund um das Hafenbecken Vågen. Wer in der Stadt bleiben möchte, kann alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Stavangers bequem zu Fuß erreichen.

Kreuzfahrtschiffe in Stavanger
Kreuzfahrtschiffe in Stavanger – Bild: Tegeler

Bootsausflüge

In Stavanger stehen Bootsfahrten zum Lysefjord ganz oben auf der Liste. Denn dieser Fjord lockt mit Felsen in außergewöhnlichen Formen – Preikestolen und Kjeragbolten sind hier die Stars. Die Fahrt zeigt umwerfende Aussichten auf die Landschaft. Zugleich erlaubt sie es, die besondere Geologie sowie die Natur des Fjords kennenzulernen. Für die Touren stehen verschiedene Bootstypen zur Auswahl: Katamarane, Museumsschiffe, Ausflugsboote oder auch schnelle RIB-Boote. Ein bekannter Anbieter ist Rødne Fjord Cruise.

Öffentliche Verkehrsmittel

Stavangers öffentliches Verkehrsnetz ist gut ausgebaut. Es bietet eine komfortable Option, die Stadt selbstständig zu erkunden. Busse sind das wichtigste Verkehrsmittel in Stavanger. Sie werden von Kolumbus betrieben und verbinden das Stadtzentrum mit den Vororten und Nachbarorten. Mit Bus 16 kann man zum Beispiel das Denkmal „Schwerter im Berg“ erreichen. Fahrkarten bekommt man per App, an Automaten oder direkt im Bus. Auch Fähren gehören zum Nahverkehr. Sie fahren regelmäßig zu Inseln in der Umgebung sowie entlang der Fjorde. Die Region Stavanger hat zudem Anschluss ans norwegische Bahnnetz – mit Verbindungen nach Sandnes und Egersund, aber auch ins Landesinnere.

Stadtrundfahrten

Auch Stadtrundfahrten sind eine Alternative für den Tag in Stavanger auf eigene Faust. Verkauft werden die Tickets am Strandkaien, unweit der Touristeninformation. Die Busse sind nicht zu übersehen. Man kann zwischen den aus aller Welt bekannten roten Bussen von City Sightseeing und den rot-gelben Bussen der norwegischen Firma Hop On AS wählen. Die Firma Hop on AS kennt man aus Bergen, Haugesund und Ålesund. Beide Anbieter bieten Stadtrundfahrten mit 11 bis 13 Haltestellen im Stadtgebiet an. Wie gewohnt kann man an jeder Haltestelle aussteigen und mit einem anderen Bus weiterfahren. Während der Fahrt gibt es einen Audioguide mit Informationen in mehreren Sprachen, darunter auch auf Deutsch. Tickets gibt es direkt am Hafen oder vorab bei GetYourGuide*.

Gamle Stavanger mit AIDAnova
Gamle Stavanger mit AIDAnova – Bild: Tegeler

Taxis

Stavanger Taxi ist das älteste und größte Taxiunternehmen in der Region Stavanger. Wer möchte, kann ein Taxi telefonisch (+47 51 90 90 90), über die Webseite oder die App Taxifix bestellen. Es gibt in Norwegen einen Vergleichspreis für Taxifahrten, der Jamførpris genannt wird. Das ist ein Richtpreis für eine Fahrt über 8 Kilometer und 13 Minuten Fahrzeit. In Stavanger liegt der Jamførpris werktags bei 309 NOK und am Wochenende bei 371 NOK für ein Taxi mit bis zu vier Fahrgästen. Es gibt natürlich auch größere Taxis für bis zu 8 Fahrgäste. Eine Alternative ist die Taxizentrale Siddis Taxi. Das Unternehmen bietet auf der Webseite Fahrten zur Preikestolen BaseCamp und zur Sehenswürdigkeit Sverd i fjell zum Festpreis an.

In Stavanger ist Uber als Alternative zu traditionellen Taxis verfügbar. Die Plattform bietet Fahrten über ihre App an, bei der Nutzer Fahrer in der Nähe finden, Preise vorab sehen und bequem bezahlen können.

Preikestolen Express Bus

Der Preikestolen Express Bus der Firma Go Fjords ist eine beliebte und bequeme Möglichkeit, von Stavanger auf eigene Faust zum Preikestolen Basecamp, dem Ausgangspunkt der Wanderung zum berühmten Preikestolen, zu gelangen. Die Fahrten sind während der Wandersaison regelmäßig und speziell auf die Bedürfnisse von Touristen abgestimmt. Tickets können für 550 NOK online oder direkt beim Busfahrer erworben werden. Los geht es in der Olav V s gate 3 (vor dem Radisson Blu Atlantic Hotel) in Stavanger. Eine Alternative sind die Pulpit Rock Tours der Firma Boreal (pulpitrock.no).

Mietwagen

Die meisten Autovermieter haben ein Büro am ca. 15 Kilometer entfernten Flughafen. Nur die Firma Hertz ist im Stadtzentrum vertreten. Genauer gesagt in der Olaf V’s gate Nr. 13. Das ist gut einen Kilometer vom Büro der Touristeninformation am Hafen entfernt. Wir würden vorher die Bewertungen prüfen. Im April 2020 wurde der Ryfylketunnel (der längste Unterwasserstraßentunnel der Welt) eröffnet. Dadurch kann man jetzt direkt und ohne Fähre in ca. 45 Minuten bis zum Preikestolen BaseCamp fahren. Es fallen allerdings Mautgebühren an.

Fahrräder

In Stavanger gibt es Leihfahrräder der Verkehrsgesellschaft Kolumbus (Link s. oben), die man über die App Kolumbus Billett mieten kann. E-Scooter gibt es zum Beispiel bei Voi.

Highlights für Landausflüge in Stavanger auf eigene Faust

Stavanger liegt reizvoll an der Küste im Südwesten Norwegens. Bekannt ist die Stadt für ihre hübsche Altstadt, ihre Geschichte als Seefahrerort sowie die Nähe zu atemberaubenden Naturschönheiten. Sie gilt als das Zentrum der norwegischen Ölindustrie. Aber ihren historischen Reiz behält sie trotzdem, etwa mit engen Gassen und weißen Holzhäusern in Gamle Stavanger. Ein Höhepunkt ist der Hafen. Hier starten Bootstouren zum beeindruckenden Lysefjord sowie zum bekannten Preikestolen. Auch kulturell hat Stavanger einiges zu bieten: das Norwegische Erdölmuseum, das Konzerthaus und das Ausgehviertel rund um die Faregatan (Øvre Holmegate) zum Beispiel. Im Umland gibt es viele Natursehenswürdigkeiten. Zu nennen sind beispielsweise der Preikestolen, der Lysefjord und der Sola-Strand. Stavanger ist dank dieser Mischung aus Natur, Kultur und maritimem Lebensgefühl ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Stavanger auf eigene Faust.

Stavanger auf einen Blick
Stavanger auf einen Blick – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Stavanger auf einen Blick: 1-Gamle Stavanger, 2-Fisktorget, 3-Stavanger Domkirke, 4-Øvre Holmegate (Shopping), 5-Norwegisches Erdölmuseum, 6-Norwegisches Konservenmuseum

Landausflüge in Stavanger

Ein Spaziergang durch Stavanger verbindet Altes mit Neuem. Man startet am besten in der Altstadt Gamle Stavanger direkt am Hafen. Dort stehen mehr als 170 weiße Holzhäuser aus dem 18. Jahrhundert. Sie sind sehr gut erhalten. Enge Gassen mit Kopfsteinpflaster und blühende Gärten machen das Viertel besonders reizvoll. Dann geht es weiter zum Dom von Stavanger – Norwegens ältester Bischofskirche. Sie steht mitten in der Stadt am See Breiavatnet. Der nächste Punkt ist das Norwegische Erdölmuseum. Es schildert die Geschichte der Ölindustrie auf eine interessante und interaktive Art. Zum Schluss bietet sich ein Bummel durch die Øvre Holmegate an. Die Straße ist als „bunte Straße“ bekannt – wegen ihrer farbenfrohen Häuserfronten, Cafés sowie kleinen Läden. Hier lässt es sich gut essen oder trinken. Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten für einen Stadtrundgang in Stavanger auf eigene Faust stellen wir jetzt genauer vor.

Gamle Stavanger

Gamle Stavanger bezaubert mit seiner Geschichte – besonders berühmt ist der Ort für seine alten Holzhäuser. Rund 173 dieser weißen Bauten stehen hier, sie stammen aus dem 18. Jahrhundert und liegen malerisch am Hafen von Stavanger. Oft sind die historischen Häuser etwas schief. Oder sie begeistern mit blühenden Pflanzen in den Gärten – ein einzigartiger Anblick. Die Lage am Hafen macht Gamle Stavanger attraktiv. Aufgrund der Nähe zum Kreuzfahrtschiff kann man Gamle Stavanger auch vor oder nach einem Landausflug noch besuchen. Ideal für einen Tag in Stavanger auf eigene Faust.

Bummel in Gamle Stavanger
Bummel in Gamle Stavanger – Bild: Tegeler

Norwegisches Konservendosenmuseum

Das Norwegische Konservenmuseum erzählt die Geschichte der einst blühenden Fischkonservenindustrie. Es liegt in einer früheren Sardinenfabrik aus dem Jahr 1916. Dort wird der komplette Produktionsweg dargestellt – von der Fischverarbeitung bis zur Dosenverpackung. Besucher sehen historische Maschinen in Betrieb. Sie bestaunen alte Werbeplakate. Außerdem erfahren sie mehr über die Bedeutung der Konservenindustrie für Norwegens Wirtschaft. Ein Höhepunkt ist die Möglichkeit, selbst handverpackte Sardinen zu kosten. Das Museum hat interaktive Ausstellungen sowie regelmäßige Vorführungen. Dabei wird auch die alte Räucherkammer in Gang gesetzt. Es ist ein spannender Ort für Leute mit Interesse an Geschichte und Technik – aber auch für Familien. Zusammen mit einem Gang durch das nahe Gamle Stavanger bietet es einen Einblick in die Vergangenheit der Stadt.

Dom zu Stavanger

Die Domkirche Stavanger ist Norwegens älteste erhaltene Kathedrale. Zugleich verkörpert sie eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Um 1125 entstand sie im romanischen Stil, als Stavanger Bischofssitz wurde. Später erhielt sie gotische Erweiterungen. Das Bauwerk beeindruckt durch seine einfache, aber majestätische Architektur. Es zeigt massive Steinmauern, kunstvolle Fenster sowie ein imposantes Holzdach. Besonders sehenswert sind die reich verzierte Kanzel aus dem 17. Jahrhundert ebenso wie das wunderschöne Glasfenster im Chor. Es stellt biblische Szenen dar. Die Kathedrale liegt im Stadtkern direkt am Breiavatnet-See. Ein Besuch lohnt sich für Geschichtsinteressierte – für Architekturbegeisterte oder auch für Liebhaber sakraler Kunst.

Valberget Utsiktspunkt

Der Valberget Utsiktspunkt bietet einen tollen Ausblick in Stavanger. Man sieht die Stadt, den Hafen sowie das Meer. Er liegt zentral auf einem kleinen Hügel, nicht weit von der Fargegaten mit ihren bunten Farben. Ein besonderes Kennzeichen dort ist der Valbergtårnet. Das ist ein alter Wachturm aus dem 19. Jahrhundert. Früher nutzten ihn Wächter der Stadt, um Feuer zu entdecken. Heute ist der Turm ein beliebtes Motiv für Fotos – er beherbergt auch eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Feuerwehr in Stavanger. Besucher überblicken vom Valberget die Dächer der Stadt. Sie sehen die Kreuzfahrtschiffe im Hafen oder genießen einfach die Ruhe.

Gastronomie in der Øvre Holmegate
Gastronomie in der Øvre Holmegate – Bild: Tegeler

Øvre Holmegate

Die Øvre Holmegate ist besser bekannt als „Fargegaten“ – die bunte Straße. Sie zählt zu Stavangers lebendigsten und farbenfrohesten Orten. Bekannt ist sie für ihre farbenfrohen Holzhäuser. Sie leuchten in intensivem Blau, Gelb, Rosa sowie Grün. Das verleiht der Straße eine besondere kreative Atmosphäre. Früher war es eine unauffällige Gasse. Doch in den 2000ern gestaltete der Künstler Craig Flannagan sie mit einer Farbidee um. Sie entwickelte sich zu einem beliebten Ort für Einheimische und Gäste. Nun ist die Øvre Holmegate das kreative Herz der Stadt – mit netten Cafés, angesagten Boutiquen, Galerien und kleinen Designläden. Die Straße ist besonders bei Menschen beliebt, die Kunst und Fotos mögen. Egal ob man einen Kaffee genießt, durch die kleinen Läden bummelt oder einfach die bunte Szene bewundert – ein Besuch in der Fargegaten gehört zu den Höhepunkten für einen Tag in Stavanger auf eigene Faust.

Norwegisches Erdölmuseum

Das Norwegische Erdölmuseum (Norsk Oljemuseum) in Stavanger vermittelt spannende Einblicke in die Geschichte und die Bedeutung der Öl- und Gasindustrie in Norwegen. Das Museum ist interaktiv und zeigt, wie Norwegen zu einem großen Erdölproduzenten wurde. Ausstellungen erklären die Entstehung von Öl. Sie zeigen auch die Technologien für Exploration und Förderung sowie die Folgen der Industrie für die norwegische Gesellschaft und Wirtschaft. Zu den Höhepunkten gehören Modelle von Ölplattformen. Hinzu kommen digitale Simulationen oder informative Filme. Das Museum ist lehrreich und unterhaltsam zugleich. Es eignet sich sehr gut für Landausflügler, die mehr über Norwegens wirtschaftliche Entwicklung und die Rolle der Ölindustrie lernen möchten.

Stavanger Maritime Museum

Das Stavanger Maritime Museum bietet einen fesselnden Blick auf die Stadtgeschichte auf See. Es zeigt die enge Verbindung zu Schifffahrt, Fischfang sowie Handel. Das Museum befindet sich in einem alten Lagerhaus am Hafen. Dort sieht man das Leben der Seeleute, Händler und Schiffbauer im Lauf der Jahrhunderte. In den Ausstellungen entdecken Besucher alte Navigationsinstrumente, historische Schiffsmodelle wie auch originalgetreue Ladeneinrichtungen aus alten Tagen. Besonders interessant ist die nachgebaute Kaufmannswohnung. Sie zeigt, wie reiche Händler im Stavanger des 19. Jahrhunderts lebten.

Der Breiavatnet im Stadtzentrum
Der Breiavatnet im Stadtzentrum – Bild: Tegeler

Das Museum bietet interaktive Erfahrungen für jede Familie. Es gibt zum Beispiel eine Kinderecke. Dort gehen junge Besucher als kleine Matrosen auf Entdeckungstour. Das Museum ist ein lohnendes Ziel für alle, die sich für die Geschichte des maritimen Norwegens interessieren.

Landausflüge im Umland

Rund um Stavanger gibt es viele lohnende Landausflugsziele. Da ist etwa der Lysefjord. Dieser Fjord ist atemberaubend und lädt zu Bootsfahrten oder Wanderungen ein. Die Aussicht auf steile Felsen und Wasserfälle ist einfach unvergesslich. Ein Höhepunkt für Wanderer ist die Felskanzel Preikestolen am Lysefjord. Sie bietet einen spektakulären Ausblick auf den Fjord. Diese Wanderung dauert etwa vier Stunden und ist das absolute Highlight in diesem Hafen. Auch der Sola-Strand ist einen Besuch wert – ein schöner Sandstrand unweit von Stavanger. Er ist ideal für Spaziergänge oder einfach zum Entspannen. Ein weiteres beliebtes Ziel ist Sverd i Fjell. Diese Monumentalanlage besteht aus drei sehr großen Schwertskulpturen. Sie ehren die Schlacht von Hafrsfjord aus dem Jahr 872 – jene Schlacht, die Norwegen vereinte. Dies sind beliebte Ziele für Landausflüge im Umland von Stavanger auf eigene Faust.

Landausflugsziele im Umland von Stavanger
Landausflugsziele im Umland von Stavanger – © mapz.com – Map Data: OpenStreetMap OdbL

Ziele für Landausflüge in Stavanger und Umgebung: 1-Schwerter im Berg, 2-Flor og Fjære, 3-Sola Beach, 4-Preikestolen BaseCamp, 5-Preikestolen, 6-Eisenzeithof Ullandhaug, 7-Kloster Utstein, 8-Månafossen, 9-Egersund, 10-Husky-Farm Sirdal

Der Lysefjord

In Stavangers Hafen starten regelmäßig Ausflugsschiffe zum 42 km langen und bis zu 500 m tiefen Lysefjord. Die Fahrt führt an hohen und in vielen Bereichen senkrecht abfallenden, glatten Steilwänden aus Granitgestein vorbei. Ihrer hellen Färbung verdankt der Fjord seinen Namen. Dann taucht eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Norwegens auf. Der Preikestolen (Predigtstuhl oder Pulpit Rock). Volle 604 Meter über dem Fjord ragt die ca. 25 Quadratmeter große Felsplattform aus den Steilwänden hervor. Diesen kann man heute auch mit dem Auto oder einem Bus erreichen. Genauer gesagt das Preikestolen BaseCamp. Der mautpflichtigte Ryfylketunnel hat den Weg erheblich verkürzt.

Am Ende des Fjordes liegt das bis zu 1.100 Meter hohe Plateau des Kjerag, das geübte Wanderer über gesicherte Wege in drei bis vier Stunden erklimmen können. In seinem Westteil ist in einer tiefen Spalte ein 5 Tonnen schwerer Felsbrocken, der Kjeragbolten, eingeklemmt. Ganz mutige Wanderer wagen sich auf den schweren Brocken und posieren für ein Foto.

Der Preikestolen (Predigtstuhl) vom Boot aus gesehen
Der Preikestolen (Predigtstuhl) vom Boot aus gesehen – Bild: Tegeler

Preikestolen

Der Preikestolen – auch Predigtstuhl oder Pulpit Rock genannt – ist eine der berühmtesten Attraktionen in Norwegen und das Topziel für Landausflüge in Stavanger. Er bietet einen fantastischen Ausblick auf den Lysefjord. Die Felsplattform erhebt sich 604 Meter über dem Fjord und hat eine beeindruckende, fast senkrechte Kante. Es gibt keinerlei Zäune, Selbstverantwortung ist das Stichwort.

Die Wanderung zum Preikestolen gehört zu den beliebtesten Wanderungen im Land. Jedes Jahr kommen Tausende Besucher. Los geht es am Preikestolen BaseCamp, das mit dem Auto, einem Taxi oder im Rahmen eines Bustransfers erreichbar ist. Mit einem Taxi fährt man ca. 45 Minuten. Der mautpflichtige, neue Ryfylketunnel hat den Weg deutlich vereinfacht.

Die ca. 4 km lange Wanderung führt über einen gut ausgeschilderten Pfad, der von nepalesischen Sherpas entschärft worden ist. Er ist teilweise steil und herausfordernd – aber viele Wanderer schaffen ihn. Man ist insgesamt ca. 4 Stunden unterwegs. Die Zeit hängt vom Fitnesslevel ab. Es ist im Sommer oft sehr voll, sodass die langsamen Wanderer das Tempo bestimmen. Die Plattform misst etwa 25 mal 25 Meter. Das gibt genug Platz, um den Panoramablick zu genießen.

Preikestolen BaseCamp
Preikestolen BaseCamp – Bild: Tegeler

Sola Strand

Der Sola Beach liegt nahe Stavanger – nur etwa 16 Kilometer vom Hafen entfernt. Dieser Ort ist einer der schönsten Sandstrände der Gegend. Feiner goldener Sand und klares blaues Wasser locken Einheimische und Landausflügler an. Besonders im Sommer ist der Sola Beach ein beliebter Platz zum Relaxen und Sonnenbaden. Windsurfen oder Kitesurfen sind hier ebenfalls möglich – die Windverhältnisse sind optimal. Malerische Dünen umgeben den Strand und erschaffen eine ruhige, natürliche Atmosphäre. In der Nachbarschaft befindet sich das Sola Strand Hotel. Dieses elegante Hotel bietet einen Blick auf den Strand und Gastronomie. Für Fans von Geschichte ist der Strand ebenfalls interessant: Im Zweiten Weltkrieg war dies ein bedeutender Militärstützpunkt. Einige historische Überreste finden sich in der Gegend. Sola Beach ist ein perfektes Ziel für einen erholsamen Tag in der Natur – mit einer frischen Meeresbrise.

Flor og Fjære

Flor og Fjære ist ein besonderer Garten. Er liegt auf der kleinen Insel Sør-Hidle nahe Stavanger. Hier wachsen viele verschiedene Pflanzen und Blumen aus aller Herren Länder. Obwohl Norwegen weit im Norden liegt, gedeihen hier Pflanzen aus wärmeren Regionen. Der Grund dafür ist das milde Klima – beeinflusst durch den Golfstrom. Die Gärten sind liebevoll gestaltet und bieten bunte Farben und viele Düfte. Doch Flor og Fjære hat mehr zu bieten als Pflanzen. Ein sehr gutes Restaurant serviert lokale Gerichte und Spezialitäten – oft mit Zutaten aus den Gärten. Das Restaurant ist bekannt für seine Qualität und das einmalige Ambiente. Auch die Anreise ist ein Erlebnis. Eine Bootsfahrt von Stavanger aus gehört zum Besuch dazu. Das Paket aus Bootsfahrt, Gartenführung und Essen gibt es im Sommer ab 1.890 NOK.

Schwerter im Felsen

„Sverd i fjell“ – Schwerter im Felsen – ist eine große Skulpturengruppe bei Stavanger. Sie erinnert an die Schlacht am Hafrsfjord 872. Damals festigte der norwegische König Harald Schönhaar die Vereinigung Norwegens. Die Skulpturen bestehen aus drei sehr großen Schwertern. Diese stecken im Felsen und sind bis zu zehn Meter hoch. Die Schwerter stehen sowohl für den Sieg als auch für den Frieden. Er sollte nach der Schlacht in Norwegen beginnen. Der Ort ist ein beliebtes Ziel für Landausflüge in Stavanger und hat historische Bedeutung. Aber es gibt auch einen tollen Blick auf den Hafrsfjord sowie die Natur drumherum. Fritz Røed schuf die Skulpturen 1983. Sie sind ein besonderes Beispiel für Kunst an öffentlichen Plätzen in Norwegen. „Sverd i fjell“ ist ein wichtiges Denkmal. Ebenso ist es ein schöner Ort für Spaziergänge und Fotos in einer beeindruckenden Landschaft.

Sverd i Fjell
Sverd i Fjell – Bild: Marie Schneider auf Pixabay

Eisenzeithof Ullandhaug

Der Eisenzeithof Ullandhaug ist ein besonderes Freilichtmuseum in der Nähe von Stavanger. Er versetzt Besucher zurück in die norwegische Eisenzeit. Dort steht eine Siedlung – eine Rekonstruktion. Sie zeigt, wie die Leute in dieser Periode gelebt haben – etwa 300 bis 500 n. Chr. Die detailgetreue Häusergruppe ist die Hauptattraktion. Sie basiert auf archäologischen Funden aus der Eisenzeit. Das Museum ist mehr als ein Ort zum Anschauen. Besucher machen hier interaktive Erfahrungen. Landausflügler lernen etwas über Landwirtschaft, Handwerkskunst und den Alltag der Leute in der Eisenzeit. Oft gibt es Vorführungen traditioneller Techniken sowie Handwerke – Weben, Schmieden oder Holzschnitzen.

Abtei Utstein

Etwa 25 Kilometer nordwestlich von Stavanger liegt die Abtei Utstein. Es ist eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Gebäude in Norwegen. Die Abtei entstand im 13. Jahrhundert. Sie war ein Zentrum christlichen Lebens. Ebenso war sie ein wichtiger Ort für die religiöse sowie kulturelle Entwicklung in der Gegend. Die massive Steinstruktur beeindruckt durch ihre romanische Architektur. Besonders sehenswert sind die gut erhaltenen Mönchszellen, der Kreuzgang sowie die Kirche. Sie dient noch heute für Gottesdienste. Die Abtei Utstein hat eine interessante Geschichte. Sie reicht von der Zerstörung im 16. Jahrhundert bis zur Wiederherstellung im 20. Jahrhundert. Heute agiert die Abtei als Museum. Es zeigt das Leben der Mönche und die religiöse Bedeutung der Abtei. Der malerische Garten sowie die idyllische Lage am Wasser machen die Abtei zu einem ruhigen und kulturellen Landausflugsziel in Stavanger.

Månafossen

Der Månafossen gehört zu den eindrucksvollsten Wasserfällen in Norwegen. Er liegt etwa 69 Kilometer nordwestlich von Stavanger in der Gemeinde Gjesdal. Das Wasser stürzt 92 Meter in die Tiefe. Eine beeindruckende zerklüftete Felslandschaft umgibt ihn. Der mächtige Fall des Wassers und der tosende Klang locken jedes Jahr viele Besucher an. Besonders im Frühling wird er durch die Schneeschmelze kraftvoll und bietet ein spektakuläres Naturerlebnis. Der Zugang zum Månafossen erfolgt über einen gut markierten Wanderweg. Er ist für Anfänger genauso wie für erfahrene Wanderer geeignet. Der Weg führt durch einen idyllischen Wald. Ein Aussichtspunkt am Fuß des Wasserfalls bietet einen atemberaubenden Blick und eignet sich prima für Fotos. Månafossen ist ein ideales Ziel für Naturfreunde und ist ein schönes Ziel für Landausflüge in Stavanger auf eigene Faust.

Månafossen
Månafossen – Bild: Dreamnordno–stock.adobe.com

Egersund

Das charmante Egersund liegt in Südnorwegen, etwa 75 Kilometer südlich von Stavanger. Im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt dank des Handels mit Lachs sowie anderen Fischarten zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum heran. Auch jetzt ist der Hafen ein belebtes Zentrum. Zugleich hat sich die Stadt zu einem gefragten Ziel für Landausflüge in Stavanger entwickelt. Die Altstadt präsentiert gut erhaltene, traditionelle Holzhäuser. Diese erzeugen in schmalen Gassen eine behagliche Stimmung. Ein weiteres Highlight ist das Egersund Museum. Es schildert die Geschichte der Stadt sowie der Region. Außerhalb gibt es viele Möglichkeiten zum Wandern und für Freizeitaktivitäten. Da wären zum Beispiel die eindrucksvolle Küste und die Inseln in der Nähe – ideal für Bootstouren und Naturerkundungen.

Husky-Farm in Sirdal

Die Husky-Farm in Sirdal in Sirdal liegt etwa 111 Kilometer nordöstlich von Stavanger. Sie bietet Besuchern ein tolles Erlebnis in der beeindruckenden Natur der norwegischen Berge. Auf der Farm leben viele Siberian Huskys – sie sind für Ausdauer ebenso wie für Freundlichkeit bekannt. Hier lernen Besucher die Hunde kennen. Sie erfahren mehr über die traditionelle Schlittenhundekultur. Außerdem nehmen sie aktiv an Touren teil. Im Winter gibt es Hundeschlittenfahrten durch die verschneiten Landschaften von Sirdal. Die Huskys ziehen die Besucher auf aufregenden Fahrten durch die winterliche Wildnis. Auch im Sommer lassen sich die Hunde erleben – bei geführten Wanderungen oder mit besonderen „Sommer-Schlitten“. Die Husky-Farm ist ein gutes Landausflugsziel für Tierliebhaber, Abenteuerlustige oder Naturfreunde. Neben den spannenden Aktivitäten bietet die Farm eine ruhige, idyllische Atmosphäre.

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